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Leibniz war kein Butterkeks: Den großen und kleinen Fragen der Philosophie auf der Spur
 
 
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Leibniz war kein Butterkeks: Den großen und kleinen Fragen der Philosophie auf der Spur [Gebundene Ausgabe]

Michael Schmidt-Salomon , Lea Salomon
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (23 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
  • Verlag: Pendo; Auflage: 3 (März 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3866122802
  • ISBN-13: 978-3866122802
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,2 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (23 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 68.832 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»… der Forderung seiner Tochter, sich doch endlich mal in verständlichem Deutsch auszudrücken, ist der Vater in vorbildlicher Weise nachgekommen. « Spektrum der Wissenschaft

Kurzbeschreibung

Philosophie muss weder langweilig noch kompliziert sein – ganz im Gegenteil: Philosophische Fragen haben viel mit unserem Alltag zu tun. Dass dies so ist, beweisen der Autor und Philosoph Michael Schmidt-Salomon und seine 20-jährige Tochter Lea in ihrem gemeinsamen Buch. Angefangen bei der Frage nach dem Sinn des Lebens oder der Existenz eines Gottes erschließen sie im Dialog die philosophische Gedankenwelt auf höchst unterhaltsame und unkonventionelle Weise. Dabei werden abstrakte Begriffe wie Vernunft und Weisheit, Gerechtigkeit und Toleranz ebenso anschaulich erläutert wie die Frage nach dem Traum von einer besseren Welt. Ein unterhaltsames und lehrreiches Buch, das Lust aufs Philosophieren macht – für alle, die es wissen wollen und nicht die Neugier verloren haben, danach zu fragen.

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23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ich fühle mich selber und sehe auch andere oft ausgeschlossen aus den wirklich wichtigen Debatten dieser Zeit, weil die "Geheimsprache" der Philosophen vor uns vieles mehr versteckt denn erhellt. Das neue Buch von Michael Schmidt-Salomon "Leibniz war kein Butterkeks" hilft dem ab.

In einem sokratischen Dialog kommen Schmidt-Salomon und seine Tochter Lea ins Gespräch über "das Leben, das Universum und den ganzen Rest". Dabei berühren sie die Grundfragen der Philosophie, der Menschheit und des Menschseins.

Die beiden Dialogpartner halten sich nur kurz beim Thema Gott und Religion(en) auf. Im Interview daraufhin gefragt, sagte der Autor, 2im Grunde ist zum Thema Religionskritik ja alles Wesentliche schon gesagt worden und ich habe keine Lust, mich andauernd zu wiederholen."

Und so entwickelt Schmidt-Salomon ein humanistisches Weltbild, das auch als eine Art Lebensleitfaden gelten kann. Fern von Dogmen, aber mit viel Selbstverantwortung für den Einzelnen. Ob es dabei um das Erreichen eines "guten Lebens", um die menschliche Überheblichkeit gegenüber anderen Lebewesen oder um Sex und Tod geht: immer wird eine Möglichkeit eröffnet; eine Idee, wie das Leben zu gestalten ist, wenn wir dabei humanistische und ethische Werte zugrunde legen. Damit hebelt Schmidt-Salomon wie im Vorübergehen auch den Vorwurf aus, keine Utopie anzubieten.

Schmidt-Salomon erklärt nichts Neues im neuen Buch. Wer seine Ideen von einem modernen Humanismus aus dem Manifest und vor allem seinem Buch "Jenseits von Gut und Böse" kennt, kennt auch die Grundaussagen des Leibnitz-Buches. Allerdings hat der Autor das wunderbar Schwierige vermocht: komplexe Gedanken in relativ einfachen Worten auszudrücken.

Natürlich haben die Dialoge nicht so, wie aufgeschrieben, stattgefunden. Denn sonst hätten wir die Antwort der Tochter "Hä" (übersetzt als "Entschuldigung, das habe ich gerade nicht richtig verstanden. Könntest Du mir das bitte erklären?" [Seite 24]) häufiger lesen müssen. Und doch bleibt die Sprache so verständlich, dass auch ein Leser, der sich bisher weder an das Manifest noch an "Gut und Böse" wagte, Schmidt-Salomons Ideen nachvollziehen kann. Und im Idealfalle versucht, für sich umzusetzen.

Als Beispiel möchte ich auf seine Erklärungen zur Unterscheidung von "Moral" und "Ethik2 verweisen. (ab Seite 211) Diese Unterscheidung irritiert so manchen Berufsphilosophen, ist aber meiner Meinung nach nachvollziehbar und logisch im Kontext der Schmidt-Salomonschen Philosophie. Gleiches gilt auch für die Diskussion um den "freien Willen" und den Stolz. Ideen, die logisch klingen, wenn der Autor sie erklärt, die aber in der schlussendlichen Konsequenz schwer zu begreifen sind, weil sie so sehr unserer Erfahrung zu widersprechen scheinen.

"Leibniz war kein Butterkeks" sollte für Schüler im Ethikunterricht Pflichtlektüre werden und für neugierige Erwachsene ebenfalls. Moderne, moralinfreie Ideen für den Alltag das ist, was Michael Schmidt-Salomon und seine Tochter Lea Salomon dem Leser anbieten. Annehmen muss der Leser dann aber schon selbst mit dem Mut dessen, der sich seines eigenen Verstandes bemüht.

Und wenn es irgendetwas zu kritisieren gibt an dem Buch, dann das: es hört nach 287 Seiten auf.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Feroc
Format:Gebundene Ausgabe
Wirklich ein super Buch, seine Ansätze zeigen sehr gut, wie Moral und Ethik in dieser Welt funktioniert. Manchmal fand ich die Gespräche schon fast zu konstruiert und die Art wie er schreibt zu einfach. Aber allen kann man es wohl eh nicht recht machen.

Eine absolute Leseempfehlung von mir.
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35 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Direkt, provokativ und religionskritisch geht es zu im neuesten Buch Michael Schmidt-Salomons. Seine Tochter, Lea Salomon, befragt den bekannten Religionskritiker. Schmidt-Salomon antwortet auf den Punkt. Dafür erhalten die beiden von mir - unterm Strich - fünf Sterne.

Dies hat viele Gründe. Trotz anfänglicher Skespis: Bereits nach ein paar Seiten des Lesens wurde ich schnell ein Fan des Vater-Tochter-Dialogs. Schmidt-Salomons Philosophen-Kollegen bauen an verschraubten, kaum verständlichen Sprachgebirgen. Sie zerlegen abseitige Themen mit Riesenaufwand in mikroskopische Bestandteile. Hier dagegen geht es schnell, klar und direkt zu. Der Mut, sich dadurch unvermeidlicher Kritik auszusetzen, ist wertvoll. Lea Salomon trägt mit erfrischender Jugendsprache zum Unterhaltungswert bei. Inhaltlich ist das meiste gut nachzuvollziehen. Die Argumentation ist radikal (= an die Wurzel gehend) im besten Sinne. Erfrischend wirkt es, wenn alte Zöpfe abgeschnitten werden, statt sie zu frisieren. So lesen sich die ersten zwei Drittel des Buches angenehm und anregend.

Im letzten Drittel leidet dieser durchweg positive Eindruck. Dem Autor schien die Puste auszugehen.

Einzelne fragwürdige Inhalte und Interpretationen tauchen auf. Beispielsweise soll eine Flut islamkritischer Karikaturen fundamentalistische Moslems heilen. Okay, interessante Idee. Aber dann: "Wie bei allen Phobien" funktioniere nur das. Den Segen der professionellen Psychologie erhält der Autor für diese Konstruktion gewiss nicht! Ein anderes Beispiel: Das Lächerlichmachen religiöser Vorstellungen vertrage sich mit Respekt gegenüber den Gläubigen, meint Schmidt-Salomon. Ich denke: Derlei Humor ließe sich ja ethisch begründen. "Einer besseren Welt" kommen wir auf diesem Weg bestimmt nicht näher. Wer ausgelacht wird, bei einer Sache, die ihm zutiefst ernst ist, hört einfach nicht mehr zu. Soll denn nun die Welt verbessert werden? Oder geht es letzlich nur um die Freude an scharfer Rethorik und eindeutiger Positionierung?

Die Zuspitzung auf Religionskritik nervte zumindest mich zusehends. Das wird im Titel nicht angekündigt und angesichts explodierender Kernreaktoren in Japan: Es gibt noch andere wichtige Themen (und damit philosophische Fragen) in unserer Welt! Negativ wirkt auch die Statik des Textes. Obwohl Lea Salomon sich intensiv mit Lebensfragen auseinandersetzt, verändert sie sich im ganzen Buch nicht. Auch der schlaue, provokative und etwas distanzierte Autor bleibt immer der Gleiche. Er weiß immer weiter und irgendwie läuft es immer aufs Gleiche raus.

Die Einwände der Tochter sind letztlich bescheiden, fast unterwürfig. Zu "kopflastig" gehe es ihr zu,sagt die junge Frau einmal. Der Philosoph stimmt sofort zu. Wenig später erklärt er jedoch, wie Eifersucht mittels Vernunft geschwind abgeschaltet und wieder angeschaltet werden könne! Schöner lässt sich Leas Einwand nicht bestätigen. Aber es geht schon weiter, zum nächsten Thema, weg von der Emotion.

Besser zum Autor passt offensichtlich die Provokation. Zu Themen wie Drogengebrauch, Sterbehilfe und Tierschutz stellt Schmidt-Salomon steile Thesen auf. An ihnen werden sich seine Feinde erregt oder genüsslich abarbeiten. Wer dazu keine Lust hat, kann darüber hinweg gehen. Wer zu zart besaitet ist, für den ist das Buch nichts.

Alles in allem: Das Projekt hätte - wie vieles im Leben - besser gelingen können. Um jedoch keine ungleichen Maßstäbe anzusetzen, sei bilanziert: Hier sind fünf Sterne angebracht.
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