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159 von 193 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das bisher beste Zelda?, 18. November 2011
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: The Legend of Zelda: Skyward Sword - Special Edition (inkl. Orchestra CD) (Videospiel)
**Edit 25.11.11** Das ist aus mehreren Gründen sicherlich nicht so einfach zu beantworten. Zum einen liegt es im Angesicht des Betrachters und ist eine Geschmacksfrage, zum anderen ist es schwierig Spiele aus verschiedenen Generationen zu vergleichen. Dennoch: The Legend of Zelda: Skyward Sword macht verdammt viel richtig und ich werde euch jetzt versuchen in einer übersichtlichen spoilerfreien Rezension zu zeigen was und wieso: Grafik: ***** Skyward Sword ist wie ein bewegendes Gemälde, es ist Kunst. Man kann es als eine Mischung aus Wind Waker und Twilight Princess ansehen. Meiner Meinung nach einfach wunderschön anzuschauen. In diesem Punkt wird mir natürlich nicht jeder zustimmen. Was man jedoch auf keinen Fall abstreiten kann, ist, dass in der Grafik unglaublich viel Liebe zum Detail steckt und das es sich spielt wie aus einem Guss. Außerdem ist die Grafik zeitlos, das heißt sie wird in Jahren immernoch schön anzuschauen sein, wohingegen "realistisch" aussehende Spiele schnell altern. Präsentation: ***** Diesmal hat sich Nintendo viel Mühe bei der Story gegeben. Ich will nicht zu viel verraten, aber es werden einige unerwartete Wendungen passieren. Die Zwischensequenzen und Handlungswendungen sind sehr gut inszeniert und lassen einen mit Spannung erwarten, was wohl als nächstes passiert. Endlich gibt es auch wieder originelle Charaktere, die wohl sehr lange in Erinnerung bleiben werden. Verbunden mit vielen Sidequests, wie es es seit Majoras Mask nicht mehr gab. Sound: ***** Zelda-Musik ist einfach legendär. Zwar sind in diesem Teil keine wirklich neuen Ohrwürmer wie z.B. in Ocarina of Time enthalten, dennoch wird das Spiel kontinuierlich von schöner Zelda-Musik begleitet und oft findet man Altbekanntes wieder, zum Teil in anderen Versionen. Zum allerersten Mal ist die Musik mit einem Orchester aufgenommen worden und das hört man auch. Gegen die Qualität kann man nichts sagen. Gameplay: ***** Hier bietet das Spiel wohl die größten Neuerungen im Vergleich zu alten Teilen und damit auch seine größten Stärken bzw. Schwächen. Ich persönlich finde die neue Steuerung großartig! MotionPlus hat bei mir zu 100% immer funktioniert, ich musste kein einziges mal nachjustieren. Zunächst wirkt alles leicht verzögert (wirklich GANZ leicht), aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran und es fällt einem gar nicht mehr auf. Neben dem Schwert werden auch alle Items mit MotionPlus gesteuert, so kann man zB. seinen Käfer durch die Luft fliegen lassen oder Bomben werfen oder rollen. Wer wollte nicht schon immer mal das Gefühl haben Links Schwertbewegungen 1:1 auszuführen. Ich möchte nie wieder eine andere Steuerung für ein The Legend of Zelda Spiel, es fühlt sich einfach richtig an! (Ich sagte, dass das neue Gameplay auch eine der größten Schwächen des Spiels sein könnte, da man keine Möglichkeit hat auf Klassische Steuerung umzustellen, da das Spiel ja voll und ganz auf MotionPlus ausgelegt ist. Nicht jedem wird die neue Steuerung gefallen, aber ich bitte euch, sie nicht schon vor dem Testen zu verteufeln und der ganzen Sache eine Chance zu geben, man gewöhnt sich wirklich schnell daran!) Dungeons & Bosse: Hier liegt eine der großen Stärken von Skyward Sword. Die Dungeons sind allesamt fantastisch. Eine gute Dungeonqualität ist man ja von Zelda gewohnt, aber diese wird hier meiner Meinung nach noch einmal übertroffen, denn sie sind unglaublich atmosphärisch und mit wirklich netten Rätseln versehen. Das Sahnehäubchen jedes Tempels ist der Bosskampf. Ich will nicht zuviel verraten, aber die Bosskämpfe sind legendär. Zwar läuft es zu 90% wieder nach dem Schema: "benutze das gefundene Item gegen den Boss an seiner Schwachstelle" ab, aber die Kämpfe sind so gut inszeniert, dass trotz der einfachen Durchschaubarkeit ein geniales Spieleerlebnis entsteht. Hier sind meiner Meinung nach einige der besten Bosskämpfe der The Legend of Zelda Serie dabei! Schwierigkeitsgrad: Es hat einen gute Grund, wieso man nicht wie normalerweise mit drei, sondern mit sechs Herzen das Spiel beginnt. Viele Gegner ziehen mit einem Treffer gleich ein ganzes Herz ab und wenn ich ehrlich bin, mit drei Herzen wäre ich das ein oder andere Mal in der Anfangszeit gestorben. Darüberhinaus das die Gegner allgemein mehr Schaden anrichten, ist es durch die MotionPlus Steuerung auch schwerer sie zu besiegen. Man muss sich in aller Regel etwas besser vorbereiten, es schadet nie ein paar Feen oder Tränke dabei zu haben! Die Rätsel sind nicht zu schwer und nicht zu leicht. Die einen werden bei manchen Rätseln etwas nachdenken müssen, die anderen werden es als keine Herausforderung sehen. Wenn ich den Schwierigkeitsgrad mit anderen Zeldas vergleichen müsste, würde ich ihn auf "mittel" bis "mittel-hoch" einstufen. Skyward Sword ist schwerer als z.B. Windwaker, Twilight Princess und auch als die beiden Nintendo DS Teile, jedoch leichter als z.B. A Link to the Past, Zelda I oder Links Awakening. Ich würde sagen, etwa auf einer Stufe mit Ocarina of Time zu seiner Zeit. Wobei die Spiele im Allgemeinen doch schwer zu vergleichen sind. Skyward Sword hat mich sicherlich nicht unterfordert, ist aber auch nicht unfair schwer. Jedoch wird dies jeder anders empfinden. Ich als Video- und Zeldaspiel erfahrener Spieler hatte keine Probleme mühelos durch das Spiel zu kommen. Dauerspaß: ***** Nach knapp 38 Stunden hatte ich das Spiel durch. Die Story ist fesselnd und man lässt nur ungerne den Controller aus der Hand um eine Pause einzulegen. Überall sind Nebenquest zu finden, die einen von der sowieso schon langen Story abhalten. Auch nach 38 Stunden fehlt mir noch ein bisschen zu 100%. Wenn man das Spiel durch hat, wird es noch einen Anreiz für ein zweites Durchspielen geben. Was dieser Anreiz sein wird, möchte ich an dieser Stelle nicht vorwegnehmen, da es sicherlich mancher selbst herausfinden möchte. Je nachdem wie perfekt man das Spiel spielen will, wird man mit Skyward Sword zwischen 32 und 70 Stunden beschäftigt sein, schätze ich. Gesamt: ***** Um die Frage aus meiner Überschrift zu beantworten: Jein, The Legend of Zelda: Skyward Sword ist meiner Meinung nach zumindest eines der besten Zeldas. Jedes Zelda hat seine Höhen und Tiefen und genauso ist es auch bei Skyward Sword. Die MotionPlus Steuerung in diesem Ausmaß ist bisher einzigartig in der Videospielbranche. Nach Ocarina of Time wurde es erstmals wieder einmal geschafft die Serie zu revulotionieren. Die wunderschöne, einzigartige Grafik, die fesselnde Story, das perfekte Gameplay, dieses Spiel wird mir lange in Erinnerung bleiben. The Legend of Zelda: Skyward Sword gehört für mich zu einem der besten Videospiele, die jemals kreirt wurden. Es bringt Gameplay und das Action-Adventure Genre auf eine ganz neues Niveau. Dies ist doch genau das Wii-Spiel auf das wir alle gewartet haben. Als damals Twiligt Princess erschien, dachten doch bestimmt die meisten, wie es wohl wäre, Links Schwert 1:1 zu steuern und spätestens nach Wii Sports: Resort wünschte man sich solch ein Spiel, auf das man bis heute vergebens warten musste. Doch das Warten hat sich gelohnt: Wer eine Wii besitzt und sich dieses Meisterwerk nicht zulegt ist selber Schuld und verpasst eines der besten Videospielerlebnisse, das man derzeit haben kann.
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50 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Gemischte Gefühle, 30. November 2011
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: The Legend of Zelda: Skyward Sword - Special Edition (inkl. Orchestra CD) (Videospiel)
Ich habe das Spiel heute beendet und muss leider sagen, dass ich mich gegen Ende mehr "durchgequält" hab, als wirklich Spaß an der Sache zu haben. Aber der Reihe nach. Ich fange mal mit dem technischen an. Viele haben hier die Grafik bemängelt und dem kann ich mich nur anschließen. NEIN, ich bin kein Grafik-Guru und Spielspaß zählt für mich definitv mehr, aber hier sind verwaschene Texturen und jede Menge Treppchen leider Alltag. Twilight Princess sah bedeutend besser aus und von Wind Waker will ich gar nicht erst anfangen. Letzteres hatte zwar einen Cell-Shading Comic Look, aber alle Kanten waren scharf und wenn man sich bewegt hat, wurde einem nicht schwindelig. Allerdings gewöhnt man sich nach einiger Zeit daran, muss ich fairerweise dazusagen. Der Grafikstil wiederrum ist eigentlich gar nicht verkehrt, alles wirkt gemalt und ein wenig verträumt. Die Musik fand ich insgesammt gut und passend, überragend würde ich sie aber nicht nennen. Da gibt es andere Zeldas die mit Musik mehr Stimmung machen. Ich denke nur an die Musik unter dem Glockenturm in Majoras Mask oder der Waldtempel in Ocarina of Time um nur zwei Beispiele zu nennen. Was ich leider absolut grausam finde sind die Harfen Einlagen, besonders wenn Phai dazu singt. Die Harfe zu spielen find ich ziemlich unsinig, zumal man nur rauf und runter, aber keine wirklichen Melodien spielen kann. Packt man das Instrument einfach so aus, passt sie sich der Hintergrundmusik an und man spielt dann Akkord-Arpeggios rauf und runter, das finde ich schlicht langweilig. Dann lieber wie in TP ganz darauf verzichten. Die Steuerung fand ich alles in allem akzeptabel aber alles andere als angenehm. Ich weiß nicht wie oft ich die Fernbedienung wieder zentrieren musste, weil sie sich irgendwo ins Nirvana verabschieded hatte. Außerdem finde ich die Schildführung extrem misserabel. Gerade in Kämpfen bei denen es darauf ankommt Schläge parieren zu können kann das sehr frustrierend sein. Ich musste deswegen einige Bosskämpfe wiederholen... auch eine Art den Schwierigkeitsgrad nach oben zu schrauben. Den fand ich dieses mal, im Gegensatz zu Wind Waker und Twilight Princess wieder besser, weil höher. Die Rätsel sind zum teil anspruchsvoller und wer es braucht bekommt im Spiel von einem Shieka Stein Video Tipps wie er weiter kommt. Finde ich sehr gut gelöst, weil es sowohl erfahrene als auch unerfahrene Spieler anspricht. Nun zur Story. All die oben genannten Punkte wiegen für mich als Rollenspiel Fan (und Zelda würde ich als Action-Rollenspiel bezeichnen) nichts, wenn mich die Story fesselt und packt, oder mal überrascht, oder mal ärgert; sprich, wenn mich eine Geschichte emotional mit auf eine Reise nimmt. Leider ging mir das hier überhaupt nicht so. Obwohl es ganz vielversprechend anfängt. In Twilight Princess hatte man ja schon eine angedeutete Lovestory, das haben die Entwickler hier noch etwas deutlicher gemacht. Allerdings hatte ich das Gefühl, dass ihnen dabei auf halbem Wege der Mut ausgegangen ist. Ich hätte mir da etwas mehr Tiefgang gewünscht. Außerdem wird es langsam Zeit für eine Sprachausgabe. Andere spiele haben auch stumme Helden und trotzdem eine Sprachausgabe der anderen Personen. Das wäre ein durchaus denkbarer Kompromiss. Aber gerade am Ende arten die durch Laute unterstützten Textblöcke in eine Art "Massengestöhne" aus, das fand ich sehr seltsam. Wie gesagt, nach einem interessanten Anfang wird die Story leider sehr vorhersehbar. Es ist klar was passieren wird und mehr oder weniger auch wie. Es mag vielleicht daran liegen, dass dies beiweitem nicht das erste Zelda ist, das ich spiele. Aber selbst die Triforceteil-Fischerei in Wind Waker hat mir mehr Spaß gemacht, als immer und immer wieder ausgebremmst zu werden wenn gerade ein wenig Fahrt in das Geschehen kommt. Für so ziemlich JEDEN Schritt in der Story sind lange Sammelpassagen notwendig, wobei die 3 Gebiete dabei immer und immer wieder recycelt werden. In den Konsolen Zeldas hatte Link bisher immer eine Begleitung in irgendeiner Form. In OoT und MM waren es Feen, in Wind Waker der Leuenkönig, in TP Midna. Hier heißt die gute "Phai" und ehrlich gesagt hat sie meine Geduld mehr als einmal strapaziert. Man kommt in einen Raum, die Kamera zeigt überdeutlich wie es weiter geht, Phai meldet sich "Gebieter (hier erklärt sie was man eben schon gesehn hat)". Das gleiche Verhalten legt sie bei Gesprächen an den Tag. Dass sie ihre Meinung meistens in Prozentangaben kund tut hilft der Stimmung auch nicht besonders. "Gebieter, mit einer Wahrscheinlichkeit von 85% finden wir das gesuchte Objekt hier." Die Welt, die Charaktere und die Sidequests. Was mir hier ganz gut gefallen hat, war die Vielfalt im Wolkenhort, hier hat jeder seine Bedrüftnisse und man kann einiges entdecken. Leider wars das dann aber auch. Es gibt keine anderen Dörfer in denen man irgendwelche Aufgaben erledigen könnte. Die Charaktere und auch die Völker sind wie immer liebevoll gestaltet. Ein paar alte Bekannte hab ich vermisst, wie die Zora oder die Dekus. Dafür gibts andere lustige Völker mit ihren ganz eigenen Eigenheiten. Die Welt selbst besteht aus einem Gebiet über den Wolken und dreien darunter. Was mir hier etwas gefehlt hat war, dass man nicht wirklich auf Entdeckungsreise gehen konnte, vielleicht bin ich da durch Wind Waker aber einfach zu verwöhnt. Auf praktisch jeder Insel gab es irgendwas zu sehen. Manchmal mehr, manchmal weniger; bisher das freieste Zelda in dem Sinne. Skyward Sword spielt über den Wolken, hätte also in der Hinsicht, nochmal mehr Potential gehabt. Sonstiges. In mancherlei Hinsicht sind die Entwickler neue Wege gegangen. So kann man Items, auch die, die man in Dungeons findet, aufwerten und damit wirklich nützlich verbessern. Schilde haben eine Lebensanzeige und sind empfindlich gegen Elemente. Tränke kann man verfeinern um ihre Wirkung zu verbessern. Außerdem gibt es ein Itemlagerungssystem. So kann ich zum Beispiel wählen ob ich statt einer weiteren Bombentasche lieber noch einen zusätzlichen Köcher mitnehmen will usw. Resume: Tja was kann ich abschließend sagen. Nach den vielen negativen Kritiken war ich ziemlich skeptisch, aber die 3 Sterne-Bewertung trifft den Nagel auf den Kopf, denn sie bedeutet "nicht schlecht". Es ist kein schlechtes Spiel an sich. Und gerade Neueinsteiger werden wohl eher Überraschungsmomente erleben, als ich. Allerdings hat dieses Spiel so unheimlich viel Pontential verschenkt, dass es wirklich weh tut. Für Zelda-Haudegen finde ich es nicht empfehlenswert. Es liefert zu wenig neues und die Story ist zu altbekannt. Meiner Meinung nach haben die Entwickler bisher einmal wirklich Mut bewiesen, mit einem wirklich neuen Konzept und das war "Majoras Mask". Dafür haben sie ordentlich eins auf den Deckel bekommen (was ich absolut nicht nachvollziehen kann). Und genau deswegen war wohl Twilight Princess das letzte Aufbäumen vor dem Untergang. Ich glaube nicht, dass Nintendo mit diesem Kurs noch einmal ein Zelda hervorbringen wird, das... verzaubert, wie es Ocarina of Time seinerzeit getan hat. Schade. So, das war meine bescheidene Meinung zu "Skyward Sword". Ich habe versucht möglichst Spoiler-frei zu bleiben. Sollte denen die das Spiel gespielt haben, dennoch etwas auffallen, lasst es mich wissen.
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15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Über den Wolken ... gibt es keine Freiheit., 15. Dezember 2011
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: The Legend of Zelda: Skyward Sword - Special Edition (inkl. Orchestra CD) (Videospiel)
Ich spiele die Zelda-Spiele seit dem SNES-Titel "A Link to the Past" und habe alle Zelda-Spiele für die stationären Konsolen gespielt (und auch die ein oder andere Handheld-Version). Ich verbinde viele Erinnerungen mit dieser Serie und habe die Spiele immer geliebt. Bei Skyward Sword habe ich allerdings das erste Mal das Gefühl, dass ich aus dieser Spielserie "herausgewachsen" bin - und das ist schon irgendwie schade. Das liegt in erster Linie wohl an der Pastell-Optik. Sicherlich, der Grafikstil mag (trotz technischer Schwächen) in sich stimmig sein, mir ist der Stil aber etwas zu bunt und "überzuckert". Leider ist die Grafik (die natürlich ganz klar Geschmackssache ist) nicht mein einziger Kritikpunkt. Mir gefällt die Steuerung nicht gut. Es gibt oft Probleme mit der Kalibrierung von MotionPlus, ich muss sogar teilweise richtigen Steuerungsbugs berichten; so habe ich neulich das Problem gehabt, dass ich einen Gegner anvisiert und umkreist habe und meine Spielfigur plötzlich automatisch immer weiter im Kreis gelaufen ist obwohl ich keine Eingabe mehr vorgenommen habe. Das ließ sich durch das Ab- und wieder Anstöpseln des Nunchuk zwar beheben, trotzdem bin ich das bei den sonst doch sehr polierten Nintendo-Titeln nicht gewohnt. Von solchen Ausnahmefehlern mal abgesehen empfinde in die MotionPlus-Steuerung in vielen Bereich eher als Qual und nicht als Feature. Wenn die Gegner ihre Deckung benutzen und ich versuche auf die ungedeckte Seite zu schlagen wird dies komischerweise oft trotzdem geblockt - hier kann durchaus mal wieder ein Fehlkalibrierung dran schuld sein. Zu oft habe ich das Gefühl, das Schwert nicht richtig zu kontrollieren - und wenn ich einen richtigen Treffer gelandet habe, reicht bei vielen Gegner einfach gnadenloses Fuchteln mit der Fernbedienung, um den Gegner auszuschalten. Das angedachte rudimentäre, taktische Schwertkampf wird hier zur Farce. Klar, stellenweise merkt man, dass sich die Schlagrichtung mit der Fernbedienung ziemlich direkt auf das Spiel auswirkt - aber ganz ehrlich: ich finde es mittlerweile sehr ermüdend immer fuchtelnd vorm Fernseher sitzen zu müssen und habe mir sehr oft eine klassische Controllersteuerung zurückgewünscht. Die "Über den Wolken"-Thematik ist sicherlich ein sehr interessanter Ansatz, allerdings kann die Umsetzung mich nicht so richtig überzeugen. "Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein" - so sang einst ein deutscher Liedermacher. Diese Grenzenlosigkeit transportiert Skyward Sword allerdings nicht, ganz im Gegenteil: noch nie habe ich mich in einem Zelda-Spiel so eingeengt gefühlt. Die Wolkenwelt besteht nur aus dem Wolkenhort (der "Hauptstadt"), versprengten Miniluftinseln und den Wolkenlöchern, die als Zugang für die Erdwelt und somit den Dungeons dienen. Wie schön wäre es gewesen, selber mit seinem Vogel durch die Wolkendecke stoßen zu können und über fantasievolle Landschaften zu gleiten. Hier wird aber wohl die veraltete Technik der Wii dem Spiel selber zum Verhängnis und schon wirkt alles sehr statisch, konstruiert und eingeengt. Natürlich braucht ein wirklich gutes Spiel keine Highend-Konsole - aber Skyward Sword hätte ohne Zweifel von einer stärkeren Technik profitiert, und damit meine ich nicht nur die Grafik. Nicht falsch verstehen: ich würde meinen Kindern dieses Spiel sofort kaufen, denn (mal abgesehen von den Steuerungsmacken) Zelda bleibt vom Spiel- und Leveldesign und gutes und kluges Spiel. Es fordert Geschick und Köpfchen - das schaffen aktuell nicht viele Spiele. Grade die Rätsel in den Dungeons sind toll und bieten eine gute Lernkurve und einen guten Kontrast zu all den Spielen, in denen Rätsel einfach nur daraus bestehen einen Schalter zu drücken, der bereits kilometerweit zu sehen ist, weil er so heftig blinkt und vom Spiel hervorgehoben wird, dass man ihn nicht übersehen kann. Ich selber bin allerdings kein Kind mehr, seit "A Link to the Past" sind 20 Jahre vergangen. Ich habe heute eine andere Erwartungshaltung an ein solches Spiel. Grade die Präsentation der Story, die fehlende Sprachausgabe und die doch sehr kitschigen Figuren erwecken in mir nicht mehr dieses Kribbeln, wie ich es noch vor einigen Jahren bei "Twilight Princess" oder "Ocarina of Time" hatte. Ich erwarte nicht, dass sich Zelda neu erfindet - es soll ganz bestimmt bei seinen Stärken bleiben (und diese weiter ausbauen). Ich erwarte aber, dass Zelda trotzdem mit der Zeit geht und sich auch die Stärken moderner Spiele aneignet. Skyward Sword ist für mich neben Wind Waker (dessen Optik ich ebenfalls fürchterlich fand) das schlechteste Zelda in der 25jährigen Zelda-Historie. Trotzdem - und das muss ich einfach hier erwähnen - bleibt es dabei noch ein gutes und sinnvolles Spiel und eigentlich auch empfehlenswertes Spiel. Meine persönliche Enttäuschung überwiegt hier allerdings.
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