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Lehrbuch Suchtprävention: Von der Drogennaivität zur Drogenmündigkeit
 
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Lehrbuch Suchtprävention: Von der Drogennaivität zur Drogenmündigkeit [Broschiert]

Gundula Barsch
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Produktinformation

  • Broschiert: 352 Seiten
  • Verlag: Neuland, Geesthacht; Auflage: 1 (Oktober 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3875812670
  • ISBN-13: 978-3875812671
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 14,8 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 577.887 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Gundula Barsch
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Zugegeben, der Titel »Lehrbuch« ist bewusst irreführend gemeint. Dies ist nicht noch ein weiteres Buch darüber, wie man denn nun, bevorzugt die armen Jugendlichen, vor den Risiken des Konsums von legalen und illegalen Suchtmitteln schützt. Es liefert auch keine Checkliste, die man abarbeiten kann, um zum gewünschten Erfolg einer drogenfreien Gesellschaft zu kommen. Nein, Bücher, die dies versprechen, gab und gibt es genug. Die bekannte Autorin Gundula Barsch, Professorin im Fachbereich Soziale Arbeit, Medien und Kultur der Hochschule Merseburg, entzaubert die bisherigen Präventionskonzepte des »Wir wissen, was gut für Dich ist« und »Es ist doch nur in Deinem Interesse«. Es geht um soziale Kontrolle und den Fetisch Gesundheit, um Medizinalisierung und Ordnungspolitik, um Substanzfixierung und den Bemächtigungsmythos. Ihre Thesen zum geglückten Substanzkosum, zur Drogenmündigkeit, fordern mit Sicherheit Widerspruch heraus, ermuntern zur lebhaften Debatte darüber, was Prävention bewirken sollte – und welches die Ziele sein könnten. Gibt es, wie die akzeptierende Drogentherapie, auch eine akzeptierende Prävention? Man mag die Ansätze und Ideen teilen oder nicht – in der Diskussion um eine Weiterentwicklung von Präventionsansätzen wird man an den Thesen von Gundula Barsch wohl nicht vorbei kommen.

Über den Autor

Prof. Dr. habil Gundula Barsch, Jahrgang 1958, promovierte im Fach Soziologie, habilitierte im Fach Sozialpädagogik, seit 1999 Lehrgebiet Drogen und soziale Arbeit an der HS Merseburg, 1994-1998, Leiterin des Referats Drogen und Menschen in Haft der Deutsche AIDS Hilfe, 1992-1995 Leiterin des Forschungsprojektes Entwicklung des Drogenkonsums unter Ostberliner Jugendlichen, 1989-1991 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Suchtklinik des Wilhelm-Griesinger-Krankenhauses in Ostberlin mit Themenschwerpunkt Alkohol und Alkoholmissbrauch, 1981-1989 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Akademie der Wissenschaften der DDR, Institut für Soziologie und Sozialpolitik, Forschungsschwerpunkt Lebensweisen, 1991 bis 1998 Mitarbeit im Bundesverband für akzeptierende Drogenarbeit und humane Drogenpolitik, von 1998-2002 Mitarbeit in der Nationalen Drogen- und Suchtkommission beim Bundesministerium für Gesundheit, seit 2000 Mitglied der Suchtakademie Berlin/Brandenburg.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
Befreiung 20. Februar 2012
Format:Broschiert
Das Lehrbuch ist deshalb so herausragend, weil es die Suchtprävention gleichermaßen aus dem Würgegriff des moralinsauren, erhobenen Zeigefinger befreit und aus der Vereinnahmung durch wie auch immer qualifizierte Fachleute, die aus ihrer spezifischen Expertensicht (als Mediziner, als Pädagoge...) letztlich den Konsumenten zum Objekt der Betrachtung und damit zum Nicht-Experten und mehr oder weniger behandel- und belehrungsbedürftigem Wesen machen. Stattdessen wird hier der persönlichen Entscheidungskompetenz und dem Recht der eigenen Lebensgestaltung - der Mündigkeit - die Bedeutung zurück gegeben, die sie für gelingende Lebensentwürfe hat. Und dies schließt eben auch die Mündigkeit in Bezug auf den Konsum psychoaktiver Substanzen ein. Die Thesen sind ungewöhnlich, aber durchweg nachvollziehbar und beeindruckend aus der Fülle des Wissens unterschiedlicher Professionen - vom Soziologen und Psychologen bis zum Mediziner - entwickelt.
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