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Lemonas Geschichte
 
 
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Lemonas Geschichte [Taschenbuch]

Ken Saro-Wiwa , Ken Saro- Wiwa
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch --  
Taschenbuch, 1999 --  

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 220 Seiten
  • Verlag: Dtv (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423241756
  • ISBN-13: 978-3423241755
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 13,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 315.917 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Schwarze Traviata

Ken Saro-Wiwa: «Lemonas Geschichte»

Die Todeszelle hat der Literatur schon öfters als makabrer Beichtstuhl für fiktionale Bekenntnisse gedient. Mit «Lemonas Geschichte» aber hält man einen Text in der Hand, dessen Verfasser während der Niederschrift des Buches demselben Schicksal entgegensah wie seine Hauptfigur. Dennoch ist das Manuskript aus dem Nachlass des nigerianischen Schriftstellers und Umweltaktivisten Ken Saro-Wiwa, der 1995 im Angesicht einer empörten Weltöffentlichkeit hingerichtet wurde, weder zum persönlichen noch zum politischen Testament geraten.

Vielmehr leiht Saro-Wiwa, ein zentrales Anliegen seines erzählerischen Werks noch einmal aufgreifend, einer Frau seine Stimme, die im zu Treibsand erodierten Gefüge der nigerianischen Gesellschaft nie Fuss zu fassen vermochte. Er komponiert die Geschichte einer schwarzen Traviata – mit gelegentlich überhöhter dramatischer Zeichnung, die durch die allzu leichte Schraffur des Seelenlebens seiner Charaktere leider nicht immer ausgefüllt wird. Lemona, die bestechend schöne Protagonistin, wird ohne Schulabschluss aus ihrer armseligen dörflichen Kindheitswelt als Dienstmädchen in die Stadt geholt, lässt mit wachsender Faszination die zunächst unerwünschten Annäherungen des Hausherrn über sich ergehen und wird am Ende von der aufgebrachten Gattin mit Schimpf und Schande verjagt. Damit ist das weitere Lebensmuster vorgegeben: Wo immer sich ein männlicher Retter zeigt, wächst auch Gefahr, was die Protagonistin im Rückblick auf ihre Lebensgeschichte etwas gar zu regelmässig und ohne jede Selbstkritik einklagt – noch die beiden Männer, die über der Liebe zu ihr einmal mehr, einmal weniger unschuldig zu Tode kamen, betrauert sie vorab als verpasste Chance im eigenen Lebenslauf.

Saro-Wiwa scheint ganz hinter seiner Protagonistin zu stehen: er lässt Lemonas Monolog ablaufen, ohne dass ein erkennbar gesetztes Signal einen auf Distanz zu ihrem Plädoyer rücken würde. Allerdings markiert der Autor eine solche Position, indem er Lemonas eigene Selbstbezogenheit in derjenigen ihrer Zuhörerin spiegelt. Die Leser wie auch die Hauptfigur ahnen längst, in welchem Verhältnis die junge Frau zu der wegen mehrfachen Mordes Verurteilten steht; als auch dem Mädchen selbst klar wird, dass es seine leibliche Mutter vor sich hat, entzieht es sich wort- und kommentarlos Lemonas indirekt, aber mit kaum verhohlener Dringlichkeit ausgesprochenen Appellen. Aus dieser Rahmenhandlung reflektiert ein kaltes Licht zurück auf die ganze Erzählung: mehr als eine Reihe mehr oder minder wohlgepolsterter Einzelzellen hält Saro-Wiwa zumindest in diesem Roman für seine Figuren nicht bereit, und Pardon wird – selbst dort, wo ein traditionsbewusster Librettist eine weichere Note einfliessen liesse – nicht gegeben.

Angela Schader

Pressestimmen

"Ken Saro-Wiwa hat ein anklagendes Buch geschrieben, ohne den Zeigefinger zu erheben. Er war ein brillanter, mit allen Wassern gewaschener Erzähler: "Lemonas Geschichte" verschlingt man in einem Zug, fasziniert von Lemona und entsetzt vom Geschehen." (Badisches Tagblatt)

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Feinfühliger Film 11. Januar 2000
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Diese Buch drückt in der Magengrube wie kein Zweites: Ken SaroWiwas Roman "Lemonas Geschichte" erzählt von einer nigerianischen Frau, die nach einem Mord im Gefängnis sitzt. Erst kurz vor ihrer Hinrichtung setzt Ken SaroWiwas (der selbst 1995 von der nigerianischen Militärregierung brutal erhängt wurde) die Erzählung an und läßt die Geschichte seiner Protagonisten als feinfühligen Film am Leser vorbeiziehen. Jedoch läßt er den Leser während des gesamten Buches niemals den wahren Verlauf seiner ( Lemonas Geschichte) erahnen. Mit einer phasenweise erschreckenden Naivität schildert so Lemona ihr Leben und Leiden in einer männerdominierten Gesellschaft. Durchweg interessant und fesselt.

Diese Buch ist Absolut lesenswert und daher eine klare Kaufempfehlung. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Großartig 26. September 2002
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Ein wirklich hervorragendes Buch von einem großartigem Schriftsteller. Ken Saro Wiwa versteht es wie nur sehr wenige, Sorgen und Probleme einfacher Menschen die ins Unglück stürzen zu beschreiben. So wie in diesem Roman Lemona. Eine hübsche Frau die zu Tode verurteilt wird. Einen Tag vor ihrer Hinrichtung erzählt sie ihre Lebensgeschichte. Ohne Bildung kommt sie als junges Mädchen in die Stadt, und wird vortan missbraucht und ausgenützt. Ken Saro Wiwa erzählt diese Geschichte ohne falschen Pathos. Der 'Heldin' des Buches, geschehen die Personen die sie in ihren Lebensabschnitten trifft. So wie auch das Leben ist. Ein wahrhaft wahres und wunderbares Buch. Zum Lesen ein Hochgenuss und jedem, Mann und Frau, zu empfehlen.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Einfach KLASSE 21. Oktober 2003
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Ich habe das Buch durch zufall im Buchladen gesehen und ich habe es mir gleich gekauft ohne zu überlegen. Diese Entscheidung war richtig. Das Buch erzählt das Leben einer Frau die schon in ihrer Kindheit viel durchgemacht hat. Dieses Buch zeigt das SCHÖHNHEIT auch zum Verhängniss werden kann. Es handelt von missbrauch und .............
Ich hab auch die Wüstenblume gelesen ABER dieses Buch ist 1000mal besser !!!
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