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Lehrerzimmer [Englisch] [Gebundene Ausgabe]

Markus Orths
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (46 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 164 Seiten
  • Verlag: Schöffling (Januar 2003)
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-10: 389561095X
  • ISBN-13: 978-3895610950
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,4 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (46 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 312.383 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Literatur über Lust und Leid des Schülerdaseins hat eine lange Tradition, von Hermann Hesses Unterm Rad bis Crazy von Benjamin Lebert. Markus Orths wirft nach seinem viel beachteten Romandebüt Corpus zur Abwechslung mal einen Blick hinter die Lehrerzimmer-Türen.

Studienassessor Kranich tritt seine erste Stelle in der schwäbischen Provinz an und gerät in eine Bildungsanstalt, die Kafka und Orwell ersonnen haben könnten. Weil der Junglehrer beim Chef, Direktor Höllinger, sogleich einige Minuspunkte verbucht ("Alkoholexzesse, falscher Wohnort, Vornotenignoranz"), versucht er als dessen GSB ("Geheimer Sicherheitsbeamter") Boden gutzumachen und unbotmäßige oder bloß schlampige Kollegen, die ihren Schlüsselbund liegen lassen, ans Messer zu liefern. Gleichzeitig sympathisiert er mit der KG, den rebellischen Elementen unter den Kollegen, trifft sich mit ihnen im Hinterzimmer einer Stuttgarter Gaststätte und bekommt auf der Lehrer-Toilette gut gemeinte Warnungen zugeflüstert. Das Ganze ist -- natürlich! -- als Parodie gedacht: James Bond meets Schulbürokratie. Auf diesem Grat balanciert der ehemalige Lehrer Orths in einigen Szenen recht gekonnt ("nieder mit dem Maulwurf!"), insgesamt jedoch stürzt er böse ab.

Statt auf die realsatirische Wirkung der Schulszenerie zu setzen, dreht er fieberhaft an der Absurditätsschraube: Da geilen sich dauerfrustrierte Studienrätinnen an ihrem prallen Wissensschatz auf ("Weiter, Kranich, machen Sie weiter, hören Sie nicht auf."), wird besagter Maulwurf nach erfolglosen Verhören bei zugezogenen Vorhängen kurzerhand per Los ermittelt oder stürmen als Frösche verkleidete Schergen der "Klett-Diktatur" eine Fachkonferenz. Richtig getimte Slapstick- und Screwball-Einlagen bleiben die Ausnahme, es dominiert die umständliche indirekte Rede, die das Bürokratendeutsch mehr imitiert als persifliert. Nicht einmal die Schüler tragen zur Belebung bei, denn sie schaffen es auch hier wieder einmal nicht bis ins Lehrerzimmer.

Der Roman trägt Züge einer Abrechnung aus persönlicher Betroffenheit -- und insofern wird er sein Publikum unter Ex- und Noch-Lehrern wohl finden. Wer nicht zu den Insidern gehört, wird bei der Lektüre weder wirklich schlauer noch besonders gut unterhalten. Schade! --Patrick Fischer

Kurzbeschreibung

Der groteske Schrecken des Lehrerdaseins Mit rasendem Sarkasmus wirft Markus Orths dem Leser den Schulbetrieb zum Fraß vor. Hier liegt ein Schulroman vor, der sich satirisch dem Schrecken des Lehrerdaseins widmet. äDie Lüge, sagte der Direktor, sei das Elixier der Schule. Studienassessor Kranich, Englisch, Deutsch, lernt bereits an seinem ersten Schultag im Zimmer des Direktors, auf welche vier Säulen sich das gesamte Schulsystem stützt: Angst, Jammer, Schein und Lüge. äDie Lüge, sagte er gleich zu Beginn, das solle ich verinnerlichen, sei das Elixier der Schule. Jeder hier an der Schule lüge. Er, der Direktor, zuallererst. Leider wohne Kranich am falschen Ort, das gibt ein dickes Minus in der Leistungsbeurteilung - die wirklich wahren Kompetenzen eines jeden Lehrers, erfährt er, seien die Schlüsselkompetenzen. Für jeden gefundenen, vielmehr erbeuteten, Schlüssel, den er Direktor Höllinger beibringt, kann er sich in der Beurteilung nach oben schieben. Ehe Kranich sichs versieht, ist er mittendrin zwischen Oberschulamtspolizisten, Geheimen Sicherheitsbeamten und der KG, der Konspirativen Gruppe, ädie sich zum Ziel gesetzt hatte, das geltende Schulsystem zu unterminieren. Jedoch nicht wirklich, wie man sogleich einschränkte, da man den eigenen Arbeitsplatz keinesfalls ernsthaft würde aufs Spiel setzen wollen, sondern lediglich, wie man sagte, verbal. Und wie Kranich da wieder rauskommt ist im buchstäblichen Sinne revolutionär - atemlos und furios von einem überaus bemerkenswerten Erzähler in Szene gesetzt, seines Zeichens Lehrer übrigens. Im ersten Beruf.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
29 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Für die Bewertung dieses Buches spielt die Berufsgruppe des Lesers eine wahrscheinlich größere Rolle als gewöhnlich. Ich als Lehrerin halte diese Satire für so böse und gleichzeitig so treffend wie weniges, was ich über den Schulbetrieb gelesen habe. Wer nicht gallig lacht bei der Lektüre, hat vom Schulbetrieb keine Ahnung - oder ist schon viel zu lange drin. Ich liebe dieses Buch.
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77 von 87 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Kevin K.
Format:Taschenbuch
Wer schon immer einmal einen Blick hinter die verschlossene Lehrerzimmertür werfen wollte, dem sei dieses Buch empfohlen. Markus Orths versteht es, mit lebendigem Sprachstil und großem Wortwitz eine Realsatire zu liefern, die von Anfang bis Ende fesselt.

Hier möchte ich noch kurz einige Dinge aus der Produktbeschreibung der Amazon Redaktion richtig stellen:

1) "Statt auf die realsatirische Wirkung der Schulszenerie zu setzen, dreht er fieberhaft an der Absurditätsschraube: Da [...]stürmen als Frösche verkleidete Schergen der 'Klett-Diktatur' eine Fachkonferenz".

---> In Lehrerkreisen werden Vertreter des Klettverlages, in Anlehnung an ihr Werk 'Green(!)-Line', gern als 'Frösche' bezeichnet. Der Rezensent hat dieses Wortspiel offenbar nicht verstanden und nimmt an, die Vertreter hätten sich als Frösche verkleidet.

2. "Richtig getimte Slapstick- und Screwball-Einlagen bleiben die Ausnahme, es dominiert die umständliche indirekte Rede."

---> An manchen Stellen persifliert Orths ein 'Dienstherrendeutsch' ("er, Höllerich, möge ihm, Kleible, bitte einmal darlegen, wie er, Kleible, es anzustellen habe..."). Dies bremst den Lesefluss keinesfalls, sondern, im Gegenteil, trägt es zum Lesevergnügen bei. Mit "richtig getimte[n] Slapstick- und Screwball-Einlagen" hat dies im Übrigen nichts zu tun. Meines Wissens lag es auch nicht in der Absicht des Autors, eine Screwball Komödie zu schreiben.

3. "Der Roman trägt Züge einer Abrechnung aus persönlicher Betroffenheit -- und insofern wird er sein Publikum unter Ex- und Noch-Lehrern wohl finden. Wer nicht zu den Insidern gehört, wird bei der Lektüre weder wirklich schlauer noch besonders gut unterhalten. Schade!"

---> Eine persönliche Abrechnung irgendeiner Art kann ich in dem Buch nicht finden. Mir sind sowohl (ältere) Schüler als auch Eltern bekannt, die sich bei der Lektüre köstlich amüsiert haben . Im weiteren Sinne fallen diese beiden Gruppen auch zu den "Insidern". Folglich sind demnach alle Menschen "Insider", es sei denn, sie hätten niemals in ihrem Leben eine Schule besucht.
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34 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
als ehemaliger schüler an dem göppinger gymnasium, welches dreh- und angelpunkt der geschichte ist hatte ich direkten einblick in das verhalten der lehrer und den kompletten schulalltag. herr orths berichtet gekonnt überspitzt wie es sich hätte zutragen können und liegt oftmals nicht allzu weit weg von der realität. nicht nur für schüler des whg (so heißt die schule nämlich richtig) eine absolute pflichtlektüre!

herr orths hat damals unsere parallelklasse in englisch unterichtet und ich hatte oftmals auch persönlich mit ihm zu tun. es hat mir riesig spaß gemacht zu rätseln, welcher meiner lehrer sich hinter den pseudonymen verbirgt, deren charaktereigenschaften treffend beschrieben wurden.

einfach klasse. das hätte ich dem jungen mann garnicht zugetraut, der so verschlafen wirkte aber immer einen guten spruch auf lager hatte. das meiste, was er schreibt stimmt auch wiklich, wobei es natürlich überspitzt dargestellt ist. aber wirklich klasse.

p.s.: herr höllinger der rektor hat den namen von meinem ehemaligen nebensitzer, der damals als smv-ler der schulleitung das leben schwer gemacht hat. auch das war ein genialer geniestreich von herrn orths. für insider natürlich doppelt lustig!

also los und kaufen! habe mir gerade auch die beiden anderen bücher von ihm bestellt. bin gespannt!

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Die neuesten Kundenrezensionen
Ein Lehrer über Lehrer nicht nur für Lehrer!
Lehrerzimmer" liest sich spannend und ist höchst amüsant erzählt. Es handelt sich um eine Satire; zum Teil sehr bissige Satire, zum Schulsystem. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Peggy B. veröffentlicht
Alles bestens,gute Ware,gerne wieder.
Ich war sehr zufrieden mit der Qualität, der Versand war schnell und natürlich ein super Preis. Ich würde jeder Zeit wieder ei Buch vom Verkäufer kaufen.
Vor 7 Monaten von ropo veröffentlicht
Nettes Geschenk für angehende Lehrkräfte
Die Schwächen vorab: Markus Orths war damals noch nicht stilsicher. Ab und an kriegte er den Humor noch nicht wirklich hin. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Serenus Zeitblom veröffentlicht
Schlechtestes Buch aller Zeiten!!!
Ich habe kein Mal gelacht.
Ganz normale Alltags-Situationen wie sie jeden Tag in jeder Schule vorkommen. Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Pete Bleach veröffentlicht
=)
hab das buch so bekommen wie ichs mir vorgestellt habe. war auch nach wenigen tagen da. danke=)
Vor 22 Monaten von dinii veröffentlicht
Ein Muss für jeden Lehrer!
Dieses Buch ist ein Muss für jeden Lehrer. Die beschriebenen Situationen sind aus dem wahren Leben, teilweise etwas überzogen, doch wer selbst jeden Tag ins Lehrerzimmer... Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von march-boy veröffentlicht
Eine schwarze Satire auf den Schulbetrieb
Das Geheimnis des Schullebens, doziert Schuldrektor Höllinger, seien die vier Säulen, die er Angst, Jammer, Schein und Lüge nennt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Mai 2010 von Klemens Taplan
Schule als inneres Absurdistan
Würde Markus Orths in diesem kleinen fulminanten Roman nicht aufs schlimmste übertreiben und überzeichnen, würde er nicht eine tragikomische Burleske voller... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Januar 2010 von Heino Bosselmann
Authentizität pur
Gewiß, an manchen Stellen wirkt der Roman sehr pointiert und übertrieben.
Aber diese Satire trifft den bundesdeutschen Alltag an Schulen bzw. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. August 2009 von Detlef Rüsch
Ein Buch für zukünftige Lehrer
Das Buch "Lehrerzimmer" ist gut geschrieben, liest sich einfach und schnell und ist super lustig. Vor allem das Ende hat mir gefallen! Es ist nur zu empfehlen!!!!
Veröffentlicht am 5. Juni 2009 von Scheherasade
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