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Pressenotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.03.2000
Über die Person des Schriftstellers Peruz (1882 1957), der inzwischen wieder viel gelesen und bewundert wird, hat man bisher wenig gewusst; umso besser ist es, dass die erste Biografie dieses publikumscheuen Mannes eine so "gelunge Studie" wie diese ist, meint Ulrich Weinzierl. Siebauer schreibt, so der Rezensent, in "angenehm klarem Deutsch" über die "wenig triumphale" Schulzeit des "begnadeten Mathematikers", erotische und andere Affären, seine beiden Ehen, die ständige Finanzkrise, Emigration nach Palästina und sein Eintreten, das alte Freunde verstimmte, für ehemalige Nationalsozialisten nach dem Krieg, deren "anständiges Verhalten" ihm gegenüber beim "Anschluss" Österreichs (er stammte aus Prag, wohnte jedoch in Wien) er nicht vergessen hatte. Beigegeben ist dem Buch ein bisher verschollener Text von Perutz, in dem er statt der Todesstrafe die Deportation nach Österreich vorschlägt, aus dem Weinzierl am Ende zitiert.
© Perlentaucher Medien GmbH
Über die Person des Schriftstellers Peruz (1882 1957), der inzwischen wieder viel gelesen und bewundert wird, hat man bisher wenig gewusst; umso besser ist es, dass die erste Biografie dieses publikumscheuen Mannes eine so "gelunge Studie" wie diese ist, meint Ulrich Weinzierl. Siebauer schreibt, so der Rezensent, in "angenehm klarem Deutsch" über die "wenig triumphale" Schulzeit des "begnadeten Mathematikers", erotische und andere Affären, seine beiden Ehen, die ständige Finanzkrise, Emigration nach Palästina und sein Eintreten, das alte Freunde verstimmte, für ehemalige Nationalsozialisten nach dem Krieg, deren "anständiges Verhalten" ihm gegenüber beim "Anschluss" Österreichs (er stammte aus Prag, wohnte jedoch in Wien) er nicht vergessen hatte. Beigegeben ist dem Buch ein bisher verschollener Text von Perutz, in dem er statt der Todesstrafe die Deportation nach Österreich vorschlägt, aus dem Weinzierl am Ende zitiert.
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Kurzbeschreibung
Kurt Tucholsky, Walter Benjamin, Hermann Broch und Alfred Hitchock waren voll des Lobes für Leo Perutz (1882-1957), den aus Prag stammenden Wiener Autor aus Tel Aviv. Carl von Ossietzky schrieb über ihn: "Er ist ein Dichter mit der Fähigkeit, ungewöhnlich fesselnde Romane zu schreiben. Ich betone: ein Dichter."
Unmittelbar nach der Annexion Österreichs floh Perutz nach Palästina, und seine großen Romane gerieten in Vergessenheit, bis sie in den 80er Jahren eine Renaissance erlebten. Ulrike Siebauer zeichnet das Leben dieses Klassikers der fantastischen Literatur nach und schöpft aus vielen bisher unbekannten Quellen.
Unmittelbar nach der Annexion Österreichs floh Perutz nach Palästina, und seine großen Romane gerieten in Vergessenheit, bis sie in den 80er Jahren eine Renaissance erlebten. Ulrike Siebauer zeichnet das Leben dieses Klassikers der fantastischen Literatur nach und schöpft aus vielen bisher unbekannten Quellen.
Autorenportrait
Ulrike Siebauer wurde 1965 geboren und studierte Germanistik, Theologie und Biologie in Regensburg. Seit 1991 unterrichtet sie an einem Gymnasium.