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Produktinformation
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Was macht ein Globetrotter bei Nostalgie-Attacken? Der eine hat einen Baedeker von seinen Urgroßeltern im Regal, in dem er schmökern kann. Mit etwas Glück fällt ihm beim Blättern sogar ein alter Fahrplan in die Hände, eine vergilbte Postkarte oder ein Brief von Anno dazumal. Der andere hat noch eine Kiste mit alten Fotoalben auf dem Dachboden -- oder einen dieser Koffer aus "Vulkanfiber" mit verstärkten Ecken und bunten Aufklebern von Schifffahrtslinien und Hotels aus aller Welt.
Wer weder das eine noch das andere hat, dem hilft für mehr als einen Nachmittag Legendäre Reisen von Marc Walter. Der französische Fotograf hat mit zwei Journalisten aus einer umfangreichen Sammlung alter Fotos von berühmten Reisezielen, von Luxus-Dampfern, Eisenbahnen und Hotels (die Orte reichen von Paris und Rom über Sankt Petersburg bis Singapur und Buenos Aires) einen aufwändigen, über 300 Seiten starken Nostalgieband fabriziert.
Gespickt wurde das Ganze mit kurzen, dazu passenden Zitaten zeitgenössischer, fast ausschließlich französischer Autoren und kleinen Faksimiles von Fahrplänen, Geldscheinen und Ansichtskarten, die wie zufällig zwischen den Seiten hängen. Eine wunderbare Idee. Bei schwersten Anfällen von Reisefieber und Nostalgie kann man ja zudem nachsehen, ob auf dem Dachboden nicht doch noch eine alte Kiste mit Reiseandenken steht. --Bernhard Wörrle
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
28 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
In den Orient, über die Bengalen und Java nach Amerika,
Von
Rezension bezieht sich auf: Legendäre Reisen: Auf den großen Routen rund um die Welt (Gebundene Ausgabe)
Schon äußerlich macht der Prachtband ordentlich was her. Über 300 Seiten der besten Qualität, nicht von diesem hauchdünnen Papier, das bei unachtsamen Umblättern so schnell einreißt wie Geschenkpapier in den Händen eines Fünfjährigen. Die Photographien im Inneren sind meist sepiafarben und grobkörnig und riechen nach der Druckfarbe, manche sind nachkoloriert, um dem historischen Anspruch des Buches zu entsprechen. Doch dann, beim flüchtigen Durchblättern, stutzt der Leser: War da nicht was? Eine Werbeeinlage etwa, mitten im Bildband? Schnell zurückgeblättert, und dann fast kindliches Erstaunen: Mitten im Buch kleben da kleine farbige historische Karten, Faksimiles von Werbebroschüren, Eisenbahn-Fahrplänen, Gepäckaufklebern oder Ansichtskarten, rückwärtig beschrieben. Da hat sich der Verlag aber mächtig ins Zeug gelegt. Wann hat es das zuletzt gegeben?Der Bildband zeigt auf eine wunderbare Weise die Welt des Reisens im frühen 20. Jahrhundert. Damals bedeutete Tourismus nicht die rasche Überwindung möglichst großer Distanzen, um dann am Ziel möglichst viel Zeit in der Sonne zu liegen. Vielmehr war das Reisen an sich, die Bewegung von Ort zu Ort, bereits wesentlicher Bestandteil des Urlaubs, ja vielleicht sogar wichtiger als das eigentliche Sightseeing, ganz nach dem Motto: Der Weg ist das Ziel. Statt der üblichen Langeweile des Pauschaltourismus entsprach das Reisen einer Kunst, die zu genießen sich allerdings nur wenige Gutbetuchte leisten konnten, vornehmlich Aristokraten, Geschäftsleute oder Diplomaten. Diese waren dafür um so erfinderischer, wenn es um die schönsten Wochen des Jahres ging: Der Orient Express von London nach Istanbul, das damals noch Konstantinopel hieß, war schon nichts besonderes mehr und trug erste Züge des Massentourismus. Wer etwas auf sich hielt, reiste mit dem Train bleu von Paris nach Monte Carlo, dem Bäder-Express von London nach Karlsbad, dem Taurus-Express von Cairo nach Istanbul, oder, für ganz Verwegene, der Pacific Line von Valparaiso nach Veracruz in Mexiko. Fernweh verursachen auch die Schiffspassagen mit verheißungsvollen Namen wie der Dollar Steamship Line von San Francisco nach Yokohama oder von New York nach Los Angeles, durch den Panama Kanal versteht sich. Die Wände der Eisenbahnabteile durften noch mit Tropenhölzern vertäfelt sein, zum Dinner im Speisenwagen legte der Herr stilvoll den Smoking an, den ein Diener aus einem der großen Schrankkoffer bereit legte. Angekommen ließ sich der wohlhabende Reisende zumeist ins hiesige Grandhotel kutschieren, das so klingende Namen wie Boa Vista, Raffles oder Banff Springs trug; oder aber er übernachte gleich im Sommerpalast des Diltans am Kaspischen Meer. Wer heutzutage unter Platzangst leidet oder souverän der Thrombosegefahr trotzen will und über das nötige Kleingeld verfügt, für den ist "Legendäre Reisen" sicherlich eine geeignete Vorlage für seinen anstehenden Sommerurlaub, für alle anderen ist es eine wunderbare Vorlage zum Träumen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
37 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein wunderbares Reise-Schwelge-Buch!,
Rezension bezieht sich auf: Legendäre Reisen: Auf den großen Routen rund um die Welt (Gebundene Ausgabe)
Gleich vorweg gesagt: Ein schöneres Reisebuch habe ich noch nicht gesehen - und ich habe doch einige in meinem Regal! Schon seit "Mord im Orient-Express" habe ich mich dafür interessiert, wie man (und Frau) "seinerzeit" gereist ist. Ich habe mich gefragt: Wie war das damals auf dem Nil-Kreuzfahrtschiff? Warum brauchte man Schrankkoffer? (Antwort: weil man so lange unterwegs war!) Wie kam man überhaupt von A nach B? In diesem Buch habe ich die Antworten hierzu gefunden - und eine Menge weiterer Beschreibungen der Reiserouten und -ziele, von denen man eigentlich sonst nur in Filmen etwas mitbekommt. Sehr begeistert hat mich auch die liebevolle Ausstattung des Buches, z.B. einzeln eingeheftete Reproduktionen von Schiffsfahrkarten oder Speisekarten bekannter Nobelhotels. Zugegeben: Damals war Reisen gleichbedeutend mit der Zugehörigkeit zur absoluten Oberschicht, aber auch mit einer Hingabe, die im heutigen Zeitalter des Massentourismus wohl nicht mehr anzutreffen ist.
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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine Entdeckung der Langsamkeit,
Von
Rezension bezieht sich auf: Legendäre Reisen: Auf den großen Routen rund um die Welt (Gebundene Ausgabe)
Wirklich einer der schönsten Bildbände über das Reisen, den man sich überhaupt vorstellen kann:"Legendäre Reisen" beschreibt das Reisen in der Zeit zwischen etwa 1880 und 1930. Nicht Kurzreisen, die nur einen Tag gedauert hätten, sondern ausgedehntere Reisen, angefangen von den für diese Zeit typischen Bäderreisen von London oder Paris nach Deutschland oder Österreich-Ungarn (Wiesbaden, Baden-Baden, Karlsbad) bis hin zu den großen Weltreisen, sagen wir, von Boston nach Sumatra. Die zahlreichen Abbildungen lassen diese gloreiche Vergangenheit lebendig werden durch Photos (nicht nur von den überwältigenden Grand-Hotels oder den Promenaden; es gibt auch Aufnahmen von Stadtszenen, von Bazaren oder den zeittypischen Reisegruppen [schon damals gab es Pauschalreisen]) und durch Abbildungen von Plakaten oder anderen Begleiterscheinungen der Reise selbst. Eingestreut sind kenntnisreiche Begleittexte zu den Abbildungen, Zitate aus Werken und Reisebeschreibungen bekannter Reisender (Somerset Maughan, Scott Fitzgerald und so weiter) oder, und das ist vielleicht das Überraschendste und Schönste in diesem Buch, sorgsam eingeheftete Faksimiles von originalen Postkarten oder Kofferaufklebern oder Passagierlisten. Ein liebevoll zusammengestellter und reich ausgestatteter Bildband von einigem Gewicht - zum Blättern und Staunen und Freuen, über eine Zeit, in der man geruhsamer reiste als heute - nicht, weil man das so wollte, sondern weil man es mußte - und eben darum die Welt ein wenig anders erlebte. Auch zum Verschenken gut geeignet! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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