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Leo und Claire [VHS]
 
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Leo und Claire [VHS]

Michael Degen , Suzanne von Borsody , Joseph Vilsmaier    Freigegeben ab 12 Jahren   Videokassette
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Produktinformation

  • Darsteller: Michael Degen, Suzanne von Borsody, Franziska Petri
  • Regisseur(e): Joseph Vilsmaier
  • Format: HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Euro Video
  • Erscheinungstermin: 20. Februar 2003
  • Spieldauer: 99 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000088T2C
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 15.006 in VHS (Siehe Top 100 in VHS)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Als Regisseur hat Joseph Vilsmaier eine Vorliebe für Stoffe, die in der Zeit des Nationalsozialismus angesiedelt sind. Nach Stalingrad, den Comedian Harmonists und dem Biopic Marlene wendet sich Vilsmaier mit der dramatischen Liebesgeschichte Leo und Claire erneut dieser Epoche zu. Nach Motiven der Dokumentation Der Jude und das Mädchen von Christiane Kohl schildern Vilsmaier und sein Produzent und Drehbuchautor Reinhard Klooss die authentische Geschichte des jüdischen Kaufmanns Leo Katzenberger, der wegen einer angeblichen Affäre mit der jungen Fotografin Irene Scheffler hingerichtet wird.

Leo Katzenberger betreibt im Nürnberg der 30er-Jahre ein florierendes Schuhgeschäft. Der Lebemann und patriotische Deutsche hat eine Vorliebe für schöne Frauen, ist aber dennoch glücklich mit seiner Frau Claire verheiratet. Als die junge, exzentrische Fotografin Irene Scheffler in eine seiner Mietswohnungen im Hinterhaus zieht und dort ihr Atelier eröffnet, beginnt eine Freundschaft, die den beiden den Neid und die Missgunst der anderen Hausbewohner einbringt. Die Nachbarn bezichtigen die beiden im Bund mit der NS-Hetzpresse der Rassenschande. Leo will die Gefahr nicht wahrhaben, doch schließlich kommt es zum Prozess.

Schauspieler in Kostümen laufen durch Kulissen -- diese für Vilsmaiers Filme typische Beschreibung trifft leider auch auf Leo und Claire zu. Vielleicht hätte der Film in Schwarz-Weiß inszeniert mehr an historischer Tiefe gewonnen. Dem exzellenten Schauspielensemble ist es zu verdanken, dass die Charaktere dennoch mit Leben gefüllt werden und die Geschichte um Liebe und Denunziation glaubwürdig ist. Insbesondere Michael Degen, der als Jude den Nationalsozialismus mit seiner Mutter versteckt in Berlin überlebte (Nicht alle waren Mörder), verleiht Katzenberger die nötige Tiefe, gepaart mit einer kraftstrotzenden Lebenslust, die ihm zum Verhängnis wird. Franziska Petri (Vergiss Amerika) betört als lolitahafte Femme fatale, Jochen Nickel, Andrea Sawatzki und Axel Milberg bringen die Atmosphäre des spießigen Kleinbürgermilieus zum Greifen nah. In eindrucksvollen Nebenrollen überzeugen Dietmar Schönherr als jüdischer Anwalt und Kai Wiesinger als Gestapo-Mann. Einzig Suzanne von Borsody bleibt in der Titelrolle etwas schwach, da die Inszenierung ihrer Figur gar zu wenig Raum lässt.

Der Film wurde an Originalschauplätzen in Nürnberg und Jerusalem gedreht, aber die Kulissen der Bavaria-Studios machen jegliche Anstrengung Vilsmaiers zunichte, seine Bilder des Alltags im Dritten Reich realistisch erscheinen zu lassen. Dies ist umso bedauerlicher, als der Film gerade von der treffsicheren Schilderung der ganz normalen kleinen Leute lebt, die im NS-Staat zum klassischen Mitläufer werden. Ihr durchaus bewusstes Handeln weiß Vilsmaier genauso überzeugend zu vermitteln wie die schrittweise Vernichtung des jüdischen Lebens in Deutschland -- von der kleinen Demütigung über Drohungen bis hin zur körperlichen Gewalt. Das hilft über so manche Schwäche hinweg. --Birgit Schwenger

Amazon.de DVD-Bewertung

Die DVD enthält umfangreiche Textinfos zu Cast und Crew. Desweiteren gibt es Interviews mit Vilsmaier, Produzent Reinhard Klooss und den Darstellern Michael Degen, Franziska Petri und Axel Milberg. Leider sind diese Interviews recht kurz gehalten und beinhalten hauptsächlich Statements über die Figuren und die Geschichte. Schade, dass die Möglichkeit nicht genutzt wurde, Michael Degen vor dem Hintergrund seiner eigenen Lebensgeschichte über seine Rolle sprechen zu lassen. Ebenso bedauerlich ist es, dass die DVD kein Material über die historischen Ereignisse sowie die Dokumentation Der Jude und das Mädchen von Christiane Kohl bietet, die dem Film zu Grunde liegen. Ein Vergleich mit dem Buch sowie eine Darstellung der realen Geschehnisse wäre sehr interessant gewesen. So beschleicht einen ein wenig das Gefühl, dass beim Bonusmaterial nur die Reste verwertet worden sind. Auch die Aufnahmen der B-Roll, die Aufnahmen von den Dreharbeiten sowie andere Kameraperspektiven bieten, vermitteln diesen Eindruck. Daraus hätte man definitiv mehr machen können. --Birgit Schwenger

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gut besetzt und mitreißend 3. September 2005
Format:Videokassette
Der Schauspieler Michael Degen zeigt in diesem Fil sein grandioses Können, seine Darstellung des Leo Katzenberger trifft direkt ins Herz, man behält ihn in Erinnerung. Auch die restlichen Rollen sind sehr gut besetzt, z. Bsp. Alexandra Maria Lara und Andrea Sawatzki in Nebenrollen. Joseph Vilsmaier hat eine wahre Geschichte verfilmt, die man nicht so schnell vergisst. Der Film spielt in der Zeit des 2.Weltkriegs und ist vor allem in Deutschland angesiedelt, einige Szenen spielen in Israel. Leo und Claire sind ein jüdisches Ehepaar, dass nicht nur mit den harten Zeiten zu kämpfen hat, sondern auch mit Leos wachsender Zuneigung zu einer jungen Photographin. Ein Film der sich lohnt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Es handelt sich um eine Alltagsgeschichte zu Beginn der Naziherrschaft. Mißgunst, Neid und andere menschliche Unzulänglichkeiten schlagen, gepaart mit Denunziantentum, um in Judenhass und Verfolgungslust. Ein Schuhfabrikant (Leo) lässt von einer Fotografin (Claire) Werbefotos für seine Firma machen. Claire passt in ihrem Auftreten nicht ins kleinbürger-spießbürgerliche Schema. Und da die Zeit es opportun sein lässt, Juden anzuzeigen, wird die knisternde Spannung zwischen beiden genutzt, sie anzuzeigen und zu denunzieren. Und alle "braven Bürger" tun sich hervor durch ein bißchen mehr Gemeinheit, als die Zeit ohnehin schon besitzt (die abtransportierten Juden werden vom LKW gestoßen und können nicht einfach runterklettern).
Großartige schauspielerische Leistungen der leisen Töne lassen in die Abgründe menschlicher Verhaltensweisen schauen, aber auch ein atemberaubendes Spiel von Zuneigung und Zurücknahme erlebbar machen.
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