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The Legend of Evil Lake ist eines dieser mythischen Martial-Arts-Märchen, die uns in eine fremde Kultur eintauchen lassen. Wer allerdings ein detailbesessenes, bildgewaltiges Epos wie Hero erwartet mit einer perfekten Art Direction und einer bis ins Kleinste durchchoreografierten Farbkomposition wer gemaltes Kino sehen möchte der wird enttäuscht sein. The Legend of Evil Lake ist asiatischer als die für den westlichen Markt mit enormem Produktionsbudget gedrehten Filme. Gleich zu Beginn des Filmes weiß der Zuschauer was ihn erwartet, denn der rote Mond kündigt den Blutrausch der kommenden 89 Minuten eindrucksvoll an. Die Geschichte ist schnell erzählt und verfügt über die typischen Elemente des klassischen Eastern: Geschichtliche Mythen (diesmal aus Korea), die an abenteuerliche Rittersagen erinnern, Magie und Zauberei, eindrucksvolle Helden und eine emotionsgeladene Liebesgeschichte. Und natürlich dürfen atemberaubende Schwertkampfszenen - ein Großteil erfreulicherweise im Wald und weit über dem Boden nicht fehlen. Die Vorgeschichte:
Krieger des Shilla-Heeres vernichten den Eingeborenenstamm der Auta. Ein magisches Schwert in den Waldboden gerammt, soll den Bann des mächtigen Auta-Schamanen für immer brechen, der besiegt in einem mystischen See untertaucht. 900 Jahre später ist das Shilla-Reich immer noch bedroht und der beste Offizier der Königin, General Biharang, wird entsandt um die Einheit des Reiches zu retten. Das eigentliche Drama beginnt, als seine Geliebte, die einfach Bauerstochter Jaunbi (Hyo-Jin Kim) in seiner Abwesenheit überfallen wird. Sie flüchtet in den Wald und zieht zu ihrer Verteidigung das magische Schwert aus dem Boden. Um sich zu retten stürzt sie sich in den Evil Lake und der Geist des hasserfüllten Auta-Führers fährt in sie. Hier beginnt der eigentliche Hauptplot des Filmes, denn General Biharang muss sich gegen seine Geliebte stellen, die als bösartiger Dämon das gesamte Königreich vernichten möchte. Hyo-Jin Kim versteht es eindrucksvoll den inneren Kampf darzustellen und in Sekundenschnelle von einer hingebungsvoll liebenden Frau zum bösen Dämon zu mutieren. Die dankbarste Rolle hat jedoch Hye-Ri Kim als Königin Chinsong, die zwischen ihrer Rolle als harter Regentin und devoter, unerfüllter Liebe zu ihrem General Biharang schankt. Insgesamt ist die Liebesgeschichte anrührend, die Charaktere sind aber nicht sehr weit entwickelt. Dem westlichen Betrachter erscheinen die sehr blutrünstigen Szenen bei denen haufenweise Gliedmaßen abgetrennt werden und Blut in rauschenden Bächen fließt etwas befremdlich (bei Tiger & Dragon und Hero wurde bewusst auf zu viel Blut verzichtet). Dieses Phänomen des Blutrausches asiatischer Filmen wurde in den Massenkampfszenen sowie Schlussakt im Schnee (ein wiederkehrendes Element sind Blutbäche im Schnee) von Quentin Tarantinos Kill Bill Vol.1 überspitzt zitiert
Wenn man zu den Filmfans zählt, deren Vorstellungskraft ausreicht, um fliegende Schwertkämpfer zu akzeptieren ist The Legend of Evil Lake - trotz dünner Story und streckenweise platten Dialogen einfach magisch. Und mehr muss ein Martial-Arts-Märchen manchmal auch nicht sein.--Mirja Bauer
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Blickpunkt: Film Kurzinfo
Kurzbeschreibung
Als diese auf Befehl der Königin ermordet werden soll, springt sie auf der Flucht in den verfluchten See. Besessen von dem Geist des alten Hexers kehrt sie zurück... und ihr Durst nach Rache ist unstillbar...