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Leichen pflastern seinen Weg
 
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Leichen pflastern seinen Weg

Klaus Kinski , Jean-Louis Trintignant , Sergio Corbucci    Freigegeben ab 18 Jahren   DVD
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (33 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 6,00
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Produktinformation

  • Darsteller: Klaus Kinski, Jean-Louis Trintignant, Frank Wolff
  • Regisseur(e): Sergio Corbucci
  • Komponist: Ennio Morricone
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Mono), Italienisch (Mono)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 18 Jahren
  • Studio: STUDIOCANAL
  • Erscheinungstermin: 25. September 2001
  • Produktionsjahr: 1968
  • Spieldauer: 100 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (33 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00005LJBU
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 3.955 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

OFDb.de

So richtig konnte Sergio Corbucci nie aus dem Schatten des wohl bekanntesten Italowesternregisseurs Sergio Leone treten. Trotz "Django", der neben "Leichen pflastern seinen Weg" wohl sein bester Film ist gelang er nie zu dessen Ruhm, was wohl auf die unterschiedlichen Stile dieser beiden Ikonen zurückzuführen ist.

Einmal mehr steht mit Silence (Jean-Louis Trintignant, brilliert neben Kinski) ein einsamer, wortkarger Revolverheld im Mittelpunkt, der sich in vielerlei Hinsicht von verwandten Figuren unterscheidet. Nicht nur aus Geldgier und persönlichem Interesse oder eigenem Schicksal vorangetrieben, unterstützt er jene, die sich eigentlich seine Hilfe gar nicht leisten können.

Das Szenario könnte für einen Italowestern untypischer kaum sein. Erwarten den Zuschauer doch sonst Wüste und Staub, so spielt "Leichen pflastern seinen Weg" in einem kleinen Kaff in den Rocky Mountains, wo meterhoch Schnee liegt, klirrende Kälte herrscht und das Gesetz ausgenutzt wird. So trostlos wie die Landschaft, so pessimistisch ist die Atmosphäre. Kopfgeldjäger verdingen sich in "Snow Hill", erschießen Bewohner, die aus Hunger zu Dieben wurden und kassieren ihr Kopfgeld. In unmenschlichen Jagden, stets auf den eigenen Vorteil bedacht, jagen sie die, vor dem Gesetz schuldigen, Männer und Frauen wie Tiere, ohne auch nur einen Funken von Gedanken an ihre Taten zu verschwenden.

Als ein Sheriff (Frank Wolff) und Silence in diesem kleinen Kaff eintreffen, scheint sich das Blatt zu wenden. Der Hüter des Gesetzes, mit dem ein politisches Motiv eingefügt wird, soll, beauftragt vom Senator, dem Morden Einhalt gebieten, scheitert aber letztendlich an seiner Naivität und Leichtgläubigkeit.

So konzentriert man sich, unterstützt durch die einmal mehr kongeniale Arbeit Morricones, ganz auf das Duell zwischen Racheengel Silence und dem berüchtigten Kopfgeldjäger Loco, den Klaus Kinski in gewohnt unsympathischer, egoistischer und bösartiger Manier zum Besten gibt. Obwohl beide sich das Gesetz nicht im Sinne des Verfassers zu Nutze machen gewinnt der Schweigsame schnell die Sympathien des Publikums, kann aber gleichzeitig den listigen Loco nicht zu einer Leichtsinnigkeit treiben, wohl aber dessen Kollegen.

Corbucci inszeniert einmal mehr gewohnt trocken, konsequent und verzichtet komplett auf den aus Leone-Werken bekannten zynischen Humor. Alles wirkt dreckig, heruntergekommen und einfach. Keine Figur ist hier frei von Tadel, niemand seines Lebens sicher. Obwohl der massive Einsatz von Blut, die zur Schaustellung von Kopfschüssen und eine Softsexszene oft plakativ wirken, verdeutlicht er doch die Roh- und Skrupellosigkeit aller Figuren. Wer Hilfe anbietet oder sich aufopfert zeigt Schwäche, die hier umgehend bestraft wird. Isoliert von der Außenwelt, beginnt in einem verschneiten Kaff der Verfall der Menschlichkeit.

So untypisch wie der gesamte Film ist auch das Ende, dass nun so gar nicht zu den gängigen Genrekonventionen passt, da sich der vermeintliche Held zum Wohle der Gemeinschaft opfert, sie schlussendlich aber dadurch nicht rettet, sondern nur Hoffnung anbieten kann.

Fazit:
Ungewöhnlicher Western, der die Fassaden sämtlicher John Wayne Heldenepen einreißt und den wohl realistischeren Blick auf den "Wilden Westen" wirft. Begleitet von Ennio Morricones unverwechselbaren Klängen liefert Sergio Corbucci einen kompromisslosen, harten Western ab, in dem es keine Helden gibt. Jean-Louis Trintignant und Klaus Kinski sind als Widersacher unvergesslich und sorgen in der Winterlandschaft für eine Gänsehautstimmung, die nur selten ein Western dem Zuschauer so nah bringen konnte.

--- André K. (Blade Runner)

Produktbeschreibungen

Jean-Louis Tritignant und Klaus Kinski in dem legendären Italo-Western von Sergio Corbucci

Utah, im Winter 1896. Aus schierer Not werden verarmte Männer zu Outlaws. Gnadenlos werden sie von dem skrupellosen Kopfgeldjäger Loco und seinen Kumpanen verfolgt, und einer nach dem anderen wird umgebracht. Die Angehörigen und Freunde der ermordeten Männer engagieren den stummen Revolverhelden Silenzio. Er soll Loco töten. Doch der kaltblütige Kopfgeldjäger ist ausgesprochen clever. Er lockt seinen Gegenspieler in eine

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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Genreklassiker! 14. Januar 2008
Von Chaldroi TOP 500 REZENSENT
Format:DVD
Schon die allererste Filmeinstellung präsentiert genreuntypisch als Totale eine winterliche Landschaft. Spätestens dann aber, wenn sich wenig später Silenzio nach dem ersten blutigen Shoot-out zu Morricones gar nicht so optimistisch aber dennoch einzigartig klingender Titelmusik durch einen verschneiten Wald müht, während die Filmcredits über den Bildschirm laufen, ahnt man dass dieser Italo-Western etwas anders wird als man es von einem Italo-Western bisher gewohnt war.

Utha, im Winter 1896. In den Bergen rund um den verschneiten Ort Snow Hill verstecken sich Outlaws, keine Schwerverbrecher, sondern Männer die aus purer Not als Diebe - um nicht zu verhungern - mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind und auf die nun ein - meist geringes - Kopfgeld ausgesetzt ist. Sie hoffen auf eine von Gouverneur versprochene Amnestie. Währenddessen werden sie von Kopfgeldjägern gnadenlos gejagt und getötet. Den Kopfgeldjägern ist es egal dass auf den Steckbriefen die Option "Tot ODER Lebend" angeführt ist, das durch das Gesetz legitimierte Töten erscheint ihnen einfacher, so können die Gejagten nicht mehr davon laufen. Unterstützt durch Pollicut (Luigi Pistilli) dem örtlichen Bankier und Friedensrichter ist Loco (Klaus Kinski) einer der aktivsten und skrupellosesten der Kopfgeldjäger. Loco führt dabei über die Getöteten, wie ein Kaufmann über seine Ware, genau Buch.

Silenzio (Jean-Louis Trintignant) ist ein stummer, schwarz gekleideter Revolverheld der Kopfgeldjäger jagt. Er schießt seinen Kontrahenten entweder in den Kopf oder die Daumen ab. Auch er tötet im weitesten Sinne im Rahmen des Gesetzes. Er provoziert seine Opfer, so dass diese zuerst ziehen und erschießt sie dann quasi in Notwehr. Er wird überwiegend von Angehörigen der von Kopfgeldjägern Getöteten engagiert um deren Tod zu rächen. Warum Silenzio dies eigentlich tut klärt sich im Laufe des Films.

Nachdem Paulines (Vonetta McGee) Mann (den Pollicut in den Ruin trieb weil er hinter Pauline her ist) ebenfalls von Loco getötet wurde, beauftragt sie Silenzio der nun Loco töten soll. Doch Loco weiß um die Gefährlichkeit seines Gegners und lässt sich nicht so leicht provozieren.

Um dem Morden Einhalt zu gebieten wird vom Gouverneur der aufrechte Sheriff Burnett (Frank Wolff) nach Snow Hill entsandt. Doch auch er kann nach anfänglichen Erfolgen ein eskalieren der Gewalt nicht verhindern. So entlässt der Film letztlich den Zuseher betroffen mit Bildern von fallendem Schnee auf Leichen in winterlicher Landschaft.

Sergio Corbucci (Django, Mercenario) hat hier ein Hauptwerk des Italo-Western geschaffen. Brutal, zynisch und unbarmherzig. Die den ganzen Film über präsente Winterlandschaft sowie der wunderbare elegische Soundtrack von Morricone schaffen eine düstere morbide, für einen Western einzigartige, Atmosphäre. Neben der kompromisslosen Inszenierung (FSK 18 hat durchaus Berechtigung) durch den Regisseur ist vor allem das gute Schauspiel aller Beteiligten, vor allem aber das der Hauptdarsteller hervorzuheben. Trintignant spielt den stummen Revolverhelden sehr eindringlich und fungiert bald als Sympathieträger, obwohl auch sein Agieren einer moralischen Prüfung nicht ganz Stand hält. Kinskis Verkörperung von Loco ist eine seiner besten Rollen, angsteinflösend und diabolisch, jedoch im weitesten Sinne im Rahmen der Gesetze agierend, dabei auch erfreulich weit weg von seinem Klischee als unbeherrschter Wahnsinniger. Frank Wolffs Sheriff ist die einnehmende Verkörperung der gesetzlichen und vor allem moralischen Autorität, manchmal etwas linkisch und ungebildet wirkend, jedoch mit wachem Intellekt und obendrein ein ausgezeichneter Schütze, der gerade durch seine Rechtschaffenheit grandios scheitert. Vonetta McGee überzeugt in ihrem verzweifelten Bestreben das durch den Tod ihres Mannes, der Opfer gesetzlich sanktionierter Gewalt wurde, erlittene Unrecht zu rächen und dafür sprichwörtlich alles zu geben. Besonders aber das dramatische und kompromisslos-konsequente Finale wird sicher noch lange in Erinnerung bleiben. Es gehört zweifelsohne zu den Italo-Western Highlights.

Die Bildqualität der DVD ist an manchen Stellen nicht mehr so gut, was die Güte des Films aber nicht schmälert. Es ist dies doch schon eine ältere DVD Umsetzung von der man sich eine Neuauflage mit digital restauriertem Bild wünschen würde.

Als Extras gibt es:
Filmtrailer
Alternatives Ende (nur ohne Ton). Lt. DVD Cover für den japanischen Markt gedreht. Interessant anzusehen, weit weniger dramatisch als die Filmfassung. Kann mir auch nicht vorstellen dass dieses Ende ernsthaft verwendet werden sollte.
Unbedeutendes Interview mit Klaus Kinski das mit dem Film nichts zu tun hat. Darin ist Kinski jedoch weitaus weniger gelassen als im Film und rastet unmotiviert aus.

Für Musikliebhaber ist übrigens die Musik-CD mit der überwiegend elegischen Musik Morricones empfehlenswert.

Resümee: Ein Hauptwerk des Italo-Western das in einer DVD Sammlung enthalten sein sollte. Ein muss für Italo-Western Fans!
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Selten zuvor war ein Western so intensiv. Die Schneelandschaft vermittelt einem ein eisiges Gefühl und die allgemeine Situation der Bevölkerung ist erschreckend. Arme Bürger müssen aus der Not heraus stehlen und darum wird ein Kopfgeld ausgesetzt. Skrupellose Kopfgeldjäger werden davon natürlich magisch angezogen und sorgen für eine ordentliche Anzahl an toten Bürgern, denn lebend sehen sie die Diebe gar nicht gern.

Sergio Corbucci schuf mit diesem Film ein echtes Meisterwerk, einen Meilenstein für das Kino im Allgemeinen und den Western im Speziellen. Schlichtweg ein Kultfilm! Doch woran liegt das?

Zum einen an der Ausgangsposition, die so ziemlich jeden anderern Western in die Pfanne haut. Und dann natürlich an dem Verlauf der Handlung.

Der wortkarge Silence macht Jagd auf Kopfgeldjäger. Er provoziert jene, bis sie den Colt ziehen und ehe sie sich versehen hat Silence ihnen entweder die Daumen abgeschossen oder gar gleich das Leben genommen. Nett ist Silence also auch nicht gerade, aber dazu hat er auch absolut keinen Grund, wie man später im Film erfährt.

Jedenfalls ist auf der anderen Seite Loco. Dargestellt von einem hervorragenden Klaus Kinski, lässt sich dieser nicht provozieren. Denn Loco hat Krips und überlegt gut und ist ehrgeizig. So sieht man eine äußerst makabare Einsammelaktion von Loco. Er hat schon zwei Leichen auf der Kutsche und erinnert sich gerade dass er dort im Schnee noch eine verstaut hat.

Um nun dem Treiben rund um Snow Hill ein Ende zu betreiben, schickt der Gouvernor einen neuen Sheriff. Der hat anfangs ziemliche Probleme mit den armen Bürgern, die ihm das Pferd abnehmen, allerdings wird auch bald klar das man nicht mit ihm spaßen sollte, auch wenn er recht trollig aussieht mit seinen Augenbraun.

Die drei Hauptdarsteller wissen also absolut zu überzeugen und auch die Nebendarsteller werden gut gespielt. Die Regiearbeit ist sehr gut. Sonderlich außergewöhnlich neue Aufnahmen wie zB in Spiel mir das Lied vom Tod sind jetzt nicht dabei. Auch keine schnelle Schnitte wie im Finale von Zwei glorreiche Halunken. Dafür wird aber auch hier das Ende, gleich wie in den beiden gerade genannten Western, so super inszeniert, das man einfach sagen muss, dieser Regisseur hats drauf.

Die Musikkulisse stammt von Morricone und die Synchro finde ich passt auch ganz gut.

Fazit: Man kann ihn mit vielen Wort loben. Kult, Geniestreich, Meisterwerk, Meilenstein, Filmerlebnis, unvergessliches Ende. Es trifft alles zu!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Jimmy K.
Format:DVD
Als ich diesen Film noch nicht kannte, antwortete ich stets auf die Frage: "Was ist dein Lieblingswestern" mit dem Satz "Kann ich nicht sagen, ich finde viele gut." Nachdem ich diesen Film gesehen hatte, wusste ich, dass meine Antworten in Bezug auf die Lieblingsfilm-Frage in Zukunft anders lauten würden.

Der Western ist ein Italowestern aus dem Jahr 1968. Schöpfer dieses, für ein gesamtes Filmgenre revolutionären Films ist der italienische Regisseur Sergio Corbucci, der noch zwei weitere Western drehte, nämlich "Il mercenario" (deutsch: Mercenario - Der Gefürchtete) und Django.

Die Handlung spielt im US- Bundesstaat Utah im harten Winter des Jahres 1896. Wegen der Erbarmungslosigkeit der Witterung (der Schnee liegt meterhoch) und der Hoffnungslosigkeit ihrer sozialen Situation entschließen sich einige unbescholtene, aber bitterarme u. größtenteils arbeitslose Bürger, Verbrecher zu werden, um auf diese Weise doch noch ihre vom Hungertod bedrohten Familien retten zu können. Die Justiz weiß sich nicht anders zu helfen, als auf diese Bedauernswerten Kopfgelder auszusetzen, was diese wiederum in Scharen nach Utah treibt; unter ihnen befindet sich der psychopathische und grausam- verschlagene Loco (Klaus Kinski). Die Kopfgeldjäger machen nun, unter Locos Führung, Jagd auf die Kriminellen, wobei sie rücksichtslos vorgehen und alles töten, was sich ihnen in den Weg stellt.
Hoffnung naht in Gestalt des einzelgängerischen, stummen Revolvermannes namens Silenzio (Jean-Louis Trintignant). Keiner weiß, wie er wirklich heißt, doch sein Geschick im Umgang mit der Waffe (einer deutschen Mauserpistole) ist legendär und er ist auf eine Bitte der Gejagten bzw. der Hinterbliebenen der Kopfgeldjäger gekommen, um letzteren das scheußliche und unwürdige Handwerk zu legen. Doch bevor es dazu kommt, stellt Loco dem Stummen eine grässliche Falle...

Der Film begeistert durch viele Elemente, allem voran die hoffnungslose, düster-morbide Stimmung, die über allem liegt. Man meint richtiggehend, die Verzweiflung, Entbehrungen und Nöte der Gejagten, perspektivlosen Männer zu spüren, selbst zu erleben, wenn sie inmitten einer weißen, kalten Schneelandschaft um ihr Überleben kämpfen. Auf der anderen Seite stehen die stumme Gelassenheit Silenzios und die brutale Gier Locos, zwei Schauspieler, die nicht charakteristisch für den Western sind, dabei aber doch so vieles mehr für ihn geleistet haben als der stets stereotyp spielende, monotone John Wayne. Die schauspielerische Leistung der beiden ist meiner Meinung nach unangefochten die beste, die ich je in einem Film dieses Genres gesehen habe.

Jede Szene des Films ist ein Juwel für sich. Alleine, wenn Silenzio an dem Haus einer Mutter vorbeigeht, die soeben ihren Sohn verloren hat - im Hintergrund ertönt die leise Musik Ennio Morricones dazu (ebenfalls großartig) und ein Hund bellt, spürt man die knisterne Spannung sich aufladen, was schließlich darin gipfelt, dass Silenzio den Mörder des Sohnes stellt und in heroischer Art und Weise abknallt - in Gegenwart des unbeteiligten und gleichgültigen Sheriffs. Hinterher der Hilfssheriff: "Charley [der Mörder] war immer ein besonders schneller Revolverschütze - aber der andere [Silenzio] war noch schneller." Sheriff: "Ja, der versteht sein Handwerk."

Was den Film aber meines Erachtens nach zum besten, jemals gedrehten Film werden lässt, ist das Ende: Es verläuft ganz und gar western-untypisch; als Zuschauer ist man hinterher geschockt, betroffen und wütend angesichts einer so großen Schweinerei wie derjenigen, die man gerade eben über sich ergehen lassen musste - doch eben die Tatsache, dass der Film nicht so ausgeht wie hunderte, tausende andere Western; eben die Tatsache, dass der Film am Ende einen Weg beschreitet, den kein anderer jemals nahm, lässt den Streifen "Il grande silenzio" ("Leichen pflastern seinen Weg") zu einem einzigarten, niemals wieder erreichten Diamanten des Western werden. Bewegend, mitreißend, packend, zynisch, spannend, finster - realistisch.
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Leichen pflastern seinen Weg
Hervorragend !
Hier kann man wirklich sagen der Film ist so Scheiße
dass er schon wieder richtig gut ist !! Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Ch Boehnisch veröffentlicht
Leichen pflastern seinen weg
Geiler Film allein schon der Sountrack da spürt man schon die kälte
Der Film sollte in keiner Wester sammlung fehlen
Vor 7 Monaten von daniel veröffentlicht
Überbewertet
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