Ich habe mein U260 seit 2 Tagen. Deshalb kann ich nur einen ersten Eindruck wiedergeben, und der ist positiv. Bevor ich zu meiner Bewertung komme, will ich kurz darstellen, warum ich mich für dieses Modell entschieden habe.
Meine Anforderung war ein kleines leichtes Notebook für die Uni. Es sollte maximal 12 Zoll groß; sein, um noch eine Differenzierung zu meinem 15-Zöller zu haben. Ein Netbook war mir allerdings zu schwach, da ich an der Uni auch schon mal aufwendigere Programme wie Matlab laufen habe. Außerdem hatte ich gehofft, dass man auf dem Rechner einfache Spiele wie PES spielen kann. Die Akkulaufzeit war mir nicht ganz so wichtig, da ich noch nie länger als 2h auf Akku arbeiten musste. Schlussendlich sollte es ein PC sein, da ich Apple nicht mag und zudem mir das Macbook Air mit einer vernünftigen Speichergröße (ab 128 GB) viel zu teuer ist.
Jetzt zu den Vorteilen, neutralen Punkten und Nachteilen:
+ Das Design ist sehr gut, endlich mal ein hochwertiges Notebook, das nicht schamlos Apple kopiert.
+ Die verwendeten Materialien fühlen sich allesamt sehr hochwertig an. Schön auch, dass die Handballenauflage nicht so kalt wird wie bei anderen Metall-Laptops, da sie aus Kunstleder ist.
+ Der Soundausgang liefert einen guten Klang, im Gegensatz zu den internen Boxen.
+ Auf der Tastatur lässt sich sehr schnell und fehlerfrei schreiben.
+ Der Lüfter ist bei Office-Arbeit komplett aus (zur Zeit ca. seit 45 min). Mit SSD (nachträglich einbaubar, überleg ich mir noch) hat es das Potential zum Silent-System. Auch bei Belastung (mehrere Installationen, Spiele) wird der Lüfter zwar hörbar, allerdings immer noch wesentlich leiser als der von meinem 15-Zöller.
+ Das Display ist sehr fein aufgelöst und hell.
+ Die Systemleistung ist insgesamt gut, es laufen sogar CAD-Programme wie CATIA, trotz Intel HD Graphics.
+ Das Touchpad funktioniert super, auch die Tasten sind sehr hochwertig.
+ Man kann das System selbst öffnen, das ist bei Ultrabooks oft nicht möglich. Also wer noch eine SSD hat, kann sie einbauen. Allerdings braucht man einen Torx-Schraubendreher, und die SSD darf nicht höher als 7mm sein.
o Die Akkulaufzeit ist tatsächlich nur ca. 3h lang. Aber das wusste man ja vorher. Ich habe allerdings noch nicht konkret gemessen. Wahrscheinlich schafft man auch 4h mit weniger Belastung und WLAN aus.
o Leider läuft PES 2011 nicht. Liegt wohl am Grafiktreiber, weil von der Leistung her sollte es machbar sein.
- Die Bootzeit ist schon ziemlich lang, vor allem im Vergleich zu meinem 15-Zöller. Der hat allerdings auch eine SSD.
- Das System wird bei Belastung rechts unten ziemlich warm, das will man dann auch nicht mehr auf dem Schoß behalten.
- Die USB-Ports sind leider auf beide Seiten verteilt, sodass man keine externen Festplatten mit Y-Kabel verwenden kann (EDIT: benutze jetzt ein USB-Verlängerungskabel, dann geht auch das).
Insgesamt bin ich aber zufrieden, auch wenn die vielen Negativpunkte vielleicht einen anderen Eindruck vermitteln. Man darf auch nicht vergessen, dass der Preis schon ziemlich günstig ist. Und die Alternativen haben meistens auch gravierende Nachteile (Samsung 900x1: mieses WLAN, nur 64 GB Speicher, schwer zu reinigen) und sind dann noch mal ca. 200€ teurer. Ultrabook sind außerdem in der Größe noch ziemlich rar, das einzige ist das Zenbook UX21 von Asus, aber da ist der Akku auch nicht viel besser, dafür aber der Preis 400 € teurer.
Ich hoffe, dass ich anderen Kaufinteressenten helfen konnte.
LG
EDIT: Heute mal Akkulaufzeit getestet. Bin auf 4h gekommen. Dabei war WLAN an, die Helligkeit auf ca. 1/3 gedimmt (reicht für Innenräume noch aus).
UPDATE nach 1.5 Monaten: Der positive Eindruck ist immer noch da. Das Notebook ist schnell, gut verarbeitet und leise. Mittlerweile findet ich als größten Nachteil, dass keine Tastaturbeleuchtung eingebaut ist. Außerdem arbeitet der Lichtsensor irgendwie nur beim Hochfahren, indem er die Helligkeit selbst im prallen Sonnenschein auf die niedrigste Stufe dimmt. Also gleich ausgeschaltet. Aber außer solcher Kleinigkeiten gibt es für den Preis kein Notebook, was mit der Gesamtheit der Eigenschaften des U260 mithalten kann. Ein Acer S3 Ultrabook ist meiner Meinung nach ein deutlich schlechterer Kauf, auch wenn es neuer ist.
UPDATE nach 7 Monaten: An meiner Bewertung hat sich im letzten halben Jahr nichts geändert. Ich bin immer noch sehr zufrieden mit dem Laptop, außer dass mich im Moment die doch nicht so lange Akkulaufzeit etwas stört. Vom Design und von der Verarbeitung her würde ich jederzeit wieder zugreifen. Außerdem habe ich immer noch den Preis im Hinterkopf, und da findet sich im Moment kein vergleichbares Modell mit mattem Display und einer derartig wertigen Anmutung.Schade ist natürlich, dass man nicht spielen kann, aber ich werde es verschmerzen können, denn dafür ist so ein Gerät nun wirklich nicht gebaut.