Toller historischer Roman um den jungen Lempriere, der sich daran macht, ein uraltes Familientestament zu enträtseln, um das Geheimnis zu ergründen, das seine Familie umgibt.
Seine Nachforschungen, die ihn von seiner Heimat, der Insel Chelsea, nach London führen, werden begleitet von zahlreichen mysteriösen, bizarren Todesfällen. In London macht Lempriere zweifelhafte Bekanntschaften, ist von zwielichtigen Gestalten umgeben und sieht sich fortwährend neuen Rätseln gegenüber, die ihn immer weiter in die Vergangenheit führen. Er verliebt sich in ein Mädchen, dessen Rolle lange Zeit im Unklaren bleibt.
Unklarheit hinterläßt dieser Roman generell über weite Strecken. Die Geschichte ist kompliziert konstruiert, enthält zahlreiche unterschiedliche Handlungsstränge mit Vor- und Rückblenden, die streckenweise ohne erkennbaren Zusammenhang zueinander stehen. Hinzu gesellt sich, vor allem in der Anfangsphase des Buches, eine ausgeprägte Langatmigkeit.
Da auch die Sprache nicht ganz einfach ist (z.B. zahlreiche Fremdwörter und Fachbegriffe), und so beim Lesen stets Konzentration erforderlich ist, kann das "Durchdringen" der ersten Hälfte des Romans schon einige Überwindung kosten.
Sobald aber die einzelnen Handlungsstränge beginnen ineinanderzugreifen, und sich ganz allmählich die Zusammenhänge herauskristallisieren, baut sich Hochspannung auf.
Der Autor hat wirklich ganze Arbeit geleistet. Wer bis zum Schluß durchhält, wird nicht bereuen, dieses Werk gelesen zu haben. Einer der tollsten Romane, die ich kenne! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)