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Produktinformation
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E. M. Cioran wurde 1911 in Rasinari bei Hermannstadt in Siebenbürgen als Sohn eines griechisch-orthodoxen Priesters geboren. 1928 bis 1931 Studium der Philosophie an der Universität Bukarest. Bis 1939 erschienen fünf Bücher in rumänischer Sprache. 1937 kam Cioran als Stipendiat nach Paris, wo er als freier Schriftsteller lebte. Er starb am 20.6.1995 in Paris.
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Wenn der Leser nicht schon bei diesem verblasenen Gewäsch das Buch in die Ecke wirft, dürften ihm die folgenden 130 Seiten noch genügend Gelegenheit zu Reue und Zerknischung bieten, Geld für den „Leidenschaftlichen Leitfaden“ ausgegeben zu haben, denn in diesem Stil geht es weiter.
Dieses Buch ist eine unzusammenhängende Anklage, eine ermüdende Lawine von Metaphern, Superlativen und überspannten Sprachbildern, die sich über den unvorbereiteten Lesern ergiesst. Cioran spricht viel und sagt dabei nichts, sein Aufschrei richtet sich gegen niemanden und wenn man die Adjektive aus dem Text streicht, aus seinen hohlen Platitüden die Luft lässt, behält man nicht die geringste Aussage zurück.
Quasi jeder Satz lässt sich als Beispiel heranziehen, hier drei wahllose herausgegriffene Abschnitte:
- „Ästhetisches Nirvana der Welt: Das Höchste in höchstem Schein erringen. Nichts und alles sein im Schaum des Unmittelbaren . Und zu den Rändern des Ichs emporfahren, ins Unbedingte und Flüchtige.“
- „Hast du einen blühenden Mandelbaum gesehen, der sich sanft unter den Einflüsterungen der Brise schüttelt, und den zwischen seinen Zweigen herabgestiegenen unheilbar südlichen Himmel, so dass oberhalb des unmittelbaren Blühens sich das Auge nichts vorstellt, dann hast du auch die Augenblicke abgeschüttelt, um noch bitterer zu stürzen, in die Wüsten der Zeit.“
- „Die Gedanken haben sich vorübergehend ins Dasein verliebt, und wir sind stolz darauf, zu sein. Und unsere Schritte, ohne träumerische Scheu, schänden die Schatten und schreiten vertrauensvoll und selbstherrlich darüber hinweg. Ein Augenblick des Erwachens, mehr nicht- und die Fangnetze des vulgär Wirklichen haben sich aufgelöst, auf dass wir sehen was wir sind: Einbildung des eigenen Denkens“
Dem Leser, der mir jetzt vielleicht vorhalten will, ich hätte diese Sätze aus dem Zusammenhang gerissen, möchte ich mit aller Ernsthaftigkeit entgegenhalten, dass dieses Buch keinen inneren Zusammenhang besitzt:
130 Seiten aneinandergereihte aufgeblähte, pseudo-philosophische Worthülsen ohne Sinn oder Richtung.
Natürlich treffen nur die allerwenigsten Schriftsteller beim ersten Mal ins Schwarze, allerdings sollte gerade dann ein Verlag den Anstand besitzen, Spreu vom Weizen zu trennen und Schriften, die keinen Wert besitzen, auch nicht veröffentlichen. Der „Leidenschaftliche Leitfaden“ hat nur die schlechteste Note verdient, denn in diesem Buch steckt nicht die kleinste, nicht die allerkleinste Bereicherung.
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