Nach der Lektüre des Roman's "Frau Sartoris", von dem ich total begeistert war, bin ich nun vollkommen enttäuscht über den zweiten Roman "Leichte Verfehlungen" von Elke Schmitter !!!
Um es gleich auf den Punkt zu bringen, er reicht an "Frau Sartoris" nicht einmal im Mindesten heran u. ist, salopp gesprochen, einfach "grottenschlecht" !!! Dies ist jedenfalls meine Meinung.
Elke Schmitter versucht sich an einem "Salonroman" was als völlig gescheitert angesehen werden darf. Die Geschichte spielt im Milieu des sogenannten "Kulturbetriebs" rund um das Feuilleton u. langweilt schlicht u. ergreifend über die Maßen. Das was uns als geistreiche Einsprengsel daher kommen soll wirkt bemüht, gestelzt u. wie am Reißbrett konstruiert, blutleer. Darum kommt auch keine richtige Geschichte in Gang.
Ich frage mich jetzt noch, was war eigentlich die Geschichte, was wollte uns die Autorin sagen ???
Der Plot in Kürze, eine leicht angejahrte Frau aus besagtem Milieu verliebt sich während der Abwesenheit ihres Mannes in jemand anderen. Das die Protagonistin Selma Craiss heißt kommt mir fast wie ein billiger Treppenwitz vor, warum wurde sie nicht gleich Selma "Greis" genannt, das hätte dem geneigten LeserIN zumindest direkten Aufschluß über die Dame u. den Roman gegeben. Gleichzeitig werden noch andere Handlungsstränge eröffnet, indem noch andere "Schicksale" angerissen werden, das alles im Kontext von einer verquasten "Möchtegernkulturbetriebschilderung", einfach grauenhaft u. unsagbar öde, ich habe mich wirklich gezwungen das Buch zu Ende zu lesen, erstens, weil es gebunden u. somit teuer war u. zweitens, weil ich die Hoffnung nicht aufgegeben hatte, es könnte vielleicht doch noch einmal "besser" werden. Aber leider, leider, dies geschah nicht !!!
Eins kann ich mit Sicherheit sagen, diese Art Gesellschaftsroman muß man können, das ist eine hohe Kunst, die, umso leichtfüßiger sie daher kommt, umso "härtere" Arbeit bedeutet, Frau Schmitter kann es jedenfalls definitiv nicht !!!
Sorry !!!