Leonce und Lena von Beate Kirchhof/Katja Bandlow ist der gelungene Versuch, Weltliteratur ins Kindliche zu übersetzen. Bücheners. Der traurige Prinz Leonce, der aus dem Königreiche auszieht, um endlich glücklich zu werden, gerät in einen großen Wald. Die Prinzessin Lena, die nur einen Mann heiraten will, der ihr "im Herzen ähnlich ist", hat es auf ihrer Flucht vor der Vernunftsehe in den selben Wald verschlagen. Die beiden verlieben sich in der romantischen Atmosphäre, doch müssen zurück, um ihre/n Versprochene/n zu ehelichen.
Wie dieses ganze herrliche Buch, in dem wunderbarerweise alles umgekehrt zugeht wie im Leben. Während sich herkömmlicherweise meist die Falschen finden und denken, sie wären die Richtigen, finden sich hier die Richtigen und denken, sie wären die Falschen. Die Hochzeit ist ein rauschendes Fest. Weder Leonce noch Lena wissen vorher, wen sie heiraten. Doch als die Braut nach vollzogener Trauung den Schleier hebt, löst sich die Geschichte in ein Happy-End auf.
Die Illustrationen von Katja Bandlow sind fantasievoll, naiv und in nachdenklich-nächtlichen Farbtönen gestaltet.