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Produktinformation
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Nun hat Claudia Taschen den Versuch unternommen, Leni Riefenstahls Werk und Vita beinahe ausschließlich anhand von Bildern zu porträtieren. Dies ist in der Tat ein interessanter Versuch, sich ihr zu nähern. Immerhin stand und steht die Regisseurin ja gerade wegen ihrer "Bildmächtigkeit" zum falschen Zeitpunkt in der öffentlichen Kritik. Und so sieht sich der Leser bereits eingangs des Buches mit fünf doppelseitigen Abbildungen konfrontiert, die paradigmatisch für die fünf Karrieren der Leni Riefenstahl sind: die Tänzerin, die Schauspielerin, die Regisseurin, die Fotografin und die Taucherin. Ein Aufbau, dem das Werk insgesamt treu bleibt. Naturgemäß liegt der Schwerpunkt der Bilder auf dem Leben der Regisseurin. Leider bieten die Abbildungen beispielsweise zu den Filmen Das Blaue Licht, "Triumph des Willens", Olympia oder Tiefland wenig Neues, wenig Überraschendes. Aber in ihrer Großflächigkeit vermag der Betrachter sehr gut zu erkennen, warum Riefenstahls Talent von den Nationalsozialisten so begeistert in Anspruch genommen wurde.
Fünf Leben heißt das Buch und fünf Karrieren werden auch bebildert. Allein die Auswahl der Bilder, die zumeist aus dem Archiv der Regisseurin stammen, gestattet keinen Einblick in die Person Leni Riefenstahl. Alles Abbildungen folglich, die vermutlich nicht gegen den Willen Riefenstahls publiziert wurden. Letztlich bleiben es Werkbilder von der Tänzerin, Filmbilder ihrer Arbei als Schauspielerin und Regisseurin oder ihre Arbeiten über die Nuba. Etwas "persönlicher" wird es dann erst auf den letzten Seiten, dem Kapitel "Kurzbiographie".
Ein Fazit: Leni Riefenstahls Leben beinahe ausschließlich in Bildern darzulegen, ist eine wirklich interessante Annäherung. Eine, die viel vom Betrachter verlangt, verweigert die Herausgeberin diesem doch zunächst die erklärenden Bildunterschriften. Die Interpretation der Fotografien liegt -- jenseits der selektiven Auswahl -- diesmal allein beim Betrachter. Das ist mehr Eigenständigkeit, als die, welche dem Leser hinsichtlich der Riefenstahl gemeinhin zugestanden wird. Die Bildunterschriften befinden sich ebenfalls erst am Ende des Bandes, was die Handhabung nicht unbedingt erleichtert. Auch dass das Werk (Hauptteil) von der Person (Kurzbiographie) getrennt wird, erscheint mir ein sehr großer Minuspunkt zu sein. Denn bei einer Biographie gehört zum Verständnis der Person beides zusammen. Insgesamt gesehen mag man mit dem Aufbau nicht unbedingt zufrieden sein, aber die Anschaffung ist Fünf Leben in jedem Fall wert! --Constanze Quanz
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Aber dieses Buch ist nicht die "zweite Wahl". Es ist ein gut gemachtes Buch zu einem fairen Preis.
Frau Riefenstahl war:
1. Leben: Tänzerin, mäßig erfolgreich.
2. Leben: Schauspielerin, schon erfolgreicher.
3. Leben: Regisseurin, wahrscheinlich die bedeutendste Regisseurin des vergangenen Jahrhunderts, zu Recht umstritten, aber gleichzeitig Superstar.
Dann kam der Fall: Kein Leben.
4. Leben: Fotografin vom Aussterben bedrohter afrikanischer Stämme, noch einmal beeindruckend, weniger umstritten als das dritte Leben, weniger glamurös, sie wirkt hier am ehrlichsten, am echtesten.
5. Leben: Taucherin. Da gibt und gab es sicher bessere, auch bessere Unterwasseraufnahmen, aber sie war die älteste.
Das 6. Leben, das nur ganz kurz dauerte, das der Pop-Ikone, zeigt Angelika Taschen hier nicht.
Die Fotos sind von hervorragender Qualität. Der Text ist sparsam aber ausreichend. Das Buch macht neugierig auf diese Künsterlin. Schade, dass sie nicht noch ein bisschen älter geworden ist.
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