"L'education sentimentale" von Gustave Flaubert erzählt von dem Leben des Fréderic Moreau, der im Frankreich des 19. Jahrhunderts lebt. Dieser Roman zählt zu den grössten Romanen des französischen Realismus und erzählt von einem jungen Mann, der Hauptfigur, der am Ende seines Lebens auf ein Scheitern zurückblicken muß, weil er kein Held war, kein Mensch von Taten, sondern weil er das Schicksal über sich ergehen ließ. Frédéric Moreau verliebt sich in Madame Arnoux, die Frau von Jacques Arnoux, mit dem er sich, aus der einzigen Motivation heraus, seiner Frau näherzukommen, anfreundet. Von der ersten bis zur letzten Seite entgeht dem Leser dank der Flaubertschen Liebe zur detaillierten Beschreibung kein Element aus dem Leben von Fréderic und den Menschen, die ihn darin begleiten: Madame Arnoux und ihr Mann, Deslauriers, Fréderics Schulfreund mit hohen politischen Ambitionen, Rosanette, Fréderics Geliebte, Madame Dambreuse und ihr Mann ... Trotz der großen ideellen Liebe zu Madame Arnoux kommt es zu keinem Verhältnis zwischen ihr und Fréderic, dennoch füllt diese Liebe und diese Hoffnung auf ein Näherkommen sein Leben aus und hat für ihn mehr Bedeutung als jede Beziehung, die er eingeht. "L'education sentimentale" ist kein Schnulzenroman, sondern ein mäßig ergreifendes Werk, dass in erster hinsicht literaturwissenschaftlichen Wert besitz und mit dieser Betrachtung gelesen werden sollte.