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24
4,3 von 5 Sternen
Legend (LEGEND Trilogy)
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. Februar 2012
Inhalt
................

Wo sich heute der Westen der Vereinigten Staaten befindet, ist in dieser Trilogie die streng militärische Republik. Das Land befindet sich im ständigen Krieg mit den umliegenden "Kolonien". Die 15-jährige June wächst im wohlhabenden Bezirk auf, ihr steht eine Karriere in den höchsten militärischen Rängen bevor. Day hingegen stammt aus den Slums und ist einer der meistgesuchtesten Kriminellen.

Day versucht seine Familie zu schützen und bricht in ein Krankhaus ein um ein Heilmittel für einen Virus zu stehlen. Die Aktion läuft allerdings schief und er kann sich gerade noch aus dem Staub machen. Auf seinem Weg verletzt er den Soldaten Metias, Junes Bruder.

Als June davon erfährt ist Metias tot, Hauptverdächtigter ist Day. Mit Unterstützung des Militärs setzt sie alle Hebel in Bewegung um Day zu schnappen...

Mein Eindruck
.....................................

Legend ist abwechselnd aus der Sicht von Day und June erzählt. Die Aufmachung ist schön gemacht, Days Sicht ist in goldener Schrift verfasst, Junes in schwarz und einer anderen Schriftart. Praktischerweise steht auch immer am oberen Seitenrand aus wessen Sicht gerade erzählt wird, für all diejenigen die das trotzdem noch übersehen würden :)

Die Geschichte ist zu Beginn als Katz und Maus Spiel gestaltet. Man verfolgt Junes Ermittlungen in die Armenvierteln, bis sie schließlich auf Day trifft. Das Kennenlernen danach ist Ruck Zuck abgearbeitet, ebenso die bahnbrechende Anziehung - beide wissen zunächst nicht, wer der andere ist. An dieser Stelle hätte so viel mehr Entwicklung stattfinden können! Die Charaktere hätten glaubhaft ausgearbeitet werden können, sie hätten sich verliebt und das Ganze wäre nachvollziehbar gewesen!

Fehlanzeige: Es ist einfach zu kurz. 305 Seiten sind zu wenig um ein politisches Regime anständig zu erklären, Hauptcharaktere einzuführen, sie sich ineinander verlieben lassen und auch noch eine actionreiche Handlung durchzuziehen. Was bleibt davon übrig? Leider nur die actionreiche Handlung. Es war gut aufgebaut, aber durch die Kürze so geradlinig, das es schon wieder vorhersehbar war.

Day und June bleiben viel zu unpersönlich, ihre Motive, Wünsche und Persönlichkeit wird nur kurz angerissen, nichts was wirklich hängen bleibt. Außerdem haben beide absolut keine Schwächen! Sie sind unheimlich geschickt, sind ultratalentiert, wissen und können alles auf Anhieb. Wie soll man sich in solche Superheroes hineinversetzen?

Es gibt außerdem viel zu wenig Informationen über die Republik und die Stadt in der sich das Geschehen abspielt. Man hat als Leser keinerlei Ahnung weshalb sich die Gesellschaft auf diese Weise entwickelt hat und warum die Leute alles anstandslos mitmachen. (Es werden z.B Kinder nach misslungenen Auswahltests einfach den Eltern entzogen und in Lager geschickt.)

Immer wenn ich dachte, es geht nun unter die Oberfläche, wurde wieder irgendetwas kurz abgehandelt...

Fazit
.............

Legend hat mich stellenweise ganz gut unterhalten, ist aber größtenteils spurlos an mir vorbeigezogen. Durch die mangelnde Ausarbeitung lassen sich System und Charaktere leider beliebig austauschen. Es ist nichts Neues, was sich von bereits so vielen Dytsopieentwürfen abhebt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. Februar 2013
In der Welt, die Marie Lu in Legend kreierte, entscheidet sich dein Leben im Alter von 10 Jahren. An seinem zehnten Geburtstag muss jedes Kind an einem Test (Trial) teilnehmen, bei dem sich sein zukünftiges Leben entscheidet:
Variante 1: Du hast ein perfektes Resultat von 1500 Punkten und vermutlich ein perfektes Leben vor dir mit viel Macht. Aber wie realistisch ist das schon? Es ist bisher nur einmal vorgekommen...
Variante 2: Du hast ein Resultat zwischen 1450 und 1499 Punkten. Dann hast du ein super Leben vor dir, bekommst sofortigen Zugang zu 6 High-School-Jahren und einen Platz an einer der vier Top-Universitäten des Landes. Anschließend geht es in den Kongress und es gibt eine Meeenge Geld.
Variante 3: Dein Resultat liegt zwischen 1250 und 1449 Punkten. Immerhin gehst du dann zur High School und anschließend auf ein College.
Variante 4: Du bestehst so gerade eben mit 1000 bis 1249 Punkten. Du hast Pech gehabt, darfst nicht weiter zur Schule gehen und wirst arm. Meist arbeitest du dann an irgendwelchen Wasserturbinen oder im Kraftwerk.
Variante 5: Durchgefallen. Angeblich wirst du dann in Arbeitslager geschickt...
... aber was sie wirklich mit dir machen, das weiß nur einer: Day.
Day ist einer der zwei Charaktere aus deren Sicht der Roman geschrieben wird. Er ist ein Krimineller, der von der Republik gesucht wird - wegen Diebstahl, Zerstörung militärischer Einrichtungen usw.
Doch Day ist clever und lässt sich nicht so einfach fangen. Seit Jahren schon lebt er auf der Straße und schafft es, die Republik wieder und wieder zu verärgern und ihr zu schaden.
Doch dann passiert etwas, womit er nicht gerechnet hat: June beschließt, ihn zu jagen.
June, die zweite Protagonistin des Romans, ist das Mädchen mit den 1500 Punkten. Sie lebt einen Traum: Jüngstes Mitglied am besten College der Republik, Aussicht auf einen hohen Militärposten, einen Bruder auf einem hohen Militärposten... Aber der Traum hat eine Lücke: Junes Eltern sind vor einigen Jahren gestorben. Bei einem Unfall.
June fühlt sich am College völlig unterfordert und sucht ständig neue Wege, ihre Leistungen zu verbessern und sich selbst herauszufordern. Bis eines Tages ihr Bruder ermordet wird. Von Day. Sofort wird sie von der Cheffin ihres Bruders angeheuert. Ihre Aufgabe: Den Mörder ihres Bruders zu fangen.
Sie macht sich auf in eine Undercover-Mission, um den gefürchtesten Kriminellen der Republik zu fassen...

Legend erzählt eine spannende Geschichte in einer Welt, die von Gewalt und Macht dominiert wird. In einer Welt, in der allein die Tatsache zählt, dass man seinem Chef gehorcht und ausführt, was von einem verlangt wird. Die Republik erscheint nach außen hin fair. Doch vieles verheimlicht sie den Menschen. Doch das ist noch längst nicht alles... Folter, Mord und Ausbeutung stehen an der Tagesordnung, wie der Leser nach und nach erfährt. Doch ein schreckliches Geheimnis scheint zwischen all den Grausamkeiten noch ungelüftet zu sein...

Die Welt, die Marie Lu mit Legend kreierte ist spannend und mitreißend. Trotz einiger sehr grausamer Szenen bleibt der Auftakt dieser Triologie bis zur letzten Minute spannend. Man will mehr über diese zukünftige Welt erfahren und erfahren, ob die Probleme der Republik beseitigt werden können, wie es weiter geht, was Day noch so alles in petto hat. Ich zumindest. Ich freue mich schon auf die weiteren Teile der Triologie und kann nur jedem, der sich für zukünftige Welten interessiert, empfehlen, diesen Roman zu lesen. Ich bin gespannt, ob es eine Lösung geben wird, ob diese schreckliche, brutale Gesellschaft zerschlagen wird, wie es in so vielen Dystopien der Fall ist.
Ein Roman, der einen nicht los lässt, eine spannende Erzählung und eine interessante Charakterentwicklung - das fasst meiner Ansicht nach Legend am besten zusammen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
The story takes place in a fictional futuristic area once known as Los Angeles. Much of that what was once the United States of America has been torn apart after natural disasters and civil war. There the new country Republic rules with an iron fist by an elector and his massive army of soldiers. All children in the Republic, already at the young age of ten are subjected to an aptitude mental and physical ability test which determines their place in society.

The story is told from two points of view and switches each chapter back and forth between two characters in first person. It opens from the point of view of fifteen-years-old boy known as Day from the poor side of the Republic. Since he had failed his Trial, Day lives on the streets as freedom fighter and wants nothing more than to keep his family safe from the brutal plagues that ravage the area. While striking down the evil of regime, he is become one of the most wanted men in the Republic's side.

The second chapter begins the story of June, an also fifteen-years-old bright and talented girl with a good heart. June Iparis was born into a wealthy family and she is a prodigy of the Republic's ranks. When she has been told that the criminal known as Day, has killed her brother, she makes it to her own mission to hunt him down. Day proves to be an elusive prey, though June eventually crosses paths with him - only to find that he is not at all whom she expects. Although June is a loyal soldier, she learns soon that the government has been lying to her. I was quite impressed on the characters and story. The characters are well rounded and I feel the setting descriptive, dark and mystifying as I learn along with June and Day about the sinister dealings the Republic has kept hidden.

Legend is not the type of book or story line I generally read. I had not read it up to now because I figured it out for typical young adult literature. But there is something gritty and wonderful about this book. It also is a very addictive read that let me turning pages at full speed. The plot is fast paced and exciting. There is plenty of suspense, action, and a bit of nice romance. Although in my opinion, the Legend works well as a standalone novel, I am glad to learn that this is just the first in a trilogy. So there is no doubt in my mind that I would pick up the next.

I would also say, this book is for anyone who is a Hunger Games fan, I recommend it for lovers of dystopia, for adult readers as well as teens.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 26. August 2014
In der Zukunft ist Amerika gespalten: Die Republik im Westen kämpft unerbittlich gegen die Kolonien im Osten, und dies ist in allen Bereichen des Lebens spürbar. In der Republik muss sich jedes Kind mit zehn Jahren einem Test unterziehen, der über seine Zukunft entscheidet. June ist bislang die einzige, die ein perfektes Ergebnis von 1500 schaffte, eine Laufbahn im Militär ist ihr sicher und sie steht trotz ihrer fünfzehn Jahre nun schon kurz vor dem Abschluss ihrer Ausbildung. Day hingegen ist dank einer spektakulärer Einbrüche und Überfälle der meistgesuchte Kriminelle der Republik. Er ist beim Test durchgefallen und nur knapp dem Tod entronnen. Als June ihn als Mörder ihres Bruders identifiziert, setzt sie alles daran, ihn gefangen zu nehmen.

Das Buch hat mich von der ersten Seite an begeistern können, denn das Ausgangsszenario gefällt mir außerordentlich gut. Das Leben und die Überzeugungen von June und Day könnten unterschiedlicher nicht sein. Da beide die Geschichte abwechselnd erzählen, konnte ich mich auch in beide Charaktere gut hineinversetzen und ihre Beweggründe nachvollziehen.

Mit der Erkrankung von Days Bruder sowie der Ermordung des Bruders von June gewinnt die Geschichte rasend schnell an Spannung und ich war bald im Strudel der Ereignisse gefangen. Ich litt und hoffte mit beiden Protagonisten und wurde durch grausame Szenen erschüttern, die mich vor der Einstellung des Militärs zurückschrecken ließen.

Nach und nach erhält man immer mehr Hinweise auf Geheimnisse, die geradezu unglaublich scheinen. Sollten diese tatsächlich stimmen? Während Day zutiefst davon überzeugt ist, kann June dies gar nicht richtig glauben und ich brannte darauf, die Wahrheit herauszufinden. Bei einigen Geheimnissen war es mir aber etwas zu unglaublich, dass diese so lange geheim gehalten werden konnten.

Die Szenen, in denen Day und June aufeinander treffen, gehörten zu meinen liebsten. Gerade die Unterschiedlichkeit der beiden macht es so interessant, die beiden im Umgang miteinander zu erleben. Auch Gefühle sind im Spiel – verworrene, widerstreitende Gefühle – welche die ganze Situation zu einem einzigen Pulverfass machen. Zum Ende hin konnte ich das Buch nur noch schwer zur Seite legen und wurde atemlos zurückgelassen. Ich musste einfach gleich weiterlesen, und zum Glück lag der zweite Teil, „Prodigy“, schon bereit.

„Legend“ überzeugte mich mit seinem Ausgangsszenario und zwei Charakteren, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Auch wenn einige Geheimnisse geradezu unglaublich waren, tauchte ich immer tiefer in die Geschichte ein und fieberte darum, dass June und Day die richtigen Entscheidungen treffen. Dystopienfans sollten sich die Geschichte auf keinen Fall entgehen lassen!
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am 4. Februar 2015
Das Cover

Das Cover zu Legend gefällt mir persönlich richtig gut. Das deutsche Covir ist natürlich auch wahnsinnig toll, aber irgendwie habe ich mich hier mit der englischen Ausgabe wohler gefühlt. Sie ist zudem so schön handlich. Was wohl auch daran liegt, dass es ein Taschenbuch ist und zudem im englischen nicht mal 300 Seiten hat.
Zurück zum Cover. Das strahlt irgendwie Action aus und erinnert mich schon fast an ein Filmplakat. Richtig passend und richtig gut gemacht. Außerdem mag ich den Zusatz: Truth will become. Passt einfach hervorragend zum Titel und zur Geschichte.

Kurze Inhaltsbeschreibung

Legend ist ein dystopisches Jugendbuch in derem Fokus die beiden Teenager June und Day stehen. June ist Kadett an einer der besten Akademien des Landes. Vor liegt eine große Laufbahn, denn sie ist die Beste in ihrem Jahrgang. Doch als ihr älterer Bruder ermordet wird, ändert sich für June alles. Sie erhält den Auftrag den Mörder ihres Bruders zu finden. Denn die gesuchte Person ist der Rebell Day. Ein Junge in ihrem Alter, der dem System schadet, der aber nie gefasst werden konnte. June will dies um jeden Preis ändern …

Schreibstil und Storyverlauf

Der Schreibstil von Marie Lu ist wirklich toll. Sie schafft es die Geschichte lebendig, einfühlsam, spannend und trotzdem auch locker leicht zu erzählen. Ich kam sehr schnell voran, was auch an dem rasanten Tempo liegen kann, das die Geschichte vorgibt. Sie wird ja abwechselnd aus Days wie auch aus Junes Sicht erzählt. Ich war von Days Geschichte sofort gepackt und fand seine Geschichte sehr emotional, sehr ergreifend und auch spannend. Junes Alltag, wie auch ihre Geschichte waren zunächst etwas vorhersehbar und konnten mich nicht ganz so gut unterhalten, aber je näher man der Figur kam, um so spannender wurde auch ihre Sicht auf die Dinge und spätestens als die beiden Figuren sich begegnen, war ich drin und konnte nicht mehr aufhören, bis ich wusste wie es endet. Spannung pur!

Die Charaktere und ihre Entwicklung

Die männliche Hauptfigur des Buches ist Day. Er ist noch sehr jung mit seinen 14 oder 15 Jahren, aber er hat auch schon sehr viel erlebt. Er schlägt sich durch ein hartes und sehr gefährliches Leben und sorgt sich dabei vor allen um seine Familie und Freunde. Mir war Day sofort sympathisch und ich fand es besonders toll, wie es der Autorin gelungen ist, ihn trotz seiner Jugend so reif wirken zu lassen, ohne das es unglaubwürdig herüberkam. Ganz, ganz toll. Ein Protagonist, den ich sehr lieb gewonnen habe.

June ist die weibliche Protagonistin im Buch und wächst wohlbehütet innerhalb des Systems auf. Eigentlich scheint ihr ganzes Leben klar und deutlich vor ihr zu liegen und vor allen sieht ihre Zukunft sehr rosig aus. Doch June hat Probleme. Der Verlust ihrer Eltern ist etwas, über das sie nie ganz hinweg kam. Als sie dann noch ihren Bruder verliert, verfällt sie total der Rache. Sie ist das einzige, das June weitermachen lässt. Als sie dann auf Day trifft und sich alles verändert – nach und nach – blüht June richtig auf. Man spürt wie sie sich Gefühlen öffnet, wie sie Wahrheiten erkennt und zu einer ganz anderen Person wird. Diese Entwicklung war toll und so konnte auch June mein herz schlussendlich für sich erobern.

Natürlich gibt es in dem Buch eine angedeutete Liebesgeschichte zwischen June und Day. Die beiden bauen eine sehr feste Beziehung zueinander auf. Sie sind beides keine Menschen, die anderen leicht Vertrauen schenken. Doch weil sie keine andere Wahl haben, müssen sie lernen einander zu vertrauen. Und als sie sehen, dass sie es können, ist es klar, wie fest es die beiden zusammen schweißt. Der Hauch romantischer Gefühle ist in dem Alter der Jugendlichen normal, steht aber in diesem Buch keineswegs im Vordergrund. Mal sehen wie es im Verlauf der weiteren zwei Bände sein wird.

Fazit
Eine Dystopie, die actionreich ist, rasante Handlungsabläufe hat, ungewöhnliche, charmante und sehr sympathische Hauptprotagonisten besitzt und jede Menge echtes Gefühl. Ein super Einstieg der unbedingt Lust macht auf mehr. Für Dystopiefans und Einsteiger in dieses Genre auf jeden Fall zu empfehlen.
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am 1. Oktober 2014
"Legend“ von Marie Lu – wieder mal so eine YA Dystopie, bei der ich lange nicht entscheiden konnte, ob ich sie lesen mochte oder nicht. Zu abgedroschen erschien mir die Idee, zu vorhersehbar und diverse kritische Rezensionen bestätigten meine Sorge. Doch trotzdem reizte es mich. Immer wieder. Irgendetwas in mir hat es sich zur Aufgabe gemacht, alle populären YA Dystopien zu lesen. Ich verfolge dieses Ziel nicht ernsthaft, aber June und Day sind bei vielen so beliebt, dass ich mitreden können wollte. Also warf ich meine Zweifel kurzerhand über Bord, zuckte innerlich mit den Schultern und dachte mir „Ach, was soll’s?“.

Er lebt auf der Straße, sie wohlbehütet mit ihrem älteren Bruder in einem Apartment. Er ist ein gesuchter Widerstandskämpfer, sie ist die große Hoffnung der Republik auf eine Offizierslaufbahn. Day und June könnten kaum unterschiedlicher sein und stammen aus völlig verschiedenen Welten. Vielleicht wären sie sich nie begegnet – wäre nicht Junes großer Bruder Metias ermordet und Day zum Hauptverdächtigen erklärt worden. Jetzt ist June auf der Jagd. Wenn ihre Vorgesetzten ihr sagen, dass Day Metias‘ Mörder ist, muss das stimmen. Oder? Stück für Stück fallen June immer mehr Ungereimtheiten auf und sie beginnt zu zweifeln. Steckt vielleicht doch mehr hinter dem Angriff auf ihren Bruder? Entgegen all dem, was ihr beigebracht wurde, lässt sich June auf Day ein und gemeinsam begeben sie sich auf die Suche nach der Wahrheit. Doch die Republik sieht es überhaupt nicht gern, wenn man in ihren Geheimnissen herum schnüffelt…

Ich muss sagen, dass zwei Drittel von „Legend“ ziemlich genau meinen Befürchtungen entsprachen. Ich fand es langweilig, vorhersehbar, langatmig. Die Handlung entwickelt sich zäh, weil Marie Lu offenbar großen Wert darauf legte, ihren LeserInnen erst einmal ausführlich den Kontrast zwischen den Leben ihrer ProtagonistInnen zu erklären. Mir half es auch nicht, dass sie abwechselnd aus Days und Junes Perspektive schreibt, was ich sonst eigentlich sehr mag. Sie ist das schillernde Sternchen der Republik, er der verteufelte Rebell – diese berechenbare Romeo und Julia Romantik ist doch nun wirklich über die Maßen ausgelutscht. Darüber hinaus habe ich lange gebraucht, um mit June überhaupt warm zu werden. Anfangs konnte ich sie nicht ausstehen. Ich empfand sie als eine verzogene, egoistische, verhätschelte Rotzgöre, die keinen Sinn für die Lebensrealität der Menschen in der Republik hat. Daher konnte ich auch nur wenig Mitgefühl für ihren Verlust aufbringen, obwohl Metias anscheinend ein feiner Kerl war und June sehr viel bedeutet hat. Das heißt, ihre gesamte Motivation für die Jagd auf Day blieb für mich abstrakt. Sie gewann erst meine Sympathie, als sie endlich anfing, ihren eigenen Kopf zu benutzen und nicht mehr nur Befehle ausführte.
Day war da schon eher mein Fall, trotz seines recht stereotypen Charakters. Der edle, gut aussehende Revolutionär, der gegen die Regierung kämpft. Doch seine Vergangenheit gab mir die ersten Hinweise auf die Machenschaften der Republik, was mein Interesse weckte und letztendlich das gesamte Buch für mich rettete. Ich halte Marie Lus Figuren für nichts Besonderes, aber ihre Dystopie fand ich sehr spannend. Bisher bot sie noch keine Hintergründe an und allgemein wird kaum etwas erklärt, doch das Wenige, das sie offenbart, hat mich wirklich gefesselt. In der Republik gehen abscheuliche, abgrundtief böse Dinge vor sich, alles im Zeichen des Krieges gegen die Kolonien. Ich bin schon jetzt sehr neugierig zu erfahren, wie es überhaupt zu diesem Krieg kam, welches Ereignis die Spaltung der USA in Republik und Kolonien auslöste und wie genau die Rebellengruppe der Patriots da hinein passt, die in „Legend“ nur am Rande auftaucht. June und Day werden in den Folgebänden sicher alle Hände voll zu tun haben, die Geheimnisse dieser Welt aufzuklären und ich werde sie mit Freude dabei begleiten.

Nachdem ich die ersten zwei Drittel von „Legend“ eher unspektakulär fand, habe ich nicht damit gerechnet, dass mich das letzte Drittel dann doch noch überzeugen würde, aber genauso war es. Dafür, dass das Buch so langsam beginnt, ist der Schlusspart überraschend actiongeladen; die Ereignisse überschlagen sich und treiben die Geschichte rasant voran. Mit ihren Figuren gewinnt Marie Lu bei mir keinen Blumentopf, dafür konnte mich aber die von ihr beschriebene Zukunftsvision fesseln. Und wer weiß, vielleicht kann ich im nächsten Band „Prodigy“ ja auch mehr Begeisterung für Day und June entwickeln. Ich gebe der Geschichte noch eine Chance, weil ich unbedingt wissen will, in was für einer Welt die beiden eigentlich leben. Bisher ließ mich Marie Lu nur sehr begrenzt hinter den Vorhang aus Geheimnissen schmulen, der die Republik schützt – ich will dabei sein, wenn dieser fällt und alle Details offenbart werden.
Ich denke, „Legend“ sollte auf eine Weise gelesen werden, die den Aufbau des Universums fokussiert. Beschäftigt euch gedanklich mit den Vorgängen in der Republik und lasst June und Day eher nebenbei herum springen und ihre Abenteuer erleben, statt euch auf sie zu konzentrieren. Dann fällt es vermutlich nicht so ins Gewicht, dass die beiden eine wenig originelle Neuauflage von Romeo und Julia sind und hindern euch nicht daran, Spaß an der Geschichte zu haben.
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am 3. Februar 2014
YA dystopia books seem to be really popular at the moment. It feels like the Hunger Game hype has challenged authors to drown us in a dystopia wave of imaginative future scenarios. I actually like the genre, I really do. But if you get an overdose of books from the same genre it can be hard to distinguish the good ones.

One of my favorite series is the Divergent trilogy by Veronica Roth. So I am a bit biased when it comes to the dystopia genre. Sometimes it's hard for me to get over my favorite books and approach similar stories. I was delighted to find out that Legend is a totally different book. It turned out to be one of the special ones among the dystopia wave. The whole setting and atmosphere is unique and the concept sets this series apart from other books.

It was a real pleasure to read this book. The story is fast-paced but still profound. The protagonists Day and June are likable characters, who are easy to relate to. Their relationship has a realistic development and doesn’t feel rushed or overdone.

The book is divided into two parts. I truly enjoyed the first one. I was hooked from the beginning and was constantly eager to read more. Unfortunately the second half of the book was a bit disappointing. Too cliché. It felt like I’ve read that kind of jail-breaking and refugee story line for the 100th time. Everything was too predictable. So I finished the last chapter with mixed feelings.
While the second half of the book was nothing new or special, the end still left me wondering how the story will continue. So I'm certainly going to read the sequel.

Overall Legend was a thrilling read, set in a interesting future dystopia with elaborated characters. The believable but a bit predictable plot line of Legend really has potential and could be the start of a great series.
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am 17. April 2013
Day und June leben im westlichen Teil der ehemaligen USA, der als Republik Amerika schon seit Jahren Krieg gegen den östlichen Teil, die so genannten Kolonien, führt. Doch während June voll und ganz hinter dem Regime steht, lehnt Day sich dagegen auf und rebelliert gegen die Republik sowie den Krieg.

Ihre Wege kreuzen sich als June, die eine erstklassige militärische Ausbildung genossen hat, wegen eines neuen Verbrechens auf Day angesetzt wird. Sie soll ihn aufspüren, sich sein Vertrauen erschleichen und ihn seiner gerechten Strafe zuführen. Dabei kommt sie ihm jedoch auch näher und je besser sie ihn kennen lernt, desto mehr zweifelt sie daran, dass er das Verbrechen begangen hat, dessen er beschuldigt wird. Was, wenn er unschuldig ist? Und noch schlimmer: Was, wenn seine furchtbaren Anschuldigungen gegen die Republik der Wahrheit entsprechen?

Legend zählt zwar zu den vielen Dystopien, die den Buchmarkt zurzeit geradezu überfluten, gehört aber definitiv zu den besseren. Die Zustände in Marie Lus Republik Amerika sind auf vielfältige Weise so erschreckend und abscheulich, dass es einem kalt den Rücken herunter läuft und man oftmals gar nicht fassen kann, was man liest.

Da sich das Land im Krieg befindet, über dessen Beginn oder Ursache man allerdings leider noch nichts erfährt, ist es nicht unbedingt verwunderlich, dass das Regime erbarmungslos gegen ihre Feine vorgeht und gegnerische Gefangene foltert um an Informationen zu gelangen. Dass es sich jedoch auf grausame Weise sogar gegen seine eigene Bevölkerung, natürlich betrifft das nicht den wohlhabenden Teil, richtet, dagegen schon.
Im Alter von gerade mal zehn Jahren müssen alle Kinder den Großen Test machen, der ihre Fähigkeiten beurteilen soll und den weiteren Verlauf ihres Lebens bestimmt, z.B. ob sie in die Highschool gehen dürfen oder nicht. Er entscheidet jedoch nicht nur über ihre Zukunft, sondern auch über Leben und Tod, denn wer, wegen seiner schlechten Gene, durchfällt, wird nicht, wie von der Republik behauptet, in ein Arbeitslager geschickt, sondern für schreckliche Experimente missbraucht. Und das ist noch lange nicht das einzige, was diese totalitäre Diktatur ihren Bewohnern antut.

June ist zwar in diesem Land aufgewachsen, stammt aber aus einer privilegierten Familie und hat zunächst nicht die geringste Ahnung von den schlimmen Verbrechen ihrer Republik. Da sie den Großen Test als einzige jemals mit der vollen Punktzahl bestanden hat, gilt sie als Wunderkind und steht im Alter von fünfzehn Jahren schon kurz vor ihrem Uni-Abschluss. Genau wie ihrem Bruder steht auch ihr eine Karriere beim Militär bevor, denn natürlich werden dort die besten und klügsten Leute der Universitäten untergebracht.
Sie glaubt an die Republik und will sich für ihr Land einsetzen, allerdings nur, weil sie es nicht besser weiß. Schon an der Universität galt sie als Unruhestifterin, denn trotz oder gerade wegen ihrer überragenden Fähigkeiten sowie ihrer Intelligenz ist ihr, im Gegensatz zu den meisten anderen Soldaten, blinder Gehorsam fremd und sie stellt ihre Befehle auch mal in Frage. Andernfalls würde man sie auch genauso verabscheuen wie eine bestimmte andere Figur, die scheinbar jede Aufforderung völlig gedankenlos befolgt. Es ist also nur allzu verständlich, dass ihre gesamte Welt ins Wanken gerät und schließlich sogar in sich zusammen zu brechen droht, als Days Behauptungen, die June anfangs natürlich auf keinen Fall wahrhaben wollte, sich bestätigen. Dank ihrer inneren Stärke sorgt das aber nicht dafür, dass sie aufgibt oder gar den Kopf in den Sand steckt, sondern alles dafür tut ihre eigenen Fehler zu korrigieren und sich für die Gerechtigkeit einzusetzen.

Im Gegensatz zu June erfährt Day schon in seiner Kindheit wie grausam die Republik zu ihren eigenen Leuten, insbesondere den ärmeren Teilen, ist, denn nachdem er durch seinen Großen Test gefallen ist, landet er in einem der militärischen Versuchslabore. Wäre ihm nicht, wie durch ein Wunder, die Flucht geglückt, wäre er mit allen anderen Kindern dort gestorben. Seit dem lebt er auf der Straße und wurde durch seine zahlreichen Anschläge auf das Militär, bei denen aber nie jemand ums Leben gekommen ist, was man von den Anschlägen anderer Gruppierungen, die sich gegen das Regime auflehnen, nicht behaupten kann, zum meistgesuchten Verbrecher der Republik. Aus Sorge um seine Familie, wobei nur sein älterer Bruder John weiß, dass er noch lebt, bleibt er aber trotzdem im Land anstatt in die Kolonien zu flüchten und versucht sich so gut es geht um sie zu kümmern. Immer wieder setzt er sein eigenes Leben aufs Spiel um Geld, Essen oder schließlich ein Seuchengegenmittel für seinen kleinen Bruder Eden zu besorgen. Denn natürlich werden nur die reichen Bewohner jedes Jahr kostenlos geimpft, während die Armen einfach ihrem Schicksal überlassen werden.

Die gesamte Handlung wird abwechselnd aus den Perspektiven von Day und June erzählt, sodass man dank des jeweiligen Ich-Erzählers beide Protagonisten sehr gut kennen lernen und sich gut in sie hinein versetzen kann. Man kennt ihre Gedanken und Gefühle und kann ihre Handlungen dadurch stets gut nachvollziehen.
Die zwei verschiedenen Blickwinkel ermöglichen es dem Leser zwei, zunächst voneinander mehr oder weniger unabhängige, Handlungsstränge parallel zu verfolgen, ehe sie dann durch das Aufeinandertreffen von Day und June mehr und mehr miteinander verschmelzen, auch wenn sich beide Perspektiven weiterhin mit dem Erzählen abwechseln. Da man beide Blickwinkel kennt, hat man manchmal auch einen kleinen Wissensvorsprung vor einer der Figuren. So hat man z.B. schon lange vor June den Verdacht, dass Day eine gewisse Person nicht getötet, sondern die Republik irgendwie ihre Finger im Spiel hat um June auf ihn anzusetzen. Das mindert die Spannung jedoch nicht, da es bis zur endgültigen Auflösung nur ein Verdacht bleibt und man es eben nicht mit Sicherheit weiß.

Da Day und June erst relativ spät das erste Mal richtig aufeinander treffen und es insgesamt weniger um ihre Beziehung zueinander und dafür mehr um die schockierenden Machenschaften der Republik, also die dystopischen Elemente, geht, kann man Legend (noch) nicht wirklich als große Liebesgeschichte bezeichnen, wodurch es sich vermutlich auch gut für das männliche Geschlecht eignet. Es dauert lange bis die Beiden sich wirklich nahe kommen und ernste Gefühle füreinander entwickeln, was ihre Beziehung dafür aber sehr glaubwürdig macht.

Die eigentliche Handlung nimmt zu Beginn nur langsam an Fahrt auf, wird dafür dann aber noch so richtig spannend, sodass man das Buch vor allem in der zweiten Hälfte förmlich verschlingt.
Am Ende überrascht die Autorin den Leser dann noch mit einer ungeahnten und vor allem sehr traurigen Wendung, die kein Auge trocken lässt. Nach der letzten Seite hat man auf jeden Fall Lust auf die Fortsetzung, und das sogar ohne einen aufreibenden Cliffhanger.

*FAZIT*
Legend ist eine sehr gelungene Dystopie, deren düstere Zukunftsvision einem mehr als einmal den Atem raubt mit einem Regime, dessen Taten wohl kaum schrecklicher sein könnten. Eine Liebesgeschichte ist zwar vorhanden, drängt sich aber niemals in den Vordergrund, sodass nicht nur Leserinnen ihre Freunde an dieser packenden Geschichte haben dürften.

Der zweite Teil, in dem June und Day bestimmt versuchen werden etwas gegen die Republik auszurichten, lässt hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten!
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am 29. Januar 2013
Ich hatte erst einen Sampler zu 'Legend' und 'Prodigy' gelesen, um zu sehen, wie die Geschichte so wird.
Zwischen den beiden Ausschnitten aus den Büchern war ein Interview mit der Autorin. Ich muss gestehen, ich lese so was normalerweise nicht, aber mein Blick verfing sich an der Überschrift 'China's view'. Ich hatte den Namen der Autorin nicht wirklich wahr genommen, aber da habe ich dann doch noch mal geschaut. Die gute ist in China geboren und kurz nach dem Massaker am Platz des himmlischen Friedens in die USA ausgewandert. Zwar war sie damals noch ein kleines Mädchen, aber sie hat sicher mehr Einsicht in die chinesische Mentalität und Politik, als ich und das hat mich letztendlich überzeugt. Ein Buch über eine Diktatur von einer Person verfasst, die eine solche am eigenen Leib erfahren hat, hat sicher einen anderen Ton, als von einem gänzlich freien Schriftsteller.

Hier kurz zur Geschichte: June ist 15 und ein Wunderkind. Sie hat mehrere Jahre übersprungen und ist in der Abschlussklasse der Militärakademie. Da sie kaum Freunde hat, verbeist sie sich in die Schule und erreicht Höchstleistungen, aber nicht immer im Rahmen des Unterrichts.
Als ihr älterer Bruder bei einem Routine-Einsatz des Militärs getötet wird, erhält sie den Abschluss sofort und darf den Mörder suchen: Day, den legendären Rebellen

Day ist ebenfalls 15 und lebt auf der Straße. Seine Familie lebt in einem Armenviertel, in dem es außerdem noch eine Seuche gibt. Er bricht im Krankenhaus ein, um Medizin zu stehlen und dabei trifft er auf Junes Bruder und wirft ein Messer nach ihm.

June findet undercover Day und obwohl sie ihn mag, liefert sie ihn der Staatsgewalt aus.

Was mir gefallen hat:
Während June in den Militärgebäuden ist, werden nebenher einige Aufständische gefoltert. Das stört sie gar nicht - sind ja Landesverräter. Diese Einstellung ändert sich, nachdem sie mal 'auf der anderen Seite' gelebt hat.
Generell erklärt die Geschichte mit wenigen Bildern, wie die priviligierte June, die alles glaubt, was man ihr erzählt, obwohl sie logischer Denken kann als die meisten, langsam dahinter kommt, dass man sie belogen hat. Und mit ihr das ganze Land.

Die Geschichte ist spannend geschrieben und hat viel action a la chinesischer Actionfilme - sprich relativ unwahrscheinliche stunts, wie Day, der mit zwei Messern eine glatte Wand hochwandert und dann durch ein Fenster im zweiten Stock fällt/springt um tatsächlich aufzustehen und mit einigen wenigen Problemen zu fliehen. Das ist vielleicht unrealistisch, hat aber auch was.

Was mir nicht gefallen hat:
Die zwei sind 15!!! Fünfzehn!!! Day nehme ich ja noch einiges ab - auf der Straße musste er schneller erwachsen werden, aber die priviligierte June? Nur weil sie ohne Eltern aufgewachsen ist? Und welcher Militärkommandant gibt eine undercover Mission an eine 15-jährige?
Und das ganze herumgeflirte von Day? Mit 15? Echt jetzt?
Alles in allem: wenn man den beiden das Alter von 18 gegeben hätte, wäre das weitaus glaubwürdiger.
Ich habe bei anderen Kritiken gelesen, dass die abwechselnde Sichtweise kaum zum Tragen kam, weil die zwei Protagonisten fast gleich denken und handeln, samt ihrer Sportlichkeit. Das stimmt schon, fand ich aber weniger störend. Im hinteren Teil des Buches wird dann ja auch erklärt, dass beide den Einstufungstest mit voller Punktzahl bestanden haben, was ja darauf schließen lässt, dass sie sich ähnlich sind.

Ich bin jedenfalls auf den zweiten Teil gespannt und habe ihn schon vorbestellt. Am 29.01. soll er dann über das whispernet geflüstert werden. :-)
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Inhalt
Der 15jährige Day ist ein gesuchter Verbrecher. Doch die Republik hat ihn in den fünf Jahren seiner kriminellen Laufbahn noch nicht geschnappt; sie weiß noch nicht einmal, wie er aussieht. Als die Pest die ärmeren Zonen der Stadt Los Angeles niederrafft und auch Days kleiner Bruder an ihr erkrankt, sieht er keine andere Möglichkeit, als die Impfung, die nur den Reichen verabreicht wird, aus dem Krankenhaus zu stehlen.
Die 15jährige June gilt als die neue Hoffnungsträgerin der Republik. In dem Trial, einem Test, den alle 10jährigen absolvieren müssen, hat sie als einzige überhaupt 1500 von 1500 Punkten erreicht. Dadurch hat sie das Privileg, eine erstklassige Ausbildung zum Soldaten zu durchlaufen, die gut trainiert sein müssen für den schon Jahre andauernden Krieg gegen die Kolonien. Nachdem im Krankenhaus eingebrochen wurde mit dem Versuch, Impfungen zu stehlen, wird June dazu beauftragt, sich der Suche nach Day zu widmen und ihn endlich dingfest zu machen. Durch ihre überragende Intelligenz und ihre unglaublichen Fähigkeiten schafft sie es sogar, Day aufzuspüren. Doch nach und nach erfährt sie einige Dinge, die ihre Loyalität und ihren Glauben an die Republik schwer ins Wanken geraten lassen und schließlich sieht sie nur noch eine Möglichkeit, ihren Überzeugungen zu folgen: sie muss sich mit Day verbünden.

Meine Meinung
Nun ja, was soll ich sagen? Ich habe von dem Buch ein wenig mehr erwartet. Also erst einmal habe ich es binnen eines Tages durch gehabt (habe spät abends die ersten 60 Seiten gelesen und war am nächsten Tag vor 15 Uhr mit dem Buch fertig), da es doch recht dünn war und die Seiten nicht unbedingt voll beschriftet sind. Dies ist jetzt kein Kritikpunkt, aber für Ready Player One, was gerade mal 70 Seiten mehr hat, habe ich eine Woche gebraucht, einfach, weil das Seitenlayout ein ganz anderes war.
Die Aufmachung des Buches ist wirklich sehr schön. Die Seiten, die aus Days Sicht geschrieben sind, sind mit goldener Schrift bedruckt und auch der Schutzumschlag glänzt schön silbern und golden. Das Cover und der Titel lassen zunächst nicht wirklich erahnen, was es mit dem Inhalt auf sich hat und auch nur auf einer Seite gibt es eine Anspielung zu dem Buchtitel. Das deutsche Cover sieht dem englischen sehr ähnlich, ist aber in weiß und gold. Zudem gibt es auch noch ein anderen englisches Cover, das mir persönlich leider gar nicht gefällt (deswegen habe ich mich auch für diese Ausgabe entschieden).
Die Situation in dem Buch ist folgende: Die Vereinigten Staaten von Amerika gibt es schon lange nicht mehr. Man weiß sogar nichts mehr von den ehemaligen USA und wenn doch mal eine Vermutung aufkommt, ist es verboten, sie laut auszusprechen. Jetzt gibt es die Republik, geführt vom Elector Primo, die sich im ständigen Krieg mit den umliegenden Kolonien befindet. Diese Situation ist ziemlich gut umgesetzt, da es für den Leser so dargestellt wird, als sei es normal, dass es die Republik gibt und dass niemand von den USA weiß. Der Leser wird als "Mitwisser" angeredet, man erklärt ihm die Umstände nicht sofort, sondern sie werden als selbstverständlich hingenommen.
Das gesamte Buch ist aus der Ich-Perspektive geschrieben, wobei es nicht nur einen Protagonisten gibt, sondern zwei. Day und June wechseln sich Kapitel für Kapitel mit ihrer Sicht ab und einige Szenen bekommt man so aus zwei verschiedenen Blickwinkeln geboten (wenn Day und June zusammen etwas erleben). Dennoch ist es so sehr schwierig, beiden Charakteren die gerechte Aufmerksamkeit zu widmen, da jedem nur etwa 150 Seiten zur Verfügung stehen. Zudem sind mir beide Protagonisten zum Einen zu jung (sie sind gerade mal 15 Jahre alt) und zum Anderen zu perfekt. Beide sind wunderschön und werden von anderen begehrt (und sind sich dessen bewusst) und beide haben außerordentliche Talente und sich hochintelligent. Natürlich liest man im Grunde lieber Bücher, in denen die Protagonisten toll sind und kaum Fehler machen, aber andererseits fällt es dadurch schwerer, sich mit ihnen zu identifizieren. Natürlich haben beide gewisse Voraussetzungen für ihr Können: Day lebt seit Jahren auf der Straße und ist ein gesuchter Verbrecher, June wurde in den besten Schulen und für das Militär ausgebildet. Dennoch scheinen mir ihre Fähigkeiten mit 15 Jahren etwas sehr extrem und ich hätte es begrüßt, wenn die beiden möglicherweise 20 gewesen wären. Dann wäre auch ihre Liebesgeschichte, die sich bei zwei solch perfekten Menschen unweigerlich anbahnt, etwas realistischer gewesen. 15jährige, egal, wie intelligent sie sind, denken nicht so über Liebe wie die beiden. Wenn ich daran denke, wie ich mit 15 war, oder meine Freunde, da waren wir höchstens mal in jemanden verschossen oder verknallt, aber gewiss nie verliebt. Dieses Problem lässt sich aber leider nicht nur in Legend finden, es ist sehr beliebt, Jugendlichen in Romanen eine sehr erwachsene Liebe auf die Leiber zu schneidern. Trotzdem ist die Liebesgeschichte an sich sehr schön und bewegend und die Zweifel, die beide gegen den anderen hegen, nachdem sie über ihre wahren Identitäten und Absichten wissen, sind realistisch beschrieben. Denn sowohl June als auch Day haben ihre Gründe für ihre Ansichten und Taten und beide haben auch schon viel Schmerz in ihren Leben durchleiden müssen. Dennoch merkt man schnell, dass Day der tiefgründigere Charakter von beiden ist und auch schwerwiegendere Geheimnisse mit sich trägt, von denen er teilweise selber gar nichts weiß. Daher ist für mich Day auch eindeutig der interessantere Charakter von den beiden, auch wenn June natürlich nicht uninteressant bleibt. Vor allem über Junes Kühle möchte man mehr erfahren.
Die Geschehnisse wechseln sich Gegenseitig ab und auf den 305 Seiten passiert auch verhältnismäßig viel, teilweise überstürzen sich auch die Ereignisse, vor allem gegen Ende wirkt alles ein wenig gehetzt und der Showdown, der an sich spannend war, hätte noch besser ausgebaut werden können. Zu Gute halten kann man aber dem ganzen Buch, dass es nicht langweilig ist, da auf jeder Seite etwas passiert und teilweise so viel, dass nicht nur eine Person ihr Leben verliert. Dies wirkt teilweise ein wenig wie "Hmm, wen lasse ich jetzt sterben?", manche Tode scheinen rein aus einer Laune der Autorin heraus passiert zu sein und waren in meinen Augen ziemlich unnötig (vor allem im ersten Band. Man hätte manche davon durchaus auch noch in Folgebände verlegen können, um den Personen noch etwas mehr Entwicklung zu ermöglichen). Die Nebencharaktere bleiben teilweise etwas blass und man erfährt nicht viel über sie und schnell weiß man, wer gut und wer böse ist. Leider sind die Personen in Schubladen gesteckt und selbst wenn sie anfangs nett und sympathisch erscheinen, spürt man sofort, dass sie nicht so sind, wie sie am Anfang wirken.
Natürlich möchte ich das Buch nicht nur kritisieren. Es hatte wirklich auch seine positiven Seiten. Es ist viel passiert und noch nicht alles wurde geklärt. Man fragt sich, was es wirklich mit der Pest auf sich hat, wobei man am Ende des Buches schon einiges mehr weiß als am Anfang. Die beiden Protagonisten sind grundsätzlich sympathisch und das gesamte Szenario ist gut dargestellt, man kann sich alles bildlich vorstellen.

Fazit
Der Auftakt der Legend-Trilogie ist sicherlich kein schlechtes Buch, aber es gibt durchaus bessere (vielleicht ist das Setting Dystopie einfach mittlerweile verbraucht?). Probleme hatte ich einfach mit dem Alter der Protagonisten, was es mir einfach unglaublich schwer gemacht hat, mich mit ihnen zu identifizieren oder ihre Personen an sich realistisch zu finden. Die Liebesgeschichte war nett, aber wieder zu sehr "sie sahen sich an und spürten sofort...." und außerdem ist auch hier wieder das Alter der Protagonisten ein Problem. Ich kann solche Liebesbeziehungen zwischen 15jährigen einfach nicht ernst nehmen. Zudem waren sie mir für ihr Alter einfach zu selbstlos und haben erstaunlicherweise Dinge ausgehalten, was ich älteren Personen nicht mal zutrauen würde. Dennoch möchte ich das Buch nicht nur schlecht machen. Die Story an sich war sehr interessant und auch die Sichtwechsel waren spannend. Day und June waren (wenn auch recht jung) beide auf ihre Art und Weise sympathisch und man konnte mit ihnen mitfühlen. Natürlich bin ich auch gespannt, wie die Geschichte weiter gehen wird und es sind ja auch noch einige Fragen unbeantwortet geblieben (zum Beispiel der Tod von Days Vater und das Ergebnis von Days Trial). Zwar fand ich Ready Player One doch ein wenig besser als Legend (einfach, weil es im Genre Dystopie mal was Neues war und auch sonst nicht ganz so klischeehaft), aber da ich keine halben Sachen mache (würde dem Buch 3' Punkte geben) und mir 3 Punkte doch zu schlecht erscheinen, vergebe ich abschließend 4 von 5 Sternen.

Weitere Buchrezensionen finden Sie auf meinem Blog Kaugummiqueens Bücherstube (kaugummiqueen.blogspot.de)
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