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5.0 von 5 Sternen
Hard Rock lebt, 2. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Legend of the Bone Carver (Audio CD)
Es ist wohltuend und beruhigend, dass auch im beginnenden 21. Jahrhundert noch solche Alben produziert werden! "Legend of...", die zweite Scheibe von PYRAMAZE ist genau die Fortsetzung von "Operation Mindcrime", die QUEENSRYCHE nicht geschrieben/ geschafft haben. Hervorragend aufgelegte Musiker, tolle Riffs und Sounds, intelligente Arrangements und eine Stimme, die einen Geoff Tate mittlerweile blass aussehen lässt. Stimmig und wirklich fett produziert kommt die Scheibe etwas runder und weniger sperrig daher, als die ebenfalls sehr gute Debut-CD "Melancholy Beast". Das Fantasy-Thema mag zwar nicht jedermanns Geschmack sein. Doch schafft es die amerikanisch/ dänische Formation, die hierfür leider typischen Schwertschwinger-Attitüden und die Nichts-kann-uns-aufhalten-Choräle auszulassen. Progressive Rock vom Feinsten. Mit einem Major-Deal könnte hier eine echte "Konkurrenz" (wenn es sowas im Metal-Bereich gibt) für DREAM THEATER entstehen. In Kürze: Dieses Teil ist ein Muss für alle Freude des Progressive Rock/ Metal, die sonst auf DREAM THEATER, alte QUEENSRYCHE, aber auch Power Metal à la AVANTASIA oder GAMMA RAY stehen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
(Progressive-, Speed- und) Melodic Metal mit Fantasy-Konzept, 19. April 2006
Rezension bezieht sich auf: Legend of the Bone Carver (Audio CD)
Auf ihrem zweiten Studioalbum haben Pyramaze (Dänemark & USA) ihren melodischen Heavy Metal mit Progressive-Einschlag ein ganzes Stück weit episch ausgebaut und ein prachtvolles Konzeptwerk abgeliefert, das Freunde der Kamelot-Alben "Epica" und "The Black Halo" restlos begeistern dürfte. Dazu erzählt "Legend of the Bone Carver" eine spannende Geschichte und klingt wie die Vertonung eines düsteren Fantasy-Märchens. Schon der einleitende Erzähl-Track "Era of Chaos", untermalt von einem Streichorchester, deutet die epische Qualität der insgesamt 45:52 Minuten an (41 Minuten Musik plus zwei Erzähl-Tracks, die aber durchaus auch dramatisch aufgemacht sind). Der überragende Opener "The Birth" bestätigt, dass sich dieses Konzeptalbum nicht Gimmicks und Klischees hingibt, sondern die Story mit musikalischer Qualität umsetzt. Eine mysteriöse Gitarrenmelodie, einsetzende, düstere Drums, dazu als nächster Schritt vielschichtige Orchestrationen und schließlich die hohe, klare Stimme von Lance King (Ex-Balance of Power). Die Gesangslinien wirken lebendig und unverbraucht und drücken die geheimnisvoll spannenden Lyrics mit dramatischer Emotion aus. Umspielt wird der Gesang von lyrisch hohen Klavierklängen in der Strophe und von weit ausholenden Lead-Gitarren-Melodien im Chorus, die den Gesang kunstvoll umspielen und imitieren; und das mit eigenen Melodien, die bei anderen Bands locker für den Gesang selbst ausreichen würden. Dazu gesellen sich später im Song getragene Backing Vocals, die selbst derart eigenständig sind, dass sie sich mit den Lead Vocals zu einem mehrstimmigen Chorus verdichten anstatt diese "nur" zu unterstützen. Als Unterbau beeindruckt ein hervorragendes Zusammenspiel von Rhythmusgitarre, Bass und Drums, die ständig variieren und diverse Drives spielen, endlos viele Breaks einbauen und allerhand Finessen hoher technischer Klasse supertight darbieten. Keine Sekunde ist langweilig, ständig ist Bewegung und Veränderung da. Der Sound ist sehr dicht, aber nicht wie bei manch anderen Bands durch stupide Keyboardteppiche oder pausenlosen Double Bass, sondern durch die vielschichtig ineinander verstrickten Melodien sowie durch die hochklassig komplexe Prog-Metal-Rhythmussektion. Und das beste: diese Qualität halten Pyramaze das ganze Album über durch. Viele der Songs jagen dem Hörer mit unerwarteten Wechseln zwischen wahnsinnig schnellen und ebenso präzisen Double Bass-Parts und plötzlichen Verzögerungen mit schwebender Atmosphäre Schauer über den Rücken, gespickt mit zahlreichen Details wie kleinen Läufen und unerwarteten rhythmischen Akzenten. Der Hörer wird bis zum Ende verzaubert. Trotz wunderbarer Melodien ist "Legend of the Bone Carver" niemals kitschig, sondern Heavy Metal pur - eine schwer zu haltende Balance, die nahezu perfekt gewahrt wurde. Eine kleine Auszeit bietet das verträumte "She Who Summoned Me" mit dem lyrischen Gesangsgastspiel einer Sängerin. Instrumentalisten erfreuen sich auch an den ineinander verstrickten Soli von Keyboards und Gitarre mit blitzschnellen Frickeleien eingebettet in neoklassisch anmutende Modulationen - schon das Outro-Solo von "The Birth" sorgt für hängende Kinnladen. "Legend of the Bone Carver" kann sich problemlos mit o.g. Kamelot-Meisterstücken messen lassen. Man kann auch stellenweise Einflüsse von Bands wie Angra, Blind Guardian, Rhapsody oder auch Helloween zur "Keeper of the Seven Keys"-Zeit ausmachen und bei manchen Heavy-Hymnen wie "Souls in Pain" sogar kurzzeitig an Iron Maiden denken. Die Geschichte zur Musik erzählt vom Gleichgewicht zwischen Gut und Böse und einer Zeit, in der dieses zu Gunsten der dunklen Mächte kippte. Ein Junge wird geboren, der mysteriöse Worte aus einer alten Zeit in sich trägt. Indem das Geheimnis seiner Existenz gelüftet wird, enthüllt sich auch die Macht dieser Worte, welche die dem Ungleichgewicht zum Opfer Gefallenen wieder zum Leben erwecken und die Balance wieder herstellen können.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
klasse, 31. Juli 2011
Das zweite Album der dänischen Power Metaller mit viel Melodie und leichtem Progeinschlag, Pyaramaze schimpft sich "Legend Of The Bone Carver" und erscheint zwei Jahre nach dem gutklassigen Debüt "Melancholy Beast" auf dem neuen Label Massacre Records. Der hohe, aber nicht nervige Gesang des superben US- Sängers Lance King (ex Balance Of Power) veredelt die gutklassigen mit starken Riffs und großen Gesangsmelodien durchzogenen Kompositionen. Addiert man das mystische Cover, den Titel und das gesprochene Intro zusammen, kommt man zu der Erkenntnis, dass es ein Konzeptalbum ist, wo mal wieder der Kampf von Gut und Böse thematisiert wird. Für meine Ohren ist der eh schon geringe Progeinschlag einer guten Ecke klassischem Metal gewichen und negativ ist höchstens die fehlende Abwechslung im letzten Drittel der Scheibe, ein Manko, was viele Bands in letzter Zeit zu haben scheinen. Zu gleichförmig klingen die an sich sehr guten Songs, es fehlen einfach ein oder zwei Nummern, die mal aus der Reihe tanzen. Die astreine Produktion und die guten Musiker reißen dieses Manko aber wieder etwas raus, so sind Pyramaze super melodisch ohne zu "kitschen" und haben oft Ohrwurmqualität. Pyramaze entstammen keinesfalls aus der Kinderliederabteilung und agieren noch recht eigenständig für unsere Zeit. Kann ich empfehlen!
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