Als ich den Film gesehen habe, und im Nachspann sah das der Soundtrack von Thomas Newmann ist, viel mir spontan American Beauty ein, der im Bezug auf diesen Film eher das komplette Gegenteil von Newmann's Kunst ist.
Ganz andere Eindrücke durchströmten mich, der Film gewann durch den Soundtrack eine ganz andere Bedeutungen für mich. In Newmann's Stücken ist öfters eine mysteriös "morbid" klingende Geige zu hören, die sich wunderbar in den grau/schwarz gezeichneten Film einflechtet, und das Hauptthema begleitet.
Schon alleine der erste Titel "The Bad Beginning" fängt grandios mit den kitschig/übertriebenen "Loverly Spring" an, der in einer Perfekten Welt lebt und dauerhaft fröhlich ist, doch dann der musikalische Filmriss und die düstere Musik beginnt.
Meiner Meinung nach hervorstechend ist Der Schluss des Films mit der wunderschönen "Tränenmusik" "The Letter That Never Came" solch einen hervorragenden Schluss habe ich lange nicht mehr gesehen und gehört ;).
Nach dem Film sollte man unbedingt sitzen bleiben und sich den Abspann anschauen, der alleine schon für sich spricht, dieser wird begleitet von fremdartigen Instrumenten in einer eher rasanteren Geschwindigkeit. Es handelt sich um "Drive Away", der mein absoluter Lieblings-Titel geworden ist.
Klangerlebnis bekommt durch diesen Soundtrack eine völlig neue Bedeutung.
Ich empfehle jeden Soundtrack-Liebhaber unbedingt dieses skurrile Werk, welches für mich mehr als Kunst ist.