Meine Comicsuchtphase ist vorbei. Wenigstens eine Sucht, die ich in den Griff bekam. Heute erfreue ich mich an Zufallstreffern und kleinen Entdeckungen. Dirk Meissner war mir jedenfalls als Name kein Begriff, obwohl er zahlreiche Preise auf dem Zeichnungstisch stehen hat und mir lieber ist als weit bekanntere, aber zynische Cartoonisten. Bei Meissners wunderschönen Zeichnungen spüre ich etwas von der poetischen Liebe Sempé.
Dirk Meissner wählt die Bürowelt, weil sie uns bekannt ist und bei eigener Betroffenheit leicht ausgelagert werden kann. Wir alle sind Vorgesetzte und Angestellte, Grossschnorrer und Drückeberger, Therapeuten und Patienten. Und wir alle lassen uns von der Poesie bezirzen. Dank Scanner und Drucker muss ich so schöne Bücher nicht mehr zerstören, um einen besonders liebevolle und treffende Cartoons an die Wand pinnen zu können. Wer das ebenfalls möchte oder auf der Suche nach einem Geschenk ist, wird bei Meissner fündig.