...sollte sich bei Lemuria nicht zu viel erwarten. Das Album ist zwar nicht schlecht, aber mit den restlichen Hit-Giganten kann es nicht im Geringsten mithalten.
Gehen wir es mal chronologisch durch:
1. Typhon: Typhon ist eines der Highlights des Albums. Hier stehen sich in den Strophen Sopran und Tenor gegenüber und im Refrain sprechen die Grunts den "Dark-Metaler" an. In diesem gut gelungenen Song passen sowohl Musik als auch Text. Punkte: 9 von 10
2. Uthark Runa: Hier beginnt es schon mit den öden Songs. In Uthark Runa gibt es weder eine Steigerung noch eine Pointe; es ist ein bloßes Hin- und Hergesinge und es bleibt nur die Hoffnung, dass das Lied bald zu Ende ist. Punkte: 5 von 10
3 & 4. Three Ships of Berik I & II: Mit diesem Zweiteiler kann ich überhaupt nichts anfangen; die Story, die erzählt wird, mag zwar vielleicht für den einen oder anderen interessant sein, jedoch ist diese Art von Sound nicht Therions Stil und findet sich Gott sei Dank bei keinem anderen Song mehr. Punkte: 2 von 10
5. Lemuria: Der Song Lemuria ist DER Hit auf dem Album. Lemuria ist nicht nur die schönste Ballade, die Therion jemals zustande gebracht haben, durch die schönen, ruhigen und absolut passenden Töne wird ein Eintauchen in die Atmosphäre möglich und man kann sich perfekt in das durch den Text Geschliderte hineinsetzen. Man erwartet such genau so eine Stimmung, wenn man sich das Albumcover ansieht. Dieser Song alleine verdient schon 10 von 10 Punkten.
6. Quetzalcoatl: In Quetzalcoatl taucht der Hörer in die Welt der Maya ein und es wird davon berichtet, dass 2012 - das Jahr, in dem der Mayakalender endet - der Sonnengott Quetzalcoatl zurückkehren wird. Das Lied überzeugt sehr und bekommt 8 von 10 Punkten.
7. The Dreams of Swedenborg: Zu dem Lied kann ich nicht viel sagen, denn auch dieses ist nicht sehr ansprechend. Es ist wieder eher ein Dahinträllern, wie es bei Uthark Runa der Fall ist. Vom Stil her unterscheidet es sich zwar von jedem anderen Lied, aber leider nicht zum Positiven. Punkte: 3 von 10
8. An Arrow from the Sun: An Arrow from the Sun ist der 4. Song, für den es sich lohnt, das Album zu kaufen. Die Ballade erzählt von Abaris, einem Priester des Apollo, der ihm einen golden Pfeil (daher Arrow from the sun) gegeben hat, womit Abaris Heilungen bewirken und Hunger versiegen kann. Der Song ist zwar ganz klar bei weitem nicht so ergreifend wie Lemuria, aber dennoch hörenswert. Punkte: 8 von 10
9. Abraxas: Abraxas ist ein gebührender Abschluss für das Album Lemuria; der Song fängt schon sehr gut an. Die Sopranstimmen, natürlich in Begleitung der Rockröhre Mats Léven, und die Chöre liefern gute Arbeit. Punkte: 9 von 10
10. Feuer Overture - Prometheus Entfesselt: Dieses Lied hätte nun wirklich nicht mehr sein müssen, Abraxas wäre ein guter Abschluss gewesen. Dieser deutsche Song mag zwar zu Ehren unsererseits kreirt worden sein :) , aber dennoch erreicht er den Hörer nicht im Entferntesten. Punkte: 2 von 10
Fazit: Alleine für das Lied Lemuria lohnt es sich schon, das Album zu kaufen, aber wie schon gesagt muss man mit einigen Enttäuschungen rechnen und sie auch in Kauf nehmen, wenn man beschließt zuzuschlagen.
Anspieltipps: Typhon, Lemuria, An Arrow from the Sun, Abraxas