Gleich mal vorweg die Gründe für den Kauf:
- sparsamer und ausreichend schneller Intel Atom Prozessor (N270);
- satte 2Gb DDR2-RAM und 250Gb Festplatte (WDC WD2500BEVT);
- 12" Display mit einer Auflösung von 1280x800;
- moderne nVidia ION Plattform;
- HDMI-Anschluss und Full-HD Tauglichkeit;
- Windows 7 Home Premium (32bit);
- 6 Zellen Akku und damit lange Akkulaufzeit.
Erster Eindruck:
Das Gerät ist super verarbeitet und macht einen soliden Eindruck. Einzig der Akku ist etwas wackelig befestigt wie man auch öfters liest. Der 6-Zellen-Akku steht etwas aus dem Gerät heraus. Ist geschmackssache, stört mich aber nicht. Nach dem ersten Einschalten muss man noch kurz ein paar Einstellung für Windows vornehmen. Dies sollte selbst für unerfahrene Benutzer kein Problem darstellen.
Danach habe ich erstmal alle Software deinstalliert, die ich nicht brauche. Das ist leider etwas nervig.
Windows läuft insgesammt sehr flüssig, besser als erwartet. Mit einem flotten Desktop-PC natürlich nicht vergleichbar.
Nach kurzer Benutzung hat man sich gut an das Touchpad gewöhnt. Es lässt sich präzise bedienen. Ich habe die Zeigerbeschleunigung deaktiviert. Weiterhin fällt auf, dass das Netbook bei mäßiger Auslastung sehr leise und kühl bleibt. Der Lüfter geht allerdings nie ganz aus. Auch die Festplatte ist sehr leise.
Die Einrichtung der Wlan-Verbindung klappte im Windows sofort. Der Empfang ist sehr gut obwohl der Router eine Etage tiefer steht.
Display:
Nun zum Display. Hier gibt es immer wieder Diskussionen ob nun matt oder spiegelnd besser sei. Fakt ist, dass hier ein spiegelndes Panel verbaut ist. Mich stört es nicht. Viel schlimmer ist, dass der Blickwinkel nicht sonderlich groß ist. Vertikal und horizontal verfälschen sehr schnell die Farben. Beim verfassen eines Textes stört es nicht, aber beim betrachen von Bildern oder Filme schauen fällt es schon stärker auf.
Für das Display spricht aber auf jeden Fall die maximale Helligkeit. Zum gemütlichen surfen auf dem Sofa reichen locker 40% Helligkeit. Die hohe Auflösung von 1280x800 Bildpunkten erhöhen den darstellbaren Desktopbereich merklich im Vergleich zu 1024x600 bei vielen 10" Geräten.
Der Kontrast ist frontal betrachtet ausreichend. Die Outdoortauglichkeit habe ich nicht getestet.
Bedienungskomfort:
Die Tastatur ist angenehm groß und macht einen wertigen Eindruck, bieten einen guten Druckpunkt und lässt sich auch bei stärkerem Druck nicht merklich Eindrücken. Alle wichtigen Funktionen sind mittels der Fn-Taste direkt abrufbar. Dass Die Strg-Taste mit der Fn-Taste vertauscht ist stört mich nicht.
Das Display lässt sich geschätzte 120 Grad öffnen - meist ausreichen!
Anschlussmöglichkeiten:
Hier gibt es eigentlich nicht viel zu sagen.
Standard wie bei den meisten Netbooks:
- 3x USB
- SD/MS/MSpro/MMC-Kartenleser
- Kopfhörer- und Mikrofonbuchse
- 10/100Mbit Lan
- 54Mbit Wlan
- Bluetooth
- 1,3 Megapixel Kamera und Mikrofon integiert
- VGA
Nicht Standard, aber eigentlich Stand der Technik:
- HDMI
Darüber hinaus besteht die möglichkeit ein UMTS-Modem nachzrüsten. Der Steckplatz ist vorhanden, danaben befindet sich auch ein SIM-Kartenslot.
nVidia ION:
Hier liegt die Besonderheit dieses Gerätes. Mit der integrierten Geforce 9400M bietet das Netbook ungeahnte Möglichkeiten. Man kann ruckelfrei (mit entsprechenden Playern bzw. Codecs) Bluerayfilme in 1080p über HDMI am heimischen LCD-TV schauen. Außerdem kann man z.b. Call of Duty 4 oder World of Warcraft mit reduzierten Grafikeinstellungen flüssig spielen. All das auf einem Netbook, das schafft manches Notebook nicht!
Auch einige Software nutzt nVidias CUDA-Schnittstelle bereits, z.b. Photoshop CS4 oder der Flashplayer 10.1.
Akku/Netzteil:
Der erste Test der Akkulaufzeit ergab gute 4h bei 40% Helligkeit und aktiviertem Wlan. Dabei habe ich einiges ausprobiert, installiert/deinstalliert, im Internet gesurft und und und...
Natürlich halten andere Netbooks (ohne ION-Plattform) locker doppelt so lange durch, aber wer ist schon ständig so lange außer Steckdosenreichweite, dass man zwingend mehr als 4h Laufzeit braucht.
Das Netzteil ist super klein (ca. 9x3,5x2,5cm) und in der Farbe des Netbooks. Das Netzkabel ist etwa 2m lang. Dazu kommen nochmal ca. 2m vom Netzteil zum Netbook, also rund 4m Gesamtlänge.
Mein Fazit:
Im großen und ganzen ist das Lenovo S12 ein sehr guter Kompromiss aus Leistung und Mobilität. Mit seinem 12" Display ja schon fast ein Subnotebook, allerdings mit Netbook-Technik. Ich stufe es als voll Multimediatauglich ein, was man von anderen Netbooks wohl kaum sagen kann.
Beachten sollte man auch, dass dieses Gerät meines wissens nach nicht 64bit-tauglich ist.
Der Preis ist für ein Netbook relativ hoch. Bedenkt man aber was man dafür alles geboten bekommt wiederum ganz ok.
Für immernoch Unentschlossene:
Ähnliche Produkte:
- Samsung N510
- HP Mini 311, beide mit 11,6" Display.
Wer sich nicht sicher ist, ob ein Netbook die richtige Wahl ist, der sollte sich mal das Acer 1810TZ anschauen.