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Lemon Tree
 
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Lemon Tree

Hiam Abbass , Rona Lipaz-Michael , Eran Riklis    Freigegeben ab 6 Jahren   DVD
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 12,99 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Produktinformation

  • Darsteller: Hiam Abbass, Rona Lipaz-Michael, Ali Suliman
  • Regisseur(e): Eran Riklis
  • Komponist: Habib Shadah
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 5.1), Arabisch (Dolby Digital 2.0), Arabisch (Dolby Digital 5.1), Hebräisch (Dolby Digital 2.0), Hebräisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
  • Studio: Indigo
  • Erscheinungstermin: 22. Mai 2009
  • Produktionsjahr: 2008
  • Spieldauer: 102 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B001U05WS4
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 18.327 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Die palästinensische Witwe Salma geht vor Gericht, um ihren Zitronenhain vor der Abholzung zu retten. Er gilt ihrem neuen Nachbarn auf der anderen Seite der Grenze, dem israelischen Verteidigungsminister, als Sicherheitsrisiko. Während die israelische wie auch die palästinensische Männerwelt Salma am liebsten Knebel verpassen würden, findet sie Unterstützung von unerwarteter Seite: Mira, die Gattin des Verteidigungsministers, zeigt Verständnis für die Nöte der Frau aus dem verfeindeten Nachbarland.

Video.de

Der palästinensische Filmemacher Eran Riklis hat einen beklemmenden und ergreifenden Film gedreht, ein im israelisch-palästinensischen Grenzgebiet angesiedeltes Drama, dessen deprimierende Handlung bisweilen durch Humor aufgebrochen wird. Dabei ist seine Geschichte eines aussichtslosen David-gegen-Goliath-Kampfs als Metapher für die Auseinandersetzung im Nahen Osten etwas bemüht symbolisch geraten, was die darstellerischen Leistungen nicht mindert. Für ein aufgeschlossenes Publikum.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Eran Riklis Film spiegelt auf eine sehr ruhige Art und Weise die Situation im Nahen Osten wieder, an der Grenze Israels zur Westbank.

Eine palästinensische Witwe Salma hegt und pflegt ihre Zitronen-Plantage, von der sie gerade soeben ihr Auskommen bestreiten kann. Die Grenze ihrer Plantage befindet sich unmittelbar an der Grenze zu Israel.
Ihr bis dahin recht ruhiges Leben endet, als in einem Haus direkt an der Grenze zur Plantage der neue israelische Außenminister einzieht.
Von heute über Nacht stellt ihre Plantage ein Sicherheitsrisiko dar, und die Militärkommandatur enteignet - gegen eine Entschädigung - die Plantage.
Das möchte Salma nicht hinnehmen, da sie mehr aus idiellen denn materiellen Beweggründen an der Plantage hängt. Zusammen mit einem Anwalt wagt sie es den Staat Israel zu verklagen.
Während dessen steht die Ehefrau des Außenministers der Aktion gegen die Farmerin mit anfänglich passivem, später aktivem Bedauerns und Widerspruchs gegenüber.
In fernen Begegnungen über den Zaun hinweg, mit Blicken und Gesten beginnt zwischen den Frauen eine Art Verbindung der Sympathie.

Ohne Klischees von bösen oder guten Soldaten und Mossad-Agenten, bösen oder guten Palästinensern und dem grundbösen Außenminister kommt die Geschichte schnell auf dem Punkt der vielen ungelösten Fragen im Nahen Osten. Der Zitronenhain, der nach 50 Jahren zum Sicherheitsrisiko eingestuft wird ebenso kritisch beleuchtet, wie die Tatsache, dass er nach einem Vorfall eben doch ein Risiko bergen kann ( keine Info wegen "Spoiler" ). Der Minister ist dem Schiksal Salmas gegenüber gleichgültig, aber nicht mit Boshaftigkeit gegen sie persönlich gerichtet, die ihrerseits keinen Israelhass hegt, aber doch unter der Situation leidet und - bis auf ein paar drohenden Ermahnungen, dass sie eine Entschädigungszahlung nicht anzunehmen hätte - von den palästinensischen "Freunden" ziemlich allein gelassen wird. Der palästinensische Anwalt, der um seine Mandantin kämpft, ohne in großen Tiraden zu verfallen.

Hiam Abbas ( eine der wenigen int. bekannten israelischen Schauspielerinnen mit arabischer Herkunft ) spielt die Farmerin mit einer ruhigen, starken Intensität und überzeugt auf ganzer Linie. Alle anderen Darsteller sind eher weniger bekannt, aber nicht weniger überzeugend.
Eran Riklis verzichtet auf zu viele Metaphern, ohne dabei einen oberflächlichen Film zu machen! Er wirft einen ungemein reflektierten, kritischen Blick auf die Zustände, ohne einem platt die Alleinschuld zuzuweisen ( was Nicht-Israelis hingegen fast nie gelingt ). Sogar eine zarte Romanze ist in diesem Film möglich, ohne albern oder aufgesetzt zu wirken.

Das Ende zeigt, dass man ohne Kompromisse den Konflikt nie lösen kann, und dass es keiner Seite sonderlich leicht fällt, oder gar gefällt, diese einzugehen! Aber letztendlich auch die Einsicht, dass es für einen Frieden keine wirkliche Alternative gibt!
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
politisch brisante Zitronen 18. Februar 2009
Von amazone
Format:DVD
Weil unmittelbar an der Grenze zur Westbank der israelische Verteidigungsminister sein privates Domizil bezogen hat, stellt nun der Zitronenhain seiner Nachbarin Selma ein Sicherheitsrisiko dar. Er könnte Attentätern Sichtschutz bieten, weshalb seine Abholzung angeordnet wird. Selma soll enteignet werden. Den Zitronenhain hat sie von ihrem Vater übernommen, und aus ihm bestreitet sie ihren Lebensunterhalt. Als sie sich mit Hilfe eines Anwalts gegen die Pläne wehrt, löst sie damit nicht nur eine Lebenskrise bei der Frau des Verteidigungsministers aus, sondern auch einen PR-Supergau für den Minister selbst.

Die Sicherheitsinteressen Israels rechtfertigen viele Einschränkungen für die Bewohner der besetzten Gebiete, so unverhältnismäßig sie von außen auch erscheinen. In den Gerichtsverhandlungen, in denen Selma gegen den Staat Israel vorgeht, werden die Interessen abgewogen, aber dieses eine Interesse ist an Gewicht nicht zu überbieten.

Der Film stellt den Konflikt sehr sensibel dar und vor allem sehr humorvoll. Er ergreift Partei für die palästinensische Seite, schon allein, indem er Selma in den Mittelpunkt rückt. Der israelische Verteidigungsminister wird portraitiert als ein etwas über den Dingen schwebender, von der Presse bedrängter Politiker eines Wohlstandslandes mit leichtem Hang zum Zynischen. Der Vorwurf, der ihm zu machen ist, ist der, die politische Brisanz des Vorgangs unterschätzt zu haben, damit einhergehend vielleicht auch das Fehlen einer Bereitschaft, sich über einen Kompromiss Gedanken zu machen. Die Richterin des obersten Gerichtshofs gleicht dieses Unterlassen teilweise aus. Aber auch der wortführende Bewohner von Selmas Dorf ist kein Sympathieträger, sondern scheint in muslimisch geprägten, misogynen Traditionen gefangen. Wo der Auslöser von Selmas Leid zu suchen ist, will der Film nicht beantworten. Vielleicht ruft er Israel zu etwas Augemaß auf, aber Israel hat Argumente auf seiner Seite, auch das ist ein Aspekt des Films. Dieser ist vielleicht etwas unterbetont.

Der Film ist ruhig erzählt und trotzdem nicht dröge. Selma wird eindrucksvoll dargestellt; alle Charaktere und die Dialoge sind unangestrengt und überzeugend.
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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Nur ein Film für Denker 1. November 2009
Format:DVD|Von Amazon bestätigter Kauf
Wenn man die Schauspielerin Hiam Abbass noch nicht kennt, dann muss man sich unbedingt diesen Film anschauen. Es gibt wenige erfolgreiche, israelische Schauspieler, aber Hiam Abbass ist einfach eine Meisterin auf ihrem Gebiet. Ich habe richtig mit ihr gelitten, als man ihr in "Lemontree" ihre Zitronenplantage weggenommen und sie auf vielfältigste Weise gedemütigt und verletzt hat. Sie schafft mit ihrer Mimik und ihrer Art einfach eine Stimmung im Zuschauer, die sich mit Worten kaum beschreiben lässt. Man hat ständig das Gefühl, dass man die von ihr gespielte Salma beschützen und verteidigen will, obwohl Salma durchaus kein schwacher Mensch ist! Es sind die vielen Ungerechtigkeiten, die man ihr antut und gegen die sie sich nicht wehren kann, weil der Staat einfach mächtiger ist als sie selbst. Man gerät richtig in die Geschichte hinein und das Israeli/Palästinenser-Problem ist plötzlich nicht mehr so weit weg, wie sonst im normalen, deutschen Alltag.

Der Zuschauer, der gerne nachdenkt oder sich zum Denken anregen lässt, der sollte den Film unbedingt anschauen. Alle anderen sollten lieber die Finger davon lassen. "Lemon Tree" ist kein schillernder Blockbuster aus Hollywood. "Lemon Tree" ist ein gesellschaftskritisches, sehr gelungenes Drama (schon fast ein Kunstfilm), das nur durch genaues Hinsehen, Bereitschaft zum Denken, Sensibilität und Offenheit gegenüber neuen und fremden Dingen zu verstehen ist. Man muss bereit sein, über den Tellerrand zu schauen, sonst wird einem der Film nicht gefallen.
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