Es ist natürlich immer lobenswert, wenn eine unbekannte und zugleich hörenswerte Oper eingespielt wird. Die vorliegende "Legende von der unsichtbaren Stadt Kitesch" wurde andernorts schon als "Russischer Parsifal" bezeichnet, was dieser Oper allerdings doch eher thematisch denn musikalisch gerecht wird.
So luxuriös das Begleitheft ist (Einführung und Handlungsangabe auf dt., fr. und engl., Libretto in denselben Sprachen und original in kyrillischer Schrift) so sehr muss man gewisse Abstriche akustischer Art machen:
1. bei der Aufnahmequalität (auch wenn es sich um eine Live-Aufnahme handelt; ungenügend für anno 1994, als hätte man einen "illegalen Mitschnitt" per Handmikrofon getätigt!)
2. zeitweise bei der Sängerleistung (gilt leider auch für die Hauptrollen).
Letzteres stört natürlich bei den bukolischen Szenen weniger (Trunkenbolde, Bärenführer, Tataren). Sei's denn, eine Entdeckung ist dieses Werk allemal!