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102 von 105 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Gedicht von einem Spiel!, 23. Dezember 2006
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: The Legend of Zelda: Twilight Princess (Videospiel)
"Every game has a story. Only one is a legend." Mit diesem Spruch wurde der umstrittene Twilight Princess Vorgänger "The Windwaker" beworben. Doch wenn dies auf ein Zelda-Titel zutrifft, dann auf "Twilight Princess"!
Es gibt so viel zu diesem Spiel zu sagen, doch ich möchte mich hier mal auf rein subjektive Eindrücke beschränken. Denn eines vorweg:
Ich liebe dieses Spiel jetzt schon. Kein Spiel seit mehr als 5 Jahren hat mich derart beeindruckt wie LoZ:TP.
Erst jetzt, beim 2ten mal Durchspielen, wird mir wirklich bewusst, wie genial das Spiel "komponiert" ist. Der Spielablauf ist so unglaublich intelligent gemacht, dass es einem fast die Sprache verschlägt.
Während das Spiel anfangs sehr linear ist und man immer ein klares Ziel vor Augen hat, eröffnet sich die volle Freiheit der Spielwelt erst nach dem dritten Dungeon. Dafür wird das Spiel gerade am Anfang immer wieder durch wunderschöne Zwischensequenzen aufgelockert und man MUSS einfach weiterspielen um zu wissen, was als nächstes passiert. Im späteren Spielverlauf entsteht die Motivation viel eher aus Entdeckungsdrang. Da ist diese riesige Spielwelt, voller liebevoll gestalteter Charaktere und zahlreichen Sidequests, welche es zu entdecken und zu meistern gilt.
Und noch eines zu den Zwischensequenzen: Ich hatte hohe Erwartungen was dies betrifft, aber TP übertrifft dies mühelos. Fast wie in einem Film werden die Charaktere in Szene gesetzt, vor Hintergründen, die immer die Atmosphäre der Szene unterstreichen. Und was dem ganzen die Krönung verpasst ist der absolut herausragende Soundtrack. Ich habe viele Spiele gespielt, aber noch NIE hat mich ein Soundtrack derart berührt wie bei diesem Spiel. Selbst mit dem genialen Herr der Ringe OST kann der TP-Soundtrack mithalten. Besonders wer die anderen Zelda Teile gespielt hat, wird hier auf seine Kosten kommen. Jedes bekannte Zelda-Theme wird hier aufgegriffen und leicht abgewandelt wiedergegeben, teilweise mit anderen Zelda-Themen gemischt und erklingt in neuem Glanz. Die Leistung der Leute die hierfür verantwortlich sind, kann man garnicht genug würdigen. Der Soundtrack bekommt eine klare 1+!
Leider gibt es selbst bei diesem Spiel ein paar Kritikpunkte:
Zum einen sind die Endgegner leider viel zu leicht. Gut, ich bin ein alter Hase, was Zelda-Spiele angeht, aber selbst absolute Neulinge dürften mit den Endgegnern kaum Probleme haben. Das ist umso mehr schade, da die Endgegner wirklich clever Designt sind und immer eine bestimmte Taktik vorraussetzen. Nur sind sie ganz einfach zu harmlos. Wirklicher Stress, man müsse sich wirklich anstrengen um den Endboss zu schaffen entsteht selten.
Zweiter Kritikpunkt sind die Sidequests. Es gibt viele, aber meistens sind es leider "nur" Minigames. Wirkliche Geschichten erzählen die Sidequests so gut wie nie. Dafür sind diese Minispiele sehr abwechslungsreich und fordernd. Aber ich möchte hier nicht zu viel verraten, lasst euch überraschen.
Fazit: Machen wir es kurz, Zelda:TP ist ein Meisterwerk. Es ist nicht perfekt, aber jede Sekunde die man spielt hat man das Gefühl, man spiele ein Spiel, dass einfach von Leuten gemacht wurde, die ihren Job lieben. Die Story ist für Zelda Verhältnisse sehr tiefgründig und gespickt mit Überraschungen, die Zwischensequenzen sind wunderbar atmosphärisch, der Soundtrack ist absolut genial und der Spielablauf ist unglaublich clever. Das Spiel steckt voller liebevoller Details, von denen man wahrscheinlich nach 5mal Durchspielen nicht alle entdeckt hat. Wer Videospiele nicht einfach nur für Zeitvertreib, sondern für eine moderne Kunstform hält, wird mit Zelda:TP Spass haben, wie ewig nichtmehr. KAUFEN!!!
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207 von 218 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Aus der Einsteigerperspektive, 19. März 2007
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: The Legend of Zelda: Twilight Princess (Videospiel)
Ob eine hundertste Rezension zu diesem Spiel tatsächlich notwendig ist, mag ein jeder beurteilen wie er will. Doch fühle ich mich in meiner Situation als "Konsolen-Neuling" dazu berufen eine Rezension aus eben dieser Perspektive beizusteuern.
Zwar hatte ich schon zweimal das Vergnügen Link durch Hyrule zu steuern, doch damals noch auf dem SNES und Game Boy. Danach verabschiedete ich mich von der Videospielwelt und bin nun einer der typischen Menschen welche Nintendo als Zielgruppe für die Wii erreichen wollte.
Beim ersten Start fiel mir die wirklich gelungene und wunderschöne Grafik auf. Es machte mir Spaß durch die Welt und Dungeons zu ziehen und oft blieb ich stehen um mir manche Szenerie genauer anzusehen. Zu bemängeln ist allerdings eine gewisse Unschärfe, gerade in der Schattenwelt. Dies ist vermutlich in der düsteren Schattenwelt durchaus gewollt, verdirbt aber ein wenig den Spielspaß wenn man wichtige Dinge einfach übersieht. Dies geschieht zum Glück aber nur sehr selten.
Das Dungeon-Design schwankt ein wenig. Manch ein Dungeon ist sehr detailliert, ein anderer hingegen wirkt förmlich kahl. Das kann man bemängeln, trägt allerdings mit zur Atmosphäre bei. Der Zeittempel z.B. soll durchaus den Eindruck erwecken, dass er zwar intakt, aber völlig verlassen irgendwo zwischen den Zeiten verweilt. Lediglich in der Wolkenstadt ging es mir zuweilen zu leblos zu. Für eine bewohnte Stadt war eindeutig zu wenig los und ein einziger kümmerlicher Laden lässt diesen Eindruck weiter bestehen.
Die ungewohnte Wii-Steuerung erlernt man sehr schnell und nach ein bisschen Gewöhnungszeit geht alles leicht von der Hand. Die Spezialtechniken werden gut erklärt und man kann sie schnell einüben, bei den meisten Kämpfen reicht jedoch schon wildes herumfuchteln mit Wiimote und Nunchuk.
Die Geschichte wird sehr schön erzählt, breitet sich langsam aus und hat hier und da ein paar Wendungen, Außergewöhnliches wird jedoch nicht geboten. Ein wenig vermisste ich die Interaktion mit anderen Charakteren, wie ich sie z.B. aus Link's Awakening kannte. Bis auf die ständige Begleiterin Midna lernt man kaum jemanden näher kennen und die sonstigen Gespräche beschränken sich auf simple "Geh dahin und besorg mir das"-Dialoge. Tiefere Nebencharaktere hätten sicherlich positiv zur Spieldichte beigetragen.
Beim Schwierigkeitsgrad war ich doch sehr verwundert. Obwohl ich seit Jahren keine Konsole besaß und somit völlig unerfahren bin, was moderne Spiele angeht, musste ich im gesamten Spielverlauf nur einmal mein Leben lassen und dies direkt in der Anfangsphase, als für mich nach alles neu und schwierig war. Da hätte es ruhig zum Ende hin ein wenig mehr sein können. Lediglich die Drillhöhle und das Statuen-Rätsel vor dem Masterschwert stellten für mich Herausforderungen dar. Trotz der wenigen Herausforderungen brauchte ich 60 Stunden um wirklich alles zu meistern und zu entdecken. Langeweile kam in dieser Zeit nicht auf. Das lässt sich sehen.
Alles in allem gibt es also fünf Sterne für den Spielspaß, denn der ist auch Dank zahlreicher Auflockerungen in Form von Minispielen (Angeln, "Snowboarden", Murmelspiel, etc.) sehr hoch und lässt auch über längere Zeit nicht nach. Einen Punkt Abzug in der Gesamtwertung gibt es dann aber doch aufgrund der relativ niedrigen Herausforderung, der zwar stimmigen aber wenig innovativen Geschichte und der mangelnden Interaktion mit anderen Personen, die hier sträflich vernachlässigt wurde und sich auf wenige Sätze beschränkt.
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174 von 191 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"Je stärker der Wunsch, desto mächtiger die Erfüllung", 13. Dezember 2006
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: The Legend of Zelda: Twilight Princess (Videospiel)
Über 15 Jahre ist es her, dass das Triforce dem Spieler diesen Satz entgegenhauchte. Man könnte meinen, dass das Resultat wenige Jahre später unter dem Namen 'Ocarina of Time' auf dem Nintendo 64 erschien und zu einem Instant Classic avancierte, der noch heute bei Spielern und Kritikern gleichermaßen hoch in Ehren steht. 2 gute, aber leider nicht 100%ig ebenbürtige Zeldas folgten: 'Majora's Mask' und 'The Wind Waker' spalteten die Fans, doch bei einem waren sie sich ziemlich einig ' Ocarina of Time war noch immer der Heilige Gral in der Legende um die hübsche Prinzessin Zelda. 2006 jedoch schickt sich Nintendos neuestes Meisterwerk an, die übergroßen Fußstapfen von 'Ocarina of Time' auszufüllen. Dass es Zelda ist und sich die Innovationen aufgrund seines Nachfolger-Status in Grenzen halten lasse ich im Folgenden außen vor, denn immerhin handelt es sich um Zelda. Die Formel ist und bleibt zeitlos. In meiner Rezension erkläre ich ausführlich, warum 'The Legend of Zelda ' Twilight Princess' nicht nur die Erwartungen vieler Zelda Fans übertrifft, sondern auch, was es zu einem der besten Videospiele aller Zeiten macht.
100 Jahre sind seit dem Einkerkerungskrieg vergangen; seit Ganon aus Hyrule verbannt wurde, doch abermals zieht ein Dunkel herauf, welches das Königreich zu verschlingen droht. Als Link brecht ihr nun auf, um diese aufkommende Finsternis, das namensgebende Twilight, zurückzuschlagen. Doch wer oder was ist die Ursache? Ist es wieder Ganon? Ein neues Übel? Twilight Princess klärt euch während eines Abenteuers von epischen Ausmaßen darüber auf, doch vor 40 Stunden werdet ihr den Abspann nicht zu sehen bekommen. Wenn ihr es schafft, dem Fortschreiten der Story zu widerstehen und die endlosen, teilweise brillanten Sidequests miteinbezieht, könnt ihr sogar an die 100 Stunden in Hyrule zubringen, ohne euch zu langweilen. Twilight Princess ist mit Abstand das gewaltigste Zelda Spiel. Ob man nun die unglaublich riesige Spielwelt betrachtet, die zwar in ihren Maßen nicht gaaaaanz mit 'Shadow of the Colossus' konkurriert, dafür aber mit NPCs und Geheimnissen gespickt ist; die Story, die mit etlichen Wendungen und einer perfekten Länge aufwartet oder die Masse an Items, die in den ebenfalls zahlreichen Dungeons gefunden werden können' Twilight Princess degradiert seine Vorgänger zu den sieben Zwergen. Auch ist das Spiel im Gegensatz zu Wind Waker wesentlich härter geworden und es ist keine Seltenheit, dass man die Hilfe einer Fee in Anspruch nehmen muss, so man denn eine dabei hat. Ich will nun genauer auf die einzelnen Punkte eingehen.
Eins vorweg: Die Story ist trotz ihres eingesessenen Gut/Böse-Prinzips zum niederknien. Ich werde hier nichts spoilern, ich kann nur versichern, dass sich in Twilight Princess die emotional packendste und wendungsreichste Geschichte seit dem Erscheinen der Serie verbirgt und es ist eine sadistische Zwickmühle, vor die Wahl gestellt zu werden, die unendlichen Sidequests und Geheimnisse zu erleben oder die fordernde, grandios erzählte Story zu verfolgen. Nicht nur, dass ich stellenweise mit offenem Mund vor dem Bildschirm gesessen und mich ob der Düsternis der Bilder gefragt habe, ob ich da wirklich ein Nintendo-Spiel spiele, sondern die generelle Präsentation der Zwischensequenzen katapultiert sich ohne Weiteres an die Spitze dessen, was ich bisher in meiner bald 20 Jahre währenden Videospielgeschichte erlebt habe - eine Meisterleistung der Regie. Seien es nun die bereits erwähnten unerwarteten Wendungen, die glaubwürdig gezeichneten Charaktere oder einer der besten Showdowns der Videospielgeschichte ' ich hätte stellenweise vor Freude, Überraschung und schierer Überwältigung am liebsten aufgeschrieen. Für einen Zelda Fan der ersten Stunde offenbart sich hier das wahre El Dorado.
Viel trägt die abermals von Koji Kondo geschriebene Musik dazu bei. Nintendo hat sich leider Gottes noch immer nicht für eine komplette Orchestrierung entschieden (obwohl das mittlerweile vom Platz auf den Datenträgern mühelos möglich wäre), doch die Melodien, teils Neue, teils liebgewonnene Alte, gehen ziemlich rasch ins Ohr und man ertappt sich immer wieder beim Mitsummen. Für mich immer ein gutes Zeichen! Das Thema der Oberwelt, welches sich dynamisch nach Tag und Nacht, Freund und Feind, Fuß und Pferd richtet, halte ich ebenfalls für die Krone aller Oberwelt-Themen und für die, für die es von Belang ist ' JA! Das Oberwelt Thema aus 'The Legend of Zelda' und 'Link to the Past', DER Zelda-Gassenhauer schlechthin, ist auch wieder mit von der Partie. Der Sound ist bekannt, was sowohl positiv ist, da damit das Zelda-Feeling nur verstärkt wird, gleichwohl aber auch negativ, weil er langsam aber sicher ein wenig antiquiert klingt. Einer der wenigen Punkte, auf die Nintendo beim nächsten Teil massiv aufbauen kann ' es ist aber um Gottes Willen kein großer Kritikpunkt.
In Zeiten von PS3, XBox360, HDTV und HDMI wirkt die Grafik vielleicht ein wenig altbacken: Ein paar maue Texturen hier und ein paar undetaillierte Charaktere/Objekte da trüben das Sehvergnügen, die Direktion aber mit einem vorbildlichen NPC/Monster/Endgegner-Design macht diesen Rückstand an Technologie wieder wett. Alte Bekannte erstrahlen in gewaltiger, teils Furcht einflößender Pracht und jeder Bosskampf, jedes Betreten einer neuen Umgebung und jede neu entdeckte Animation ist wieder ein Augenschmaus. Epona allerdings kommt nicht an Agro, das Ross aus Shadow of the Colossus, heran. So viel sich Nintendo stellenweise auch an diesem Spiel orientiert hat, beim Pferd haben sie das leider versäumt.
Natürlich ist die größte Neuerung die Bedienung. Viel muss ich dazu nicht mehr sagen, ich komme daher gleich zu meinem Fazit. Ich war nach vielen vielen Stunden des Spielens weder müde noch hatte ich Schmerzen, ich langweilte mich auch nicht nach dem fünfzigsten Gegner und ich hatte immer wieder aufs neue Spaß. Fakt ist, dass diese Art der Steuerung ein Mittendrin-Gefühl vermittelt, wozu kein anderer Controller der Konsolenwelt im Stande ist. Ob ich nun mit dem Bogen schieße, das Schwert schwinge oder angle, ich fühle mich stets, als hätte ich die ganzen Jahre zuvor niemals wirklich ins Spielgeschehen eingegriffen. Natürlich ist es möglich, die zahlreichen Bewegungen einfach mit einem Streich des Handgelenks durchzuführen, aber zum Beispiel beim Endkampf (aber nicht nur da) stand ich im Zimmer und fuchtelte herum wie ein Wahnsinniger. Selten so viel Spaß gehabt!
'Je stärker der Wunsch, desto mächtiger die Erfüllung'' Aktuell wie vor 15 Jahren. Nintendo hat es tatsächlich geschafft, sich mit einer Hausfranchise von dem Kinderimage loszusagen und ein Epos abzuliefern, welches man ihnen nie zugetraut hätte. Das bewährt geniale Zelda-Konzept mit dem brillanten Dungeondesign und fordernden Sidequests verbindet sich mit wunderschöner Musik, epochalem Umfang und einer Story, die ohne Weiteres mit allen Spitzentiteln des Genres konkurrieren kann. Wenn ich negative Punkte aufzählen müsste, würde ich mich an Firlefanz wie 'zu vielen Rubinen', 'veraltetem Soundschema' oder 'stellenweise mauen Texturen' aufhalten, was aber im Gegensatz zu der Perfektion dieses Spiels lächerlich wäre. 'The Legend of Zelda ' Twilight Princess' ist für mich nicht nur das beste Spiel 2006 und der dickste Fisch unter den Starttiteln seit Super Mario 64, sondern ich halte es für die Krone des Action-Adventure Genres, den ausgereiftesten und mitreißendsten Zelda Titel bislang und schlicht für eines der besten Spiele aller Zeiten.
Grafik: 9/10
Sound: 8.5/10
Bedienung: 9.5/10
Story: 9.5/10
Spielwelt: 10/10
Umfang: 10/10
Gesamt: 10/10
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