An Leif Ove Andsnes zahlreiche internationale Auszeichnungen knüpft sich 2010 erneut ein ECHO Klassik an: Und zwar in der Kategorie „Editorische Leistung“ für das spektakuläre Multimedia-Projekt „Pictures Reframed“, das Andsnes 2009 zusammen mit dem südafrikanischen Aktionskünstler Robin Rhode initiierte, basierend auf Mussorgskys „Bilder einer Ausstellung“.
Leif Ove Andsnes hat sich als einer der wichtigsten Pianisten unserer Zeit etabliert. In der Saison 2010/2011 wird er als „Pianist in Residence“ bei den Berliner Philharmonikern tätig sein. Leif Ove Andsnes hat eine Professur an der norwegischen Academy of Music in Oslo inne und ist Gastprofessor am Royal Music Conservatory in Kopenhagen. Darüber hinaus ist er Mitglied der Royal Swedish Academy of Music.
1970 auf der Insel Karmøy im Westen Norwegens geboren, begann Leif Ove Andsnes 1986 sein Studium am Konservatorium in Bergen bei dem tschechischen Klavierprofessor Jiri Hlinka. Daneben hatte auch Jacques de Tiège maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung seines Spiels. 1989 gab Andsnes sein Debüt in New York.
Seine eindrucksvolle internationale Karriere hat ihn mit anerkannten Dirigenten wie Neeme Järvi, Ulf Schirmer, Esa-Pekka Salonen, Michael Tilson Thomas und Sir Simon Rattle zusammengeführt. Ausgedehnte Tourneen führten ihn nach Europa, Japan, Australien und den Fernen Osten. 2002 erhielt Leif Ove Andsnes die höchste Auszeichnung Norwegens, den „Commander of the Royal Norwegian Order of St. Olav“ verliehen. 2007 folgte der renommierte „Peer Gynt Prize“, der von der norwegischen Regierung für Verdienste im Bereich Kultur vergeben wird.
Auch für seine CD-Einspielungen wurde Leif Ove Andsnes mit allen wichtigen internationalen Preisen ausgezeichnet: Darunter mit dem Grieg-Preis, dem Gilmore-Preis, dem Londoner Royal Philharmonic Society Award und bereits viermal mit dem Gramophone Award, unter anderem für die Aufnahme mit Klavierkonzerten von Joseph Haydn, die Andsnes erstmals in Personalunion als Solist und Dirigent vorlegte, sowie die Klavierkonzerte von Schumann und Grieg mit den Berliner Philharmonikern unter Mariss Jansons. Seine erste Liszt-CD erhielt den ECHO Klassik 2002. Bereits mehrfach erhielt Andsnes den Preis der Deutschen Schallplattenkritik sowie den so genannten „Spellemannpris, den norwegischen Grammy. Sowohl 2006 als auch 2007 wurde Andsnes bei den Classical Brit Awards als „Instrumentalist of the Year“ geehrt.
Die 2005 vorgelegten Klavierkonzerte Nr.1 und 2 von Rachmaninoff (mit den Berliner Philharmonikern unter Antonio Pappano) erhielt unter anderem einen Preis der Deutschen Schallplattenkritik und bescherte dem norwegischen Pianisten erneut eine von inzwischen sieben „Grammy“-Nominierungen. Daran anknüpfend werden im Herbst 2010 die Klavierkonzerte Nr. 3 und 4 von Rachmaninoff mit dem London Symphony Orchestra – wiederum unter Antonio Pappano – folgen.
Andnes’ rege Aufnahmetätigkeit für Virgin Classics und EMI Classics als Exklusivkünstler umfasst mehr als 30 Aufnahmen, unter anderem Solo-Klavierwerke von Haydn, Chopin, Schumann, Liszt, Janácek, Grieg und Nielsen, Klavierkonzerte von Brahms, Britten, Grieg, Schostakowitsch, Rachmaninoff, Mozart und Szymanowskis „Sinfonia concertante“. Zusammen mit dem Artemis Quartett hat Andsnes die Klavierquintette von Brahms und Schumann eingespielt.
Neben Solo-Recitals hat Leif Ove Andsnes sich auch einen Namen im Bereich der Kammermusik gemacht. Seit 1993 leitet er mit großem Engagement das norwegische Risør Kammermusik-Festival, zu dem sich jährlich zur Sommersonnenwende eine Woche lang hervorragende Musiker einfinden. Die New York Times zählt das Risør-Festival zu den Top-Ten-Festivals der Welt.
Eine fruchtbare Zusammenarbeit verbindet den norwegischen Pianisten unter anderem auch mit dem Tenor Ian Bostridge – laut The Times „eine der bedeutendsten Musikpartnerschaften der Gegenwart“. Ihr Schubert-Projekt mit Liedern, Klaviersonaten sowie der „Winterreise“ fand 2009 mit dem „Schwanengesang“ seinen Abschluss und besitzt längst Referenzstatus
Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.