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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
sehr empfehlenswert,
Rezension bezieht sich auf: Lenos Pocket, Nr.52, Verschwörung im Regenwald: Die Reise nach Madagaskar (Taschenbuch)
Es ist erstaunlich, dass eine Frau ihres Alters in der Zeit des Biedermeier alleine ohne Begleitung eines Mannes so große Reisen unternehmen konnte. Immerhin hat sie, mit damaligen Verkehrsmitteln, auf ihren Reisen so viele Kilometer zurückgelegt, dass sie acht Mal die Erde umrunden hätte können.Zuerst schildert sie ihre Probleme, überhaupt nach Madagaskar zu gelangen. Jeder, den sie um Hilfe bat, riet ihr von dieser Reise ab. Letztendlich bestieg sie dann in Rotterdam ein Emigrantenschiff mit unzähligen unerzogenen Kindern und Jugendlichen, die nach Kapstadt gebracht werden sollten. In Kapstadt lernte sie dann den französischen Geschäftsmann Lambert kennen, der sie bei sich auf Mauritius aufnahm, um mit ihr später nach Madagaskar zu reisen. Was sie bis dahin allerdings nicht wusste war, dass Lambert ein Verbündeter des madegassischen Prinzen Rakoto war und mit diesem die grausame Königin Ranavalona I. vom Thron stürzen wollte. Anfänglich schien ihre Reise recht interessant und eher ungefährlich zu werden. Lambert und Ida Pfeiffer residierten in der Hauptstadt Tananariva bei einem Freund Lamberts, Herrn Laborde, der wie Lambert ein Günstling der Königin war. Sie verlebte dort einige schöne Wochen, hatte einige Audienzen bei der Königin und lernte das Volk von Madagaskar besser kennen. Wie zu dieser Zeit üblich sah sie sich natürlich allen Einheimischen überlegen, da sie Europäerin war. Die Madagassen bezeichnet sie beispielsweise als "häßliche Affengesichter", beklagte sich über ihr "unsittliches Benehmen" und ihre "Trägheit", z. B. die Anbaumethoden der Weißen nicht zu übernehmen. Sie bemängelt die Gastfreundschaft, da man ihr kein besseres Essen vorsetzt als den Einheimischen. Für jemanden aus unserer Zeit ist es natürlich eher schockierend, wie abfällig sie über die madegassischen Menschen spricht und wie sehr sie sich ihnen überlegen fühlt, aber auf der anderen Seite ist es wiederum interessant zu erfahren, wie die Menschen der westlichen Welt Mitte des 19. Jahrhunderts über andere Kulturen gedacht haben. Letztendlich kann ich dieses Buch nur wärmstens weiterempfehlen, vermutlich auch weil es interessant ist über die damalige Einstellung der Menschen anderen Kulturen gegenüber zu lesen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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