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Lenas Reise
 
 
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Lenas Reise [Gebundene Ausgabe]

Pierre Christin , André Juillard
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 64 Seiten
  • Verlag: Carlsen Verlag GmbH; Auflage: 1 (April 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3551786453
  • ISBN-13: 978-3551786456
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 29,8 x 22,6 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 306.300 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Pierre Christin
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Pierre Christin und André Juillard stehen seit langem für intelligente Comics und einen klassischen Strich. Beide Tugenden vereinen sie in ihrer neuesten Comic-Erzählung »Lenas Reise«, in der sie die Geschichte einer jungen Frau erzählen, die durch Osteuropa und den Orient reist. Ihre Motive klären sich erst im Verlauf ihrer Reise und führen den Leser tief in ihre Vergangenheit und in das Zentrum eines terroristischen Netzwerks.

Über den Autor

Pierre Christin, 1938 bei Paris geboren, ist Preisträger des Max und Moritz-Preises 2010 für ein herausragendes Lebenswerk

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Riyad Salhi TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Lenas richtiger Name ist Helene. Das erfährt der Leser kurz vor Seite 40. Bis zu diesem Punkt legt sie tausende Kilometer zurück und übergibt Präsente unter konspirativen Umständen, die später bei einer zunächst noch nicht näher bezeichneten Tat eine Rolle spielen sollen. Wenn Lena zu Helene wird, dann wird erstmals ihre Geschichte erzählt, und dann schildert Christin, wofür Lena all diese Besuche überhaupt gemacht hat. Dieses Ende ist kaum überraschend, weil es einige Seiten vorher schon angekündigt wird. Und so richtig "politisch" ist das alles nur mit viel Augenzudrücken. Wenn ich da an "Treibjagd" denke, auch ein Christin-Stoff, dann bewegt sich das auf einem deutlich niedrigeren Niveau - wenngleich die Geschichte spannend genug erzählt wird. Man will natürlich wissen, was es mit dem Marzipankonfekt von Niedereger (ein "g" fehlt leider) auf sich hat und den Diabetesspritzen. Die Zeichnungen von Juillard sind zudem sehr schön anzusehen und wie gewohnt hervorragend koloriert. Vorbehalte habe ich trotzdem. So war es wohl kaum erzählerisch notwendig, Lena gleich drei Male baden zu schicken, einmal sogar nackend. Allerdings ist das nicht voyeuristisch gezeichnet. Dass sie wie viele Protagonistinnen in Graphic Novels auch etwas zu gut ausschaut, ist das eine, aber dass ihre weit gehend stumm verlaufende Mission mit Textkästen zugestellt werden muss, hätte in dieser Menge nicht sein müssen. Zwar ist es hilfreich, an ihren Gedanken teilzuhaben, aber auf diese Informationen könnte man in dieser Ausführlichkeit verzichten und nur die Bilder wirken lassen. Dass das funktioniert, zeigen die letzten Seiten. Etwas irritierend ist auch, dass sie der Protagonistin in "Das blaue Tagebuch" erstaunlich ähnlich sieht. Die Geschichte ist im Nachhinein nur mäßig interessant, weil das kaum mehr ist als ein Agentensujet (auch wenn sich Lena/Helene kaum als eine solche bezeichnen würde) ohne Waffen und mit zeitgenössischem Polit-Background - was diese Geschichte gewiss nicht "wichtig" macht. Keine zwingende Anschaffung. Aber grafisch ist das natürlich erste Sahne. Doch das allein reicht nicht.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Pierre Christin, Kennern seiner grafischen Novellen (bzw. Comics) als Autor politisch engagierter und fundierter Geschichten wohlbekannt '- hier sei auf seine Zusammenarbeit mit Enki Bilal hingewiesen -, hat mit Lenas Reise erneut eine wunderbare, zurückhaltende Erzählung über die Verstrickung einer Frau in aktuelle (welt)politische Geschehnisse geschaffen. Eine Frau, die nach einem tragischen Schicksalsschlag einen Neuanfang zu finden versucht, einen in seiner Tragweite ihr nur unzureichend bewussten Auftrag übernimmt und dabei auf ihrer Reise von Berlin über die Türkei bis nach Dubai die verschiedensten Kontaktpersonen trifft, um ihnen 'vermeintlich harmlose Präsente' (Klappentext des Comic-Albums) zu übergeben.
Selten habe ich als passionierter Comic-Leser und -Sammler eine zunächst an der Oberfläche äußerst spannende, im Spionage-Bereich angesiedelte, darüber hinaus aber auch sehr tiefgehende, subjektiv-emotionale, dezent melancholische Story über eine desillusionierte Frau auf der Suche nach einer Zukunft gelesen.
All dies wird umgesetzt in den gewohnt genialen Zeichnungen von Juillard. Lena wird von ihm zwar attraktiv präsentiert (in vielen Comics wird die Protagonistin zu oft zu schön dargestellt), aber Juillard zeigt in seinem Strich auch ihre Ecken und Kanten, ihre Traurigkeit, ihre Verletzlichkeit. Und dass Lena z.B. jede Gelegenheit nutzt, um baden zu gehen (und dies von Juillard unaufdringlich aber deutlich in Szene gesetzt wird), hat eine ganz wesentliche Bedeutung für ihre persönliche Tragik (Zitat: 'Ich versuchte nur, so glatt, frisch und ohne Erinnerung zu sein wie das Wasser, das mich umgab.').
Nur scheinbar störend wirken auf den ersten Blick die Textkästen in den Panels. Beim Lesen des Bandes will man sie nicht mehr missen, weil sie die so komprimiert nur schwer in Zeichnungen zu vermittelnde Gedanken- und Gefühlswelt der Protagonistin dem Leser nahe bringen.
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