Ich möchte an dieser Stelle hauptsächlich auf die Box an sich eingehen.
Kurz vorweg: im Zuge der Neuauflage wurden alle Reihen, die von Drizzt handeln als "The legend of Drizzt" bezeichnet und chronologisch geordnet. Entsprechend enthält die Box Nr 2 eigentlich den Icewind Dale Zyklus, welcher 1988 ursprünglich den Auftakt der "Forgotten Realms" bildete. Die Box Nr 1 enthält Drizzt's Vorgeschichte, welche jedoch erst später erschien.
Die Bücher haben standard US format (etwas kleiner als DE Taschenbücher). Weiterhin sind die Cover der Bücher -zum ersten mal- angemessen gestaltet (erinnere mich noch an dieses grausige Cover von "the Legacy" mit diesem völlig zusammenhanglosen Zombiekopf drauf...) Papier und Druck entsprechen qualitativ einer eher besseren US Version, wobei man negativ anmerken könnte, dass der Schriftgrad etwas kleiner als normal ist.
Die Box ist schön gestaltet und erinnert mich durch die "Forgotten Realms" und "Wizzard of the Coast" Logos etwas an die Cover des Spiels Neverwinter Nights. Besonders positiv fällt auf dass der Pappschuber entgegen der meisten anderen am Markt üblichen aus einem sehr festem Karton besteht und hochwertig verarbeitet ist - endlich mal eine Box die den Namen "Gift-Set" voll und ganz verdient hat.
Fazit: Hochwertige und optisch schöne moderne Box, die absolut ihr Geld wert ist (Tipp: bei der aktuellen Preislage ist sie meist sogar günstiger als die Bücher einzeln)
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Da ich "The Crystal Shard" jetzt gelesen habe möchte ich doch noch was zum Inhalt sagen:
Nachdem ich -trotz "Forgotten Realms Erfahrung" durch diverse Games- etwas länger gebraucht habe um mich in das Setting einzufinden, hat mir das Buch letztlich recht gut gefallen, wobei die Story besonders durch die starken und unglaublich sympathischen Haupt-Charaktere getragen wird. Inhaltlich befinden wir uns im klassischen "Sword'n'Magic" Universum mit all seinen Dämonen und Kämpfen =). Da ich wie gesagt die "Forgotten Realms" bereits kennen weiß ich, dass Salvatore hier den Grundstein zu einer detailreichen Welt geschaffen hat, über die wir mit jedem Band mehr erfahren werden.
Jedoch gibt es auch ein paar punkte die das Lesevergnügen m.E. trüben:
Da wäre zum einen Salvatores Faible für Unausprechliche Namen. Klar sind fantasievollen Namen ein gutes Stilmittel um Atmosphäre und Charakterisierung in bestimmte Richtungen zu lenken, aber wenn man des öfteren auf Namen und Bezeichnungen stößt die gefühlt ausschließlich aus Konsonanten bestehen, tja dann wirkt das Ganze irgendwie lächerlich. Mal ganz abgesehen davon, dass zu viele befremdliche Wörter auf einmal das richtige Mitfiebern verhindern. Das ist etwas was mir bei Raymond Feist oder Robert Jordan schon immer am besten gefallen hat; starke eindeutig charakterisierende Namen, die jedoch gleichzeitig so viel Wiedererkennungswert (dank Anlehnung an ECHTE historische oder mythische Namen) haben, so dass sie eben nicht total gestellt wirken. Aber das ist definitiv verschmerzbar und wird sich *hoffentlich* mit etwas Gewöhnung geben.
Weiterhin sind die oft abrupten Szenenwechsel störend, da so immer das Gefühl bleibt, dass man etwas wichtiges verpasst, bzw. es oft erst nach mehreren Sätzen klar wird aus welcher Perspektive jetzt erzählt wird.
Etwas schade finde ich, dass man bereits nach kurzer Zeit recht genau, aufgrund der Titelwahl, abschätzen kann worum es in den beiden anderen Büchern geht.
Trotzdem, insgesamt ein rundes und sehr unterhaltsames Werk, was sprachlich selbst für den etwas geübteren Englisch-Leser eine Herausforderung ist.
*** - **** Sterne für Band 1