Selten hat der Genius eines einzigen Mannes das musikalische Bewusstsein eines Zeitalters so sehr beeinflusst. Leonard Bernstein war als Komponist, Dirigent und Pädagoge überaus erfolgreich. Die spontane Freude, die von seinen Broadway-Hits ausgeht, das spirituelle Streben in seinen Orchesterwerken und seine intensive, lebhafte Arbeit als Dirigent machen Bernstein zu einer zentralen Figur im Musikgeschehen des 20. Jahrhunderts. In Peter Rosens Film Reflectionsspricht Bernstein über seine Kindheit in Boston, seine musikalische Ausbildung in Harvard und am Curtis Institute sowie den Einfluss großer Meister wie Reiner, Mitropoulos und Koussevitzky. Er sinniert über die Vorrangstellung der Tonalität und spekuliert über die Natur des kreativen Prozesses. Reflections begleitet den Künstler von der Carnegie Hall, wo er debütierte, in sein privates Wohnzimmer und sein Studio hoch über dem New Yorker Central Park und zeichnet dabei ein respektvolles und intimes Bild einer wechselvollen und schillernden Karriere.
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Wie aufgrund der kurzen Laufzeit schon vermutet gibt es in diesem Film nur wenig neues über Bernsteins Leben und Werk zu erfahren. In Aufmachung und Inhalt eher öde zusammen gestelltes Material. Wer sich in diese Richtung informieren möchte, sollte besser auf The Gift of Music ausweichen. Das enthaltene Bonuskonzert mit Musik von Milhaud gehört sicher nicht zu Bersteins stärksten Repertoire-Werken.
Bernstein zu erleben, ist immer fantastisch, ich fand das Porträt aber zu kurz. Es bietet nur einen ersten Überblick und lässt wirklich NUR Bernstein zu Wort kommen, also da hätte man auch noch andere reden lassen sollen.