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Leeres Viertel Rub' Al-Khali
 
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Leeres Viertel Rub' Al-Khali [Taschenbuch]

Michael Roes
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Broschiert EUR 32,90  
Taschenbuch, 1998 --  

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 928 Seiten
  • Verlag: btb; Auflage: Genehmigte Taschenbuchausgabe, 1. Auflage. (1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442722268
  • ISBN-13: 978-3442722266
  • Größe und/oder Gewicht: 18,9 x 11,6 x 3,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 715.784 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Michael Roes
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

[Ein] intellektuell anregendes, vielschichtiges und durchaus spannendes Buch über die menschliche Kultur, den Jemen und die Suche nach der Leere im Inneren des modernen Menschen --literaturkurier 22.07.2010 -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiert .

Kurzbeschreibung

Michael Roes, Doktor der Philosophie, legt einen "philosophischen Abenteuerroman" vor. Ende des 18. Jahrhunderts machen sich vier Reisegefährten von Weimar aus auf den Weg in die größte Wüste der Welt, Rub' al-Khali. Ihr Ziel ist die Ergründung des Geheimnisses der mosaischen Gesetzestafeln. Chronist der Expedition ist Alois Schnittke. In seinem Tagebuch berichtet er von stürmischen Seefahrten, Sandstürmen, der Pest, Beduinenüberfällen, der Königin von Saba, Kurtisanen, Scheichs, dem geheimnisvollen Reverend Fox, der die Heiden bekehren will, nächtlichem Leichenraub und schließlich dem Tod der Reisegefährten. Schnittke ist der einzige Überlebende des Unternehmens.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ethnologie, Philosophie, Roman - intellektuelles Vergnügen, 9. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Leeres Viertel Rub' Al-Khali (Taschenbuch)
Wer dieses Buch zur Hand nimmt, wird es entweder bereits nach kurzer Zeit wieder zur Seite legen, oder es mit größtem Vergnügen lesen - und dabei auch noch intellektuell befriedigt und beschäftigt werden. Denn außer der "Oberflächenhandlung" finden sich in dem Buch zahlreichen kulturelle, philosophische und ethnologischen Reflexionen, die außerordentlich aufschlußreich sind. Aber worum geht es denn nun eigentlich? Der Roman besteht im Grunde genommen aus zwei fiktiven Tagebüchern: das eine stammt aus dem frühen 19. Jahrhundert; der deutsche Ich-Erzähler erzählt in Tagebuchform die Reise nach Sanaa, der Hauptstadt des Jemen, als Mitglied einer Reisegruppe mit anderen deutschen Gelehrten. Dieses historische Tagebuch ist verwoben mit einem aktuellen Tagebuch eines zeitgenössischen Ethnologen, der ebenfalls seine Erlebnisse im Jemen beschreibt, der Anlaß seines Aufenthalts besteht in der Untersuchung und Analyse der Kultur der Kinder- (und Erwachsenen-) Spiele des Jemen. Die Spannung erwächst aus vielerlei Elementen: Die Erlebnisse der jeweiligen Schreiber sind teilweise sehr spannend, das Ende der beiden Reisen ist absolut nicht vorhersehbar, aufgrund des Tagebuchstils gibt es einige "Leerstellen" und "Brüche" die den Leser zum Erfinden von Handlung zwingen, die philosophischen Bemerkungen sind sehr intelligent(sie sind wahrscheinlich durch die Philosophie Wittgensteins inspiriert, wenn nicht gar das ganze Projekt dadurch angestoßen wurde). Kurz: ein vielschichtiges intellektuelles Vergnügen! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Kulturelle Einblicke, philosophische Längen, 30. Januar 2002
Von 
Frank Neubüser "neubuser" (Limburg, Hessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Leeres Viertel Rub' Al-Khali (Taschenbuch)
In den vergangenen vielleicht zehn Jahren haben historische Reiseberichte, entstaubt und angereichert mit zeitgenössischen Ansichten, grossen Anklang gefunden - beispielsweise T.C.Boyle's "World's End" und "Wassermusik", oder Matthew Kneale's "Englische Passagiere". Das kommt offenbar dem Wunsch des Lesepublikums nach fernen Welten und fremden Kulturen entgegen. Mit "Leeres Viertel" hat sich auch ein deutscher Autor auf dieses Terrain gewagt - für meine Begriffe mit diskutablem Erfolg.
Roes vermittelt grosse Einblicke in die jemenitische Kultur, Gegenwart und vor allem den Alltag, für die man ihm dankbar sein muss: obwohl ich noch nie selbst im Jemen war, halte ich seine Tagebuch-Eindrücke für ausgesprochen glaubwürdig, er erreicht damit das, was ein Reiseautor nur erreichen können will: er bringt das Land dem Leser nah, man glaubt ihm sowohl Liebe als auch Distanz. Seine kulturelle Offenheit läßt kein Thema aus, auch seine philosophisch-essayistischen Einsprengsel (vor allem über das Spielen) sind bisweilen aufschlussreich.
Nicht ganz so begeistert bin ich aber über den Versuch, sein eigenes jemenitisches Tagebuch (aus der Sicht eines deutschen Anthropologen der Neuzeit) mit einem (erfundenen) historischen Reisebericht zu koppeln; ein hohes Ziel, aber leider knapp verfehlt, denn den Geist des 18. Jahrhunderts mag der Autor, trotz angestrengt "altherthümlichen" Schreibstils, seinem fiktiven Reisenden Alois Schnittke nicht so recht einzuflössen. Zu aufgeklärt, zu multi-kulti begegnet einem Schnittke, zu wenig ist er vom Denken seines eigenen Jahrhunderts geprägt. So will einem das Tagebuch des historischen Reisenden nicht ganz so glaubwürdig erscheinen wie das des zeitgenössischen. Allerdings hat mir im historischen Reisebericht ein Stilelement besonders gefallen: die Unterbrechung der Handlung gerade an den spannendsten Augenblicken, ein Schnitt, erhöht die Spannung bisweilen noch, kann man doch an diesen Stellen darauf gefasst sein, dass dem Tagebuchautor hier etwas ganz besonderes zugestossen ist, das erst später Stück für Stück aufgedeckt wird. Das hält die Freude am Lesen wach.
Die vielen philosophischen Einsprengsel können zwar gelegentlich interessant sein, oft sind sie aber auch sehr zäh, lassen insgesamt eher den Eindruck vom "Wissenschaftler im Elfenbeinturm" zurück, und haben oft nichts mit dem konkreten Geschehen im Jemen zu tun. Es hätte dem Buch gut getan, wenn es der Autor in dieser Hinsicht um zwei-, dreihundert Seiten gekürzt hätte. Auch den Handlungsfaden wünschte man sich gestrafft: zu viele Personen treten auf und wieder ab, ohne dass sie einen erkennbaren Einfluss auf das Geschehen hinterlassen. Hätte der Autor hier einen fiktiven "Roten Faden" zugefügt, ein bisschen dazufabuliert und die Kernhandlung auf ein paar Hauptpersonen beschränkt - auch das hätte dem Roman gutgetan. Über weite Strecken ist der rote Faden eigentlich nicht erkennbar, und man liest allein wegen des kulturellen Interesses am Land weiter. Dramatisch ändert sich das allerdings zum Guten in Teil II (ziemlich weit hinten), als der (zeitgenössische) Tagebuchschreiber von Stammeskriegern entführt wird, wodurch Bewegung in die Handlung kommt.
Ich habe manches Mal überlegt, ob ich das Buch wirklich zu Ende lesen soll (das ist für mich kein Zwang), habe es letztlich trotz aller Längen getan und bin recht froh darüber. Viel Spaß beim Entdecken einer fremden, unbekannten Kultur im Jemen!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Langsam Lesen lohnt sich, 21. Februar 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Leeres Viertel Rub' Al-Khali (Taschenbuch)
Ich habe selbst ein halbes Jahr im Jemen gewohnt und habe mich gefreut, wie nüchtern und beteiligt, wie sehr bei sich bleibend Michael Roes all den Fragen nachgeht, die eine Reise, ein Aufenthalt in diesem Land stellt. Die Lektüre hat sehr viele Erinnerungen in mir wachgerufen, die nicht mit Erlebnisen oder Eindrücken zu tun haben, sondern am ehesten mit Beweggründen. (durchaus auch ganz wörtlich zu verstehen). Das Buch wurde für mich ein sehr persönliches Buch.
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