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Lennui [DVD]
 
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Lennui [DVD]

DVD
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Produktinformation

  • Sprache: Französisch
  • Untertitel: Englisch
  • Anzahl Disks: 1
  • BBFC: Freigegeben ab 18 Jahren
  • Studio: ARTIFICIAL EYE
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00005B5XI
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 81.296 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

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Kundenrezensionen

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53 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Moderne 'amour fou' 5. Juli 2006
Format:DVD
In Paris ist ein Philosophiedozent Anfang 40 (Charles Berling) von seiner Frau (Arielle Dombasle) geschieden worden und steckt seitdem in einer Lebens- und Sinnkrise. Unter tragischen Umständen lernt er das jugendliche Modell (Sophie Guillemin) eines Malers kennen. Aus einem ersten sexuellen Abenteuer, zu dem die unschuldig-naiv wirkende 17-Jährige ohne Zögern bereit ist, wird bald eine Liaison, in der der Kopfmensch wie ein kleiner Marquis de Sade seine erotischen Wünsche mit dem Mädchen inszeniert, das sich gerne seinem Willen hingibt. Doch als die Jugendliche sich eines Tages wie selbstverständlich einen zusätzlichen zweiten Liebhaber zulegt, erfasst ihn eine grenzenlose Eifersucht. Verstrickt in ein Labyrinth aus sexueller Obsession, verliert er die letzten Reste seiner Souveränität und Selbstachtung. Das ihm geistig unterlegene Mädchen erniedrigt ihn kaltherzig und luchst ihm sogar das Urlaubsgeld für eine Reise mit seinem Konkurrenten ab. Sein Drängen, durch eine Heirat seinen »Besitzanspruch« zu festigen, weist sie charmant zurück. So bleibt der Mann allein zurück und muss einen Weg zum Weiterleben finden.

Regisseur Cédric Kahn gilt als eines der größten Talente des jungen französischen Kinos. In seiner sehenswerten Romanverfilmung, seinem dritten Spielfilm, verlagert er das 1960 erschienene skandalträchtige Opus »La noia« (»Die Nackte«) des italienischen Romanciers Alberto Moravia (1907-1990) in das heutige Paris und philosophiert mit Hilfe einer 'amour fou' gleichnishaft über Egoismus und das Unvermögen der Kommunikation zwischen sozialen Schichten. In den Hauptrollen sind zwei gefragte französische Nachwuchs-Stars zu sehen: Neben dem überzeugend spielenden Charles Berling gilt die talentierte, gerade 20-jährige Sophie Guillemin als sensationelle Entdeckung und ein Glücksfall für diesen Film. Sie ist keine 'femme fatale', auch keine nymphomanische Lolita, sondern ein Geheimnis, eine Sphinx: reizvoll, rätselhaft und kaum fassbar.

Der Originaltitel des Films »L'ennui« bedeutet »Die Langeweile« und spiegelt den primären Seelenzustand der Protagonistin. Die deutsche Erstaufführung des Films erfolgte im Fernsehen unter dem Titel »Meine Heldin«. Warum der deutsche Filmverleih dem ernsten Drama jetzt einen Verleih-Titel verpasst, der das Werk auf das Niveau belangloser Sex-Filmchen reduziert, ist völlig unverständlich und ärgerlich.
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31 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Tatsächlich eine sehr interessante story, die davon lebt, das die beiden Hauptdarsteller in völlig unterschiedlichen Welten leben, die partout keine Berührungspunkte haben. Ein gegenseitiges Verstehen ist hier absolut unmöglich - und gerade der Versuch ein gegenseitiges Verstehen herbeizuführen führt letztendlich zum völligen Scheitern dieser Affäre(?). Ja - was ist es? Eine Beziehung wohl kaum.
Für Sie - eine pummelige und dennoch durchaus ansprechende Minderjährige - dient das ganze lediglich der Befriedigung ihrer Bedürfnisse. Und die sind unabhängig vom Menschen, von dem sie diese Befriedigung erfährt. So hat sie keine Skrupel von einem zum anderen zu wechseln - auch wenn sie bisweilen von Liebe spricht. Vermutlich versteht sie nicht im mindesten, was Liebe eigentlich bedeutet.
Er dagegen - ein von der Frau verlassener und somit im tiefsten Ego gekränkter Mitvierziger - versucht in dieser "Beziehung" verzweifelt die Oberhand zu gewinnen, scheitert doch an ihrem Unverständnis und rutscht dadurch immer tiefer in einen körperliche und auch geistige Abhängigkeit.

Das ganze in typisch französicshen, melancholischen Bildern, ohne wirklich Erotik (FSK16 ist wirklich ausreichend) - und doch zumindest punktuell ansprechend. "Langweilig" heißt der Film. Ist er mitunter auch. Und doch kann man sich einer gewissen Faszination nicht erwehren.

Ich kann den Film nicht wirklich empfehlen. Aber vielleicht muss man ihn zweimal sehen, bevor er gefällt ...
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27 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schrecklich und doch gut 31. Juli 2007
Von P.L.
Format:DVD
Ich habe diesen Film in 2 Etappen gesehen, jeweils 1 Stunde am Abend. Nach der 1. Hälfte war ich einfach nur genervt vom Hauptdarsteller, den völlig unerotischen Sexszenen und der ziemlich einfältigen Hauptdarstellerin. Aber es muss doch Einiges in mein Unterbewusstsein eingesickert sein, das mich rätselhaft gefangengenommen und zur Ruhe gebracht hat. Ich musste unbedingt am nächsten Abend die 2.Hälfte sehen.
Die Geschichte ist sehr einfach: Der völlig verkopfte Philosoph Martin versucht sich auf die junge Frau Cecilia einzulassen, die eigentlich nicht sein Typ ist, will sie wieder loswerden, kann es aber nicht, weil er nicht erträgt, dass es ihr vermutlich egal ist. Das macht sein Ego völlig fertig und je mehr er versucht mit seinen bohrenden Fragen die Liebe der Frau zu hinterfragen, stellt er seine eigene Liebesunfähigkeit so bloß, dass ich mich ständig gefragt habe, wie hält die Frau das aus? Aber sie tut es, indem sie nichts hinterfragt, alles nimmt wie es kommt, aus Fast-Vergewaltigungen sogar noch ihr Vergnügen ziehen kann und geht wann sie will. Es sind hier zwei Welten die aufeinandertreffen wie sie unterschiedlicher nicht sein können und die in keiner Szene wirklich Kontakt zueinander finden. Als Mann war ich am Verzweifeln, diesem unwürdigen Treiben von Martin zusehen zu müssen. Gleichzeitig bietet Cecilia das genaue Gegenteil, das Leben im Hier und Jetzt, wie es radikaler nicht sein könnte. Zwar ist auch das keine echte Alternative für mich, aber das dringend nötige Gegengewicht, und im Kopf stellt sich auf wundersame Weise der Kurzschluss zwischen beiden Welten ein und führt zu dieser Ruhe nach dem Film. Als Martin schließlich in einem Brief an seine Exfrau meint, dass es darum geht, sich an der Hoffnungslosigkeit aufzurichten und um jeden Preis zu leben, bin ich zum ersten mal mit ihm einer Meinung.
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