Ich hatte, wie schon andere vor mir, das Problem, dass das Mainboard von meinem alten PC den Geist aufgegeben hat. Da stellt sich dann natürlich die Frage: Neues Mainboard oder gleich neuen PC? Der Aufrüst-PC ist gerade für Leute, die ansonsten alles andere (Laufwerke, Festplatte etc.) noch haben, die perfekte Alternative.
Nun zur kurzen Beschreibung:
+ Mein PC wurde innerhalb von nur einem Tag verschickt und stand nach drei Tagen schon bei mir. Verpackung war alles top.
+ Netzteil und CPU-Kühler (Vorsicht, geht nach links raus, nicht nach hinten) verdienen das Prädikat "Silent" auch, der PC ist fast nicht zu hören.
+ 2048 MB DDR3-RAM sind für Spieler vielleicht ein bisschen wenig, aber erstmal ausreichend. Top ist, dass nur ein Riegel verbaut wird und noch ein zweiter Slot für eventuelles Nachrüsten bereit steht (Mainboard unterstützt bis zu 4GB pro DDR 3 Riegel, also kann bis maximal 8GB aufgerüstet werden).
+ Das Gehäuse wirkt hochwertig, schön sind die Anschlüsse für Front-USB und Sound auf halber Höhe (meine vorher waren ganz unten am Gehäuse, da musste man sich immer extrem verrenken, wenn man nen USB-Stick anschließen wollte.
o Die NVIDIA GeForce 7025 darf nicht mit einer Grafikkarte verwechselt werden. Es ist nur Onboard-Grafik und die 512MB-Ram Leistung deshalb auch irreführend. Sie reicht auf jeden Fall für Grafikprogramme wie CorelDraw oder Photoshop, Spiele sollte man damit aber nicht spielen wollen. Ich hab mir noch eine GeForce 8800GT gekauft, für welche die auch mal das ein oder andere Spiel zocken wollen ist das dringend zu empfehlen. (Der Rest des PC's reicht für aktuelle Spiele noch halbwegs aus, natürlich nicht für HighEnd).
o Wo ich grad bei Grafikkarte bin: Wenn man auf dem PCIe-Steckplatz eine verbaut, ist es fast unmöglich den ersten der 2 normalen PCI zu nutzen, weil die echt dicht aneinander hängen, dass ist schade, aber in meinem Fall nicht so schlimm.
o Und nochmal zur Grafikkarte: Die meisten aktuellen Grafikkarten brauchen einen 6Pin-Anschluss. Den hat das Netzteil nicht zu bieten, man braucht einen Adapter 2x5,25 Stecker auf 6pol. Die 5,25 Stecker sollte man als die alten Stromanschlussstecker für z.B. IDE-Festplatten oder alte Laufwerke kennen. Hier nun aber das Problem, es gibt nur zwei davon im PC. Das ist meines Erachtens zu wenig für einen Aufrüst-PC (da zu erwarten ist, dass die alten Teile, die noch eingebaut werden sollen, etwas betagter sind)...diverse Adapter sind aber nur Pfennigartikel, ist bloß ärgerlich, wenn nicht auf Anhieb alles angeschlossen werden kann. Neue SATA-Stromanschlüsse gibt es aber reichlich.
o Auf dem Mainboard ist 1 IDE-Steckplatz vorhanden, reicht für eine IDE-Festplatte und ein IDE-CD-Laufwerk. Mehr geht dann aber nicht. SATA-Anschlüsse hat das Mainboard dann aber ganze 4 Stück.
- Einziger Pinuspunkt: das Mainboard verfügt nur über eine VGA-Ausgang. Für große Bildschirme ist DVI dann doch besser, weil ein Digitalbild doch deutlich schärfer ist. Ich will aber keine Sorgen erzeugen, für alle Bildschirme kleiner als 24 Zoll reicht es noch sehr gut aus, VGA zu verwenden.
FAZIT
Lange Rede kurzer Sinn: Der Computer ist bis auf ein paar Kleinigkeiten (subjektives Gefühl) für den Preis wirklich sehr sehr zu empfehlen. Alte Komponenten lassen sich schnell und sauber verbauen, die neuen arbeiten prima. Für normale Office- und Grafikanwendungen kann man ihn getrost so lassen, für Spieler reicht der Kauf einer mittelmäßigen Grafikkarte (ab 30¤ im Fall der 8800GT) völlig aus. Der Prozessor verkraftet Spiele wie FIFA 2010, Call of Duty 4 oder Assassins Creed ohne Schwierigkeiten, selbst GTA 4 soll angeblich noch gehen.