Im neunten Band wird eine detaillierte Darstellung der Methode der Greenschen Funktionen und der Diagramm-Technik gegeben, die die Entwicklung der statistischen Physik wesentlich bestimmte. Der gesamten Darstellung in diesem Band liegt die Landau-Theorie der Quantenflüßigkeiten als Ausgangspunkt und Rahmen zugrunde; solche speziellen Modelle wie wechselwirkungsfreie Quantengase werden lediglich zur Illustration der allgemeinen Theorie herangezogen. Die Vielfalt der behandelden Probleme aus der Quantentheorie der kondensierten Materie sowie Gründlichkeit und Originalität ihrer Darstellung machen dieses Werk so wertvoll.
Das Lehrbuch der Theoretischen Physik von L.D.Landau und E.M.Lifschitz ist buchstäblich die Bibel der sowjetischen Physikschule. Schon mehrere Generationen der Physiker in der Sowjet Union sind mit dieser in den vierzigen Jahren entstandenen Reihe aufgewachsen. Die sowjetische bzw. russische Physiker behaupten, es existiere nichts in der theoretischen Physik, was in Landau-Lifschitz Lehrbuch, nicht zu finden wäre. Das mag einerseits stimmen, aber als Lehrbuch ist dieses zehnbändiges enziklopädisches Werk eigentlich ungeeignet. Die ganze Reihe ist mit einer sehr formalen, lakonischen Sprache geschrieben, die meisten entsetzlichen Zwischenrechnungen sind dem Leser überlassen, die Anzahl der Bespielen und Übungen ist sehr gering, was das Verständnis des Stoffes sehr erschwert. Als Handbücher taugen die Bände ebenfalls kaum, denn das Sachverzeichnis ist extrem kurz und es kostet dem Leser sehr viel Mühe und Zeit das ihn interessierende Material zu finden. Das Lesen dieser Reihe ist eine große Herausforderung und stellt ein Vergnügen nur für eine geringe Anzahl der abgehärtesten Theoretiker dar. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)