Ich habe mir dieses Fernglas nach reiflicher Abwägung und Vergleich mit dem Ultravid und dem Zeiss Victory gekauft und nie bereut. Die Farbbrillianz und Auflösung ist für mich nicht in Worte zu fassen, einfach mal damit im Zoo das Gefieder von z.B. Reihern oder Flamingos ansehen!
Die 10x25-Variante war mir für freihändiges Beobachten zu zitterig, das kann aber auch an meinem Kaffeekonsum liegen.
Im Vergleich zu durchaus nicht günstigen Gläsern von Zeiss, Nikon, Steiner oder Eschenbach hat das Trinovid in der Summe seiner Eigenschaften deutlich gewonnen. Bei allen anderen war entweder die Abbildungsleistung deutlich unterlegen (Nikon, Eschenbach, Steiner) oder die Fokussierung war irgendwie fummelig oder unintuitiv (Zeiss, Ultravid) oder die Haptik des Materials war einfach "nix".
Da kann ich auch über die fehlende Wasserdichtigkeit hinweg sehen; außer leichtem Niesel-Regen wird das Glas bei mir vermutlich keinen extremeren Umwelteinflüssen ausgesetzt. Der Aufpreis für das meiner Meinung nach erstaunlich fummelig zu bedienende (Dioptrienausgleichsknopf!) Ultravid ist für meine Anwendungsfälle jedenfalls nicht gerechtfertigt.
Lobenswert sind auch die ausziehbaren Okularhülsen, die mir bei Leica von allen durchprobierten Gläsern noch am besten und praxisgerechtesten gefallen haben. Dadurch kann ich (Kontaktlinsenträger) das Glas sehr schnell mit meiner Freundin (Brilenträgerin) wechseln.
Durch die geringe Größe habe ich das Glas im Urlaub auch tatsächlich immer dabei; das beste "große" Glas nutzt nichts wenn es daheim oder im Auto liegt, und solange man keinen Wert auf Einsatz in der Dämmerung oder Nacht legt bringt es auch optisch kaum Vorteile.
Ich kann das Glas auch nach zwei Monaten Benutzung vollkommen uneingeschränkt empfehlen. Für die gebotene Leistung ist das Glas geradezu preiswert.