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Leitfaden für faule Eltern
 
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Leitfaden für faule Eltern [Gebundene Ausgabe]

Tom Hodgkinson
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 316 Seiten
  • Verlag: Rogner & Bernhard bei Zweitausendeins; Auflage: 1., Aufl. (1. April 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3807710477
  • ISBN-13: 978-3807710471
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,2 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 240.681 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Kindererziehung gilt als mühselig, kompliziert und teuer. Straffe Stundenpläne, Leistungstests, teure Freizeitaktivitäten und jede Menge Kommerz bringen schon früh eine ungesunde Dosis Stress und Arbeitsethos in das Leben unserer Kinder. Zugleich haben die angestrengten Eltern paradoxerweise das Gefühl, dass sie noch mehr leisten müssten, um die Last der Elternschaft schultern und ihren Kindern etwas bieten zu können. Aber wo sind Kreativität, Spiel und Selbstvertrauen geblieben? In seinem Erziehungsratgeber der anderen Art zeigt Tom Hodgkinson neue Wege zu einer lustvollen Erziehung auf. Unabhängige Kinder und glückliche Eltern, darauf kommt es ihm an. Er fordert uns auf, den Kindern Verantwortung zu übertragen und den Dingen Ihren Lauf zu lassen, anstatt Freizeitspaß teuer einzukaufen. Hodgkinson ignoriert alle modernen Erziehungsratgeber, er lernt stattdessen aus eigenen Fehlern und befragt die großen Denker aus geistvolleren Zeiten, unter ihnen Rousseau, Locke und Lawrence. Und so ist LEITFADEN FÜR FAULE ELTERN keine Bedienungsanleitung, sondern eine inspirierende Sammlung von Reflexionen über die Frage, wie wir gemeinsam mit unseren Kindern das Leben genießen können.

Über den Autor

Leseprobe: Scharwenzeln Sie nicht ständig um die Kleinen herum und fragen sie nicht andauernd, was sie wollen. Immer wieder sehe ich Mütter, die um ihre Zweijährigen herumscharwenzeln wie ein katzbuckelnder französischer Kellner: „Wie wäre es mit dieser Sorte Saft, Sir? Würde Ihnen das zusagen?“, während die Zweijährigen „Nein!“ brüllen und das Zeug durchs Zimmer schmeißen. Als Eltern haben Sie das Sagen, und es ist Ihre Aufgabe, eine Rangordnung herzustellen, und zwar ohne den Rückgriff auf Autorität. Genau wie in der alten mittelalterlichen Stadt ist auch in der Familie das „gemeinsame Wohl“ das höchste Gut. Ein Großteil der Konflikte im modernen Haushalt entstehen, weil die aufgeklärte Vorstellung von Individualität und Freiheit, die wir im Kopf haben, eine selbstsüchtige ist. Freiheit bedeutet für uns, unsere selbstsüchtigen Wünsche im Widerstreit gegen die selbstsüchtigen Wünsche anderer durchzusetzen. Die Philosophie der Aufklärung hat eine Nation zügelloser Egoisten hervorgebracht, die ohne Rücksicht auf Verluste jeder persönlichen Laune nachjagen. „Ich brauche mehr Zeit für mich!“ – wie grauenhaft! „Weil Sie es wert sind.“ „Das ist wichtig für mich.“ „Ich brauche mehr Raum.“ Aber wir leben nun einmal zusammen, und Freude sollte geteilt und das Brot gemeinsam gebrochen werden. … Leben wir zusammen. Und lernen wir, in der Welt zu leben – womit ich die Welt da draußen meine, die Verbrauchergesellschaft, die Welt der Arbeit und des Geldes und des Konsums -, ohne uns von ihr zu Opfern machen zu lassen.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
'Wir geloben unsere Kinder in Ruhe zu lassen. Wir verweigern uns dem grassierenden Konsumismus, der vom Augenblick ihrer Geburt an in das Leben unserer Kinder eindringt. Faule Eltern sind kreative Eltern. Wir bleiben so lange wie möglich im Bett liegen. Wir arbeiten beide so wenig wie möglich, vor allem, solange die Kinder noch klein sind. Zeit ist wichtiger als Geld. Nieder mit der Schule. Wir übernehmen die Verantwortung.'
So beginnt der Leitfaden für faule Eltern.

Auf den folgenden 316 Seiten gibt es 19 Kapitel mit Fakten, Erläuterungen und Ratschlägen zum Thema Elternschaft. Tom Hodgkinson schreibt, was er denkt und was er mit seiner Familie erlebt hat. Er sagt, er habe absichtlich keine aktuellen Erziehungsratgeber gelesen, bevor er den Leitfaden geschrieben hat. Er ist aber sehr belesen, und das Repertoire in seinem Kopf, von Dingen die irgendwann einmal gesagt oder geschrieben wurden, ist riesig. So finden sich in dem Buch viele zitierte Aussagen und Ansichten von pädagogischen Vordenkern, wie zum Beispiel John Locke aus dem 17. und Jean-Jacques Rousseau aus dem 18. Jahrhundert.

Wer das Buch liest, kommt zu folgendem Schluss: Faule Eltern haben unerzogene Kinder. Sie verbringen Zeit mit ihren Kindern und machen nicht beim Förder- und Forderwahn mit. Familienausflüge finden am Strand statt, wo mit Steinen, Muscheln und Algen gespielt werden kann. Freizeitparks und dergleichen, in denen Familien einsam für sich ihr Geld ausgeben und die Kinder den nicht erworbenen Konsumgütern hinterher weinen, werden gemieden. Faule Väter liegen auf dem Sofa und geben Aufgaben an ihre Kinder ab. Kinder von faulen Eltern sind eigenständig und selbstbewusst.

Tom Hodgkinson wurde nicht als perfekter fauler Vater geboren. Er beschreibt immer wieder, wie er in Familiensituationen scheitert und sich Alternativen überlegen muss. Diese Einblicke in sein Privatleben machen das Buch angenehm unüberheblich. Er ist kein Pädagogen-, Psychologen- oder Medizinergott, der seine vollkommenen Weisheiten an Eltern weiter gibt. Er ist auch nur ein Vater. Zufällig einer, der das Schreiben gelernt hat. Und das ist ein weiterer Punkt, der das Buch lesenswert macht. Es ist gut geschrieben. Poetisch und wahr.

Der Autor beschäftigt sich hauptberuflich mit dem Nichtstun. Er ist Gründer und Chefredakteur des Magazins The Idler. Er hat bisher die Bücher How To Be Idle, How To Be Free und The Freedom Manifesto geschrieben. The Idle Parent ist jetzt die logische Fortsetzung seiner Publikationsliste, denn auch Menschen, die den ganzen Tag versuchen, nichts zu tun, werden manchmal Eltern. Leider ist die Übersetzung des Wortes 'Idle' nicht gut gelungen. How To Be Idle wurde noch zu Anleitung zum Müßiggang, bei The Idle Parent wurde aus 'Idle' dann 'Faul', was aber eindeutig zu negativ besetzt ist. Im Deutschen fehlt wohl die wirklich passende Vokabel, oder die Übersetzer von Rogner & Bernhard, dem Verlag der deutschen Ausgaben, haben sie einfach noch nicht gefunden.

Auch das Cover für die deutsche Ausgabe ist nicht annähernd so hübsch wie die Zeichnungen auf der Originalausgabe. Auf der Internetseite zum Buch sind sie aber neben einigen anderen netten Dingen zu sehen: http://idler.co.uk/news/the-idle-parent.

Tom Hodgkinson erklärt, dass es nicht darum geht, faul herum zu liegen. Er versucht, so viel Zeit wie möglich mit schönen Dingen zu verbringen. Und so geht es ihm dann im Leben mit Kindern folgerichtig nicht um einen Laissez-faire-Erziehungsstil, sondern darum, eine gute, freie und intensive Zeit als Familie zu verbringen.

Einige Menschen halten ihn für einen gesellschaftlichen Querdenker, ein Enfant terrible. Die Vermutung, er wolle mit seinem Nonkonformismus und den provozierenden Thesen das Hinterfragen gewohnter Denkmuster erzwingen, ist wohl die direkte Folge eines gesellschaftlich stromlinienförmigen Lebens. Dass er die Forderung 'Nieder mit der Schule!' ernst meint, ist für viele Köpfe in diesem Land undenkbar und wird deshalb als provokanter Denkanstoß missverstanden.

Im Kapitel über die Schule beschreibt er, welche Alternativen es in England zur Regelschule gibt. Er zeigt auf, wie Familien der Schule entgehen oder zumindest einen flexiblen Umgang mit dem Schulsystem leben können. Mitten im Kapitel taucht eine Bemerkung auf, die ein gutes Fazit hätte werden können: 'Der wichtigste Faktor bei alldem ist vermutlich die geistige Haltung der Eltern. ( . . . ) Schon das Wissen um die Grenzen der Schule als Ort der Bildung kann ausreichen, um ihre Kinder frei zu machen.'

Es ist ein tolles Buch. Bitte lesen. (Kittie Toldmie)
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38 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein wunderbares Buch 11. Juni 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Als baldiger Vater von 3 Kindern bin ich einfach begeistert von dem Buch.
"Lasst eure Kinder in Ruhe!" ist der Leitfaden der sich durch die Hälfte des Buchs zieht. Ich habe es erst bis zur Hälfte gelesen, meine Frau ganz und ist ebenso begeistert.
Mit viel Witz und Anarchie erklärt uns Tom Hodkinson, wie wir unsere Kinder zu freiheitsdenkenden und glückliche Kindern "erziehen". Und ganz nebenbei, dürfen wir stressgeplagten Eltern faul sein. Er zeigt die Misere der Schulen auf, in denen unsere Kinder zu wirtschaftlich angepassten Individuen erzogen werden(Arbeitsdrohnen) und wie man dem entgegenwirken kann.
Es ist erfrischend dieses Buch zu lesen, der Kopf wird frei und es richtet unsere Aufmerksamkeit zum Wesentlichen, zum wirklichen Leben.
Danke, die stille Treppe der Super-Nanny hat endgültig ausgedient!
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28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sehr durchwachsen... 2. September 2010
Von Gabri
Format:Gebundene Ausgabe
Hodgkinson spricht einige grundlegende Wahrheiten über den Förderwahn moderner Eltern und die unglücklich machenden Wirkungen der Leistungsgesellschaft aus, die man gar nicht oft genug sagen kann. Er plädiert für weniger Freizeitstress für Kinder, weniger Hobbys, weniger Termine, mehr freies und fantasievolles Spiel. Nicht neu, aber wichtig, denn der Hype, Kinder mit Feuereifer zu perfekt funktionierenden Sklaven des Leistungsgedankens zu drillen, ist ja nicht nur ungebrochen, sondern nimmt eher noch zu. Obwohl die meisten Erwachsenen sich gestresst fühlen, psychosomatische Störungen haben und ein hoher Prozentsatz unter Ängsten, Depressionen und Burnout leiden, können sie ihre Kinder gar nicht früh und schnell genug in genau dieselbe Richtung leiten.

Trotzdem stoßen einige Dinge am Buch sehr auf. Die oft allzu seichten, zu wenig durchdachten Alternativvorschläge (man solle z. B. morgens einfach lang im Bett bleiben und sich von den Kindern das Frühstück bringen lassen, weil diese das gern machten) sind nett, aber unrealistisch. Sie funktionieren meist nur einmal, wenn überhaupt und übersehen, dass immer noch die Eltern die Kinder versorgen sollten, nicht umgekehrt. Und auch, wo der Autor - selbst Absolvent einer teuren englischen Universität mit eigenem Haus etc. - dafür plädiert, lieber arm und ohne Job zu leben, um nur für die Kinder da zu sein, klingt das wenig überzeugend. Es scheint außerdem zwischen den Zeilen durch, dass die lästigen Arbeiten des Haushalts und der Versorgung seiner eigenen Kinder - trotz Hodgkinsons Freiberuflichkeit - überwiegend an seiner Frau hängenbleiben.

Sehr störend auch die (durchaus ernst gemeinte) ständige Wiederholung, wie wichtig es für Eltern sei, sich regelmäßig zu zweit oder mit Freunden tüchtig zu betrinken und ruhig am nächsten Tag bis mittags zu schlafen, weil die Kinder sich prima um sich selbst kümmern können. Dies ist heute - wo Alkoholismus eine Volkskrankheit geworden ist - nicht mehr schreibbar und auch nicht wirklich lustig.

Alles in allem: Ein paar gute Denkansätze, wie man mehr Fröhlichkeit und Entspannung in den Kinderalltag bringen kann auf der einen Seite - aber zuviel haltloses Geschwätz auf der anderen Seite. Ich habe das Buch - was bei mir selten vorkommt - nicht zu Ende gelesen, weil es immer weniger überzeugte.
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Etliche Aha-Erlebnisse
Tom Hogkinson wurde mir empfohlen. Bei der Recherche zum Autor bin ich als junger Vater über den Leitfaden gestolpert. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Jaksurf veröffentlicht
ich habe mich amüsiert
das buch ist wirklich eine gute unterhaltung, manchmal etwas überspitzt und ironisch - aber genau deshalb sehr interessant - weit entfernt von irgendwelchen... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von mr g veröffentlicht
voll witzig!
Das Buch ist echt witzig geschrieben, es entspricht viel der Wahrheit und Eltern sollten es sich ein bisschen zu Herzen nehmen...;-)
Vor 11 Monaten von maxtine veröffentlicht
Die Welt der Baumhäuser, Pappkartons und Lagerfeuer
"Der Samstagmorgen ist dafür da rumzuliegen und nichts zu tun" so Tom Hodgkinson, der uns bereits zum Müßíggang verführte (Anleitung zum... Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von Buchdoktor veröffentlicht
Bei den Hodgekinsons möchte ich Kind sein!
Nachdem ich selbst zwei Kinder großgezogen und im Laufe der Jahre auch viele Ratgeber für Eltern las, muß ich nun jubeln: Dies ist der... Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von Ella Popella veröffentlicht
Unterhaltsames GEGEN den Strich bürsten
Habe noch nie soviel beim Thema Erziehung gelacht. Habe schon mindestens doppelt so lange Erfahrung mit der Erziehung wie der Autor. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. März 2010 von G. E. Scheidt
So kann man das Kinderkriegen ganz gelassen angehen ....
Der Autor Tom Hodgkinson kann vor allem eines ganz besonders gut: er beruhigt uns werdende Eltern ungemein. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Februar 2010 von Chris MacFanky
amüsant zu lesen
das buch liest sich nett so nebenbei als bettlektüre. manches sieht man damit sicher viel lockerer. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Februar 2010 von mutter muttertier
faul ist nicht ganz das richtige wort
sehr erfrischend und heiter wie immer, die propaganda von herrn hodgkinson!
allerdings trifft das wort "faul" im titel den punkt nicht ganz: es geht weniger darum, sich... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Januar 2010 von roselove
Flache Ratschläge auf 316 Seiten breit getreten
Habe irgendwo eine recht positive Rezension in einer Zeitung gelesen (ich glaube es war die FAZ) und mir daraufhin das Buch bestellt und mit in den Urlaub genommen (1 Woche... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Oktober 2009 von 2-Kinder_Informatiker
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