Diese Frage werden sich mit Sicherheit viele Leser stellen, nachdem sie 'Lee Raven' gelesen haben. Denn der kleine Taschendieb stiehlt ein Buch, das ihn auf eine ungewöhnliche Reise entführt. In 'die Welt der Bücher' sozusagen, in die Lee eigentlich gar nicht eintauchen kann, denn er selber ist des Lesens überhaupt nicht mächtig. Umso begeisterter ist er, als er merkt, dass ihm das Buch, das er einem Buchhändler gestohlen hat, seine eigenen Geschichten erzählt und vorliest. Doch ist es nie dieselbe Geschichte, die Lee geschenkt bekommt, sondern es sind immer wieder neue Geschichten, die das Buch anscheinend zu einem lebenden Objekt machen. Und es kann sich sogar mit Lee unterhalten.
Was sich hier nun äußerst fantastisch anhört, ist eine tolle, spannende und klug erzählte Geschichte über Lee in dem London der Zukunft. Es handelt sich um ein Jugendbuch. Dementsprechend fällt es leicht, dem Lauf der Geschichte zu folgen und komplett in diese einzutauchen. Beim Lesen habe ich mich immer wieder dabei erwischt, selber so ein ganz besonderes Buch besitzen zu wollen. Nur leider bin ich nicht die einzige, die so denkt und so gerät Lee Raven natürlich in die Fänge von Verfolgern, die ebenfalls alles dafür tun, dieses ganz besondere Buch in ihren Besitz zu ziehen. Die Spannung ist also vorprogrammiert und wird auch über die mehr als 300 Seiten hin gehalten.
Der Autor hat eine tolle Idee gehabt und diese wunderbar umgesetzt. Und was mich zwischendurch wirklich zu einem erleichterten Schmunzeln brachte, ist die Tatsache, dass es selbst 'Google' noch im Jahr 2046 geben wird! Eine tolle Erwähnung, mit der ich so nicht gerechnet hätte.
Ein Buch für alle, die offen sind für fantastische Geschichten, die einem das Träumen in Büchern ermöglicht!