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81
4,7 von 5 Sternen
Led Zeppelin IV
Format: Audio CDÄndern
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32 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. Oktober 2014
das remastering der ersten 3 alben ist ein deutlicher upgrade betreffend druck, sauberem frequenzgang im vergleich zu
den 90s remasters. cd wie auch vinyl editionen.
aber bei IV und houses ist von einer verbesserung nicht wirklich zu sprechen. klar, es wurden wieder die hohen und tiefen frequenzen angehoben. leider tut das hier gar nicht so gut, vor allem in den höhen zischelts gewaltig.
die 90s masters sind weicher und angenehmer beim durchhören.....
die bonus cds enthalten fast nur alternative mixes, mit zusätzlicher gitarre oder fehlendem piano, oder backing tracks (ohne vocals)
keine zusätzlichen titel oder alternative versionen.
selbst als hardcore zep-fan nicht gerade berauschend.
die luxus boxen allerdings sind regelrecht eine unverschämtheit : längst bekannte fotos, meist live, zeitungsausschnitte und reviews, auch barvo-titelblätter haben sich hier verirrt. alles in allem teenie-mag-niveau, bedauerlich....
nichts zur entstehung der alben, aufnahme situation in headley grange,etc, keine engineer infos, auch nichts über das remastering, zustand der bänder, was auch immer, absolut keine schrifliche info...und ebenfalls nichts zur entstehung der legendären covers von hipgnosis........alles komplett verschenkt.....nur bildchen...hallelujah !
das vinyl klingt sehr gut und kann mit unseren pressungen anfang der 70s beinahe mithalten, wie gesagt, beinahe.
die drucke der covers sind allerdings phänomenal.
natürlich gibts 5 punkte für die sensationelle musik, aber die gestaltung der boxen ist dermassen lieblos, dass ich beinahe vor einem kauf warnen möchte und deshalb nur traurige 3 punkte vergebe...sorry
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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. Oktober 2014
Man fragt sich immer wieder, wann das mit dem "Remastern" ein Ende nimmt... Mittlerweile bemühen sich die Verantwortlichen aber wirklich darum, den wahren Klang des Originals herauszuholen und auch auf Vinyl zu pressen. Das vorliegende Vinyl ist Klasse. Die Nadel läuft einandfrei ohne Dellen oder herumzueiern. Die Auflage orientiert sich am Original! Nur hat man die Textvorlage nicht als Plattenhülle sondern als Textblatt dazugefügt; die Platte befindet sich in einer schonenden weichen Hülle.
Auch findet sich kein Strichcode auf dem Klapp-Cover. Der Sound: Offen und druckvoll. Ich habe auch die anderen Veröffentlichungen dieser Reihe auf Vinyl und die Qualität ist bei allen ausgezeichnet. Das Vinyl kann ich daher nur weiterempfehlen!
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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
"Wir sitzen da an was Neuem, bei dem Orgel und akustische Gitarre sich ganz langsam hoch steigern, bis dann der elektrische Teil einsetzt. Durchaus möglich, dass daraus ein Fünfzehn Minuten Track wird..."
(Jimmy Page im November 1970)

....."Stairway To Heaven" (Track 4) sollte mit 7:55 Minuten zwar nicht ganz so lange werden, jedoch unbestritten einer der epochalsten Werke der Rockgeschichte. Lyrisch wird die Suche einer mystischen Dame nach spiritueller Vollkommenheit geschildert. Plant nannte Jahre später Lewis Spences' "The Magic Art in Celtic Britain" als eine seiner Textquellen. Das Lied erschien mit seinen Paradigmen von Bächen, Bäumen,lockenden Pfeifern und einer strahlend weißen Lichtgöttin wie eine Aufforderung der modernen Welt den Rücken zu kehren, um sich der alten Religion zuzuwenden. Als Sehnsucht einer ganzen Generation nach spiritueller Läuterung sollte der Song zu einer einzigartigen Hymne werden, bei der Page einen unvergleichlichen Kompromiss zwischen der akustischen und metallenen Musiksphäre gefunden hatte. Das sechsseitige Intro des im walisischen Bron-Yr-Aur komponierten Stückes wurde in den Londoner Island Studios aufgenommen. Der Rest, mit dem 12seitigen Gitarrenpart, Jones' gedoppelter Bassflöte und die anderen Songs wurden im mobilen Aufnahmestudio der Rolling Stones, das man nach Headley Grange (New Hamphire) gebracht hatte, produziert.

"Black Dog" (Track 1) basiert auf einem Riff, den John Paul Jones mitgebracht hatte. "Rock and Roll" (2) ist eine "zufällige Komposition" bei der John "Bonzo" Bonham zunächst den Anfang von Little Richards "Good Molly Miss Molly" getrommelt hatte, während zufällig das Aufnahmeband mitlief. Nach Pages spontan über zwölf Takten improvisierten Riff war das Band zwar plötzlich zu Ende, man hatte aber genug Material für den Song, der durch Plants improvisierten Text und einem Boogiepiano Ian Stewarts komplettiert wurde. "The Battle Of Evermore" (3) war ein Duett von Robert Plant und Sandy Denny, das von Pages Spiel auf einer Mandoline (!) begleitet wurde. Zunächst als eine Art altenglisches Instrumental gedacht, wurde es zu einer modernen Form angelsächsischer Schlachtenepik, da Plant zur gleichen Zeit mit der Lektüre der schottischen Grenzkriege befasst war.

Mit seinem dichten Bluesriff und Bonhams zarten, aber prägnanten Schlagzeugspiel, bietet "Misty Mountain Hop" (5) die Darstellung einer walisischen Bilderwelt. "Four Sticks" (6) ist eine Boogiepiano-Jam, mit dem Ur-Rolling Stone Ian Stewart, dessen Takt an Bo Diddley erinnern lässt. Die Melodie von "Going To California" (7) hatte sich Page für die akustische Gitarre ausgedacht. Der Song war Tribut und Hommage an die kanadische Sängerin Joni Mitchel, die sowohl für Page als auch Plant schlechthin das Idol war. Daneben spiegelte das Stück die Sehnsucht der Gruppenmitglieder nach dem amerikanischen Sonnenstaat mit all seinen Exzessen. "When The Leeves Break" (8) hatte Jimmy Page auf einer alten Schellackplatte von Memphis Minnie und Kansas McCoy aus dem Jahre 1928 gehört. Page baute den klassischen Zwölftakt-Blues mit gephasten Vocals und einem Mundharmonikasolo mit Backward Echo vollkommen um, so dass dem Hörer das Bluesgefühl der Gruppe vermittelt wird.

Die 1971er "Return to the Clubs" Tour startete am 5. März in dem von Bürgerkrieg zwischen Katholiken und Protestanten zerrissenen Belfast. Als Led Zeppelin "Stairway to Heaven" - für das sich Page eigens eine Gitarre mit zwei Hälsen (zwölf Saiten am oberen, sechs auf den unteren Hals) hatte anfertigen lassen - anstimmte, herrschte eine kurze Friedensphase.

Das schließlich am 8. November 1971 erschienene Album trug weder einen Titel, noch zeigte es den Bandnamen, wartete im Inneren statt dessen mit vier geheimnisvollen Zeichen auf; eine Feder im Kreis für Robert, drei ineinander verwobene Kreise für Bonzo, drei ineinander verwobene Ovale, die wiederum in einen Kreis verwoben sind für John Paul Jones und eine mystische Glyphe mit dem Wort "Zoso" für Jimmy Page. Das als "Untitled" oder "Zoso" in die Rockgeschichte eingegangene Album ist das absolute Highlight der Gruppe, das mit "Stairway To Heaven" eines der berühmtesten und einflussreichsten Songs des 20. Jahrhunderts bringt. Unzählige Male, u.a. 2002 von Dolly Parton mit einem Gospelchor gecovert, erklingt er seit 2007 auch als neues Glockenspiel des Fürther Rathausturmes.

5 Amazonsterne!
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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. August 2004
1971, ein Jahr nach dem sehr akustisch orientierten dritten Album, legten Led Zeppelin einen weiteren Meilenstein in der Geschichte der Band nach, von dem Gittarist Jimmy Page selbst meinte, dass dies das bislang beste Album werden soll. Das unbenannte Album, das von Fans in verschiedenen Bezeichnungen -- wie "Runes", "Four Symbols" und "Zoso" aufgrund der Symbole am Ettikett, oder ganz einfach "Led Zeppelin IV" -- genannt wird, sollte ursprünglich als Doppelalbum erscheinen, bevor man sich aufgrund einiger Zeitprobleme doch für ein 1-LP Release entschied. Das die vier nicht mit allen Songs fertig geworden sind, schadet der Qualität allerdings nicht im Geringsten, eher im Gegenteil. Denn das Material, das es bis zur Veröffentlichung geschafft hat, ist durch und durch erhaben und rockt, und zwar von der ersten bis zur letzten Minute.
"Led Zeppelin IV" beginnt mit dem Kracher 'Black Dog', der nach dem Aufwärmen der Gitarren hauptsächlich von Bonhams kraftvollen Schlagzeug und Pages einzigartigem Gitarrenspiel lebt. 'Rock and Roll' ist das, was der Titel verspricht: nämlich Rock and Roll - nun, zumindest ein sehr kraftvolles Tribut an den Rock and Roll, bei dem es sich sowohl Tanzen als auch Luftgitarre spielen lässt.
'Battle of Evermore' ist ein wunderschönes Akustik-Stück, das durch den Einsatz mehrerer Gitarren und Plants ausufernd hohem Gesang ziemlich mystisch klingt und ein angenehmes Fantasy-Flair mit sich bringt, bevor mit 'Stairway to Heaven' die erste Seite des Albums mit dem Song endet, der die Gruppe regelrecht gebrandmarkt hat. Keine Frage, 'Stairway' ist mit Abstand eines der besten Songs der Truppe, welches es wirklich schafft die Emotionen der Hörer durch die 6 Minuten lang zu bündeln, um sie schließlich beim furiosen Finale ganz und gar rauszulassen. Hier liegt auch schon der Vorteil im CD-Release... nachdem man von der ersten Seite schon emotional und körperlich ausgepowert ist, braucht man nicht die Platte umdrehen, sondern kann sich entspannt wieder von neuem aufbauen...
Die zweite, oft unterschätze Seite, beginnt mit 'Misty Mountain Hop', das anscheinend Lord of the Rings Referenzen aufweisen soll und ziemlich funky klingt, was es hauptsächlich Pages Gitarrenspiel zu verdanken hat. 'Four Sticks' ist wieder etwas sehr experimentelles, vordergründig ist der klopfende Sound des Schlagzeugs (und der vier Drumsticks... oh!) und dem monotonen Gitarrensound. Besonders interessant ist hier die Abwechslung zwischen Akustik und Elektrogitarre. 'Going To California' ist - wie 'Battle of Evermore' - wieder ein Akustikstück, das zum Träumen anregt und auf das etwas stärkere Ende hindeuten soll, bist mit 'When the Levee Breaks' ein genauso kraftvoller und stampfender Endgang wie zu Beginn kommt.
Alles in allem wohl das beste Album von Led Zeppelin, das gar keine Schwachstellen aufweist und sowohl als Meilenstein der Band- als auch als der Rockgeschichte zählt. Neben 'Machine Head' von Deep Purple und 'Aqualung' von Jethro Tull unverzichtbar in jeder gut sortierten Plattensammlung...
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. Dezember 2014
Natürlich gäbe es auch noch andere Anwärter auf diesen Titel, z.b. DEEP PURPLE - MACHINE HEAD, RAINBOW - RISING, LED ZEPPELIN - II, BLACK SABBATH - PARANOID, AEROSMITH - ROCKS, VAN HALEN - I, AC/DC - BACK IN BLACK u.s.w. u.s.f. Dies sind alles großartige Meisterwerke, aber irgendwie thront LED ZEPPELIN IV für mich noch ein kleines bisschen über allen anderen....

In Headly Grange eingespielt, erschien dieses Album 1971 ohne Namensschriftzug und ohne Albumtitel. Es kursierten Namen wie FOUR SYMBOLS oder UNTITLED, am geläufigsten ist jedoch LED ZEPPELIN IV.
Der Opener BLACK DOG beginnt mit DEM wohl typischen LED ZEP Riff, in den Pausen dazu der sirenenartige Gesang von Robert Plant. Ich weiß nicht wie oft dieser Song schon kopiert worden ist, von neuerdings AC/DC - ROCK THE HOUSE bis WHITESNAKE - STILL OF THE NIGHT.... Ein netter Fingerzeig ist auch Gary Moores LED CLONES....
ROCK AND ROLL ist die (was sonst bei dem Titel) Hymne schlechthin, von einem Schlagzeug Gewitter von Bonzo eingeleitet, war dieser Song früher der ideale Konzert Opener.
THE BATTLE OF EVERMORE ist eine mystische Folknummer, bei der Robert Plant gesanglich von Sandy Denny unterstützt wird. Großartiges Schlachtenepos, inspiriert von Tolkiens Herr der Ringe.
Und dann natürlich STAIRWAY TO HEAVEN, LED ZEPS Meisterstück!!! Langsamer, ruhiger Beginn, steigert sich dieser Monolith allmählich über Bonzos Einsatz, bis hin zum furiosen Gitarrensolo von Jimmy Page, um dann im elektrischen Finale regelrecht zu explodieren!!! Ganz, ganz großes Kino!!!
MISTY MOUNTAIN HOP beginnt mit John Paul Jones E Piano, mit leichten Funk Tendenzen, sehr melodisches Stück.
FOUR STICKS wurde von Bonzo mit 4 Drumsticks eingespielt, jeweils 2 in jeder Hand. Etwas vertrackte Nummer, hätte auch gut auf LED ZEPPELIN III gepasst.
GOING TO CALIFORNIA ist eine wunderschöne Akustiknummer, sehr ästhetisch von Robert Plant vorgetragen.
Und zum krönenden Abschluss das Blues Groove Monster WHEN THE LEVEE BREAKS (mein Lieblingstrack). Bonzos Drums klingen bei diesem Stück gigantisch!!! John Bonham ist für mich, neben Ian Paice und Cozy Powell, der beste Drummer den es jemals gegeben hat.

2 CD Remastered Deluxe Edition
Meine alten LED ZEP Vinyl Schallplatten lagern nun schon seit längerer Zeit im Schrank. Später habe ich mir dann den gesamten Backkatalog noch mal auf CD zugelegt. Dann 1990 die REMASTERS und schließlich 2007 MOTHERSHIP (erneutes Remastering) Von den neuen 2 CD Editionen habe ich mir jetzt nur LED ZEP II und LED ZEP IV zugelegt, irgendwann ist schließlich mal genug.... Interessant ist für mich aber nicht das erneute Remastering, sondern natürlich die Zusatz CD mit Alternativ Versionen. BLACK DOG (guitar overdubs) klingt sehr basisch. THE BATTLE OF EVERMORE und GOING TO CALIFORNIA sind rein instrumental gehalten. Am besten gefallen mir die Mixe von MISTY MOUNTAIN HOP, FOUR STICKS und WHEN THE LEVEE BREAKS (gewinnt meiner Ansicht nach am meisten). Insgesamt muss man aber sagen, dass die Alternativ Versionen nur ein netter Zusatz sind, bei den Original Versionen haben LED ZEP damals aber die richtige Entscheidung getroffen.

FAZIT: Jeder Hardrock Liebhaber sollte zumindest eine Version von LED ZEP IV im Schrank stehen haben. Ob die 2 CD Edition unbedingt erforderlich ist, muss jeder für sich selbst entscheiden, für mich stellt es eine nette Ergänzung dar.

Und noch ein Wort zu LED ZEP:
Während andere Bands wie PURPLE und SABBATH zig Besetzungswechsel hinter sich haben, gab es LED ZEPPELIN nur in der Konstellation JIMMY PAGE - ROBERT PLANT - JOHN PAUL JONES - JOHN BONHAM. Nach Bonzos Tod haben sie aber nicht flugs einen neuen Drummer rekrutiert, sondern die Band aufgelöst. Vielleicht ein Grund mehr, warum das bleierne Luftschiff ein kleines bisschen über allen anderen schwebt....
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. Oktober 2009
Zeitlos gut , einmalig , spitzenmässiges Rockalbum , Eckpfeiler der Rockmusik ...usw!
Alles trifft zu , aber kratzt nur an der Oberfläche - es war 1972 als dieses Album in die Plattenläden kam und heute noch ist es so modern und richtungsweisend wie damals!
Ob man nun (wie ich) den Opener "Black dog" besonders mag oder den absoluten Überflieger "Stairway to heaven" zum persönlichen Liebling des Albums auserkoren hat.... die anderen Titel sind nicht schlechter!!!
Durchgängig geile Rockmusik von hart bis soft ( "Going to california" ) jeder Titel ist ein "Ohrenschmaus" !!!
Die Scheibe hat nur einen grossen Fehler - irgendwann ist auch der letzte Titel zu Ende!
LZ IV - das Meisterwerk der 4 Hardrocker - gehört in jede Sammlung!!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
"Wir sitzen da an was Neuem, bei dem Orgel und akustische Gitarre sich ganz langsam hoch steigern, bis dann der elektrische Teil einsetzt. Durchaus möglich, dass daraus ein Fünfzehn Minuten Track wird..."
(Jimmy Page im November 1970)

....."Stairway To Heaven" (Track 4) sollte mit 7:55 Minuten zwar nicht ganz so lange werden, jedoch unbestritten einer der epochalsten Werke der Rockgeschichte. Lyrisch wird die Suche einer mystischen Dame nach spiritueller Vollkommenheit geschildert. Plant nannte Jahre später Lewis Spences' "The Magic Art in Celtic Britain" als eine seiner Textquellen. Das Lied erschien mit seinen Paradigmen von Bächen, Bäumen,lockenden Pfeifern und einer strahlend weißen Lichtgöttin wie eine Aufforderung der modernen Welt den Rücken zu kehren, um sich der alten Religion zuzuwenden. Als Sehnsucht einer ganzen Generation nach spiritueller Läuterung sollte der Song zu einer einzigartigen Hymne werden, bei der Page einen unvergleichlichen Kompromiss zwischen der akustischen und metallenen Musiksphäre gefunden hatte. Das sechsseitige Intro des im walisischen Bron-Yr-Aur komponierten Stückes wurde in den Londoner Island Studios aufgenommen. Der Rest, mit dem 12seitigen Gitarrenpart, Jones' gedoppelter Bassflöte und die anderen Songs wurden im mobilen Aufnahmestudio der Rolling Stones, das man nach Headley Grange (New Hamphire) gebracht hatte, produziert.

"Black Dog" (Track 1) basiert auf einem Riff, den John Paul Jones mitgebracht hatte. "Rock and Roll" (2) ist eine "zufällige Komposition" bei der John "Bonzo" Bonham zunächst den Anfang von Little Richards "Good Molly Miss Molly" getrommelt hatte, während zufällig das Aufnahmeband mitlief. Nach Pages spontan über zwölf Takten improvisierten Riff war das Band zwar plötzlich zu Ende, man hatte aber genug Material für den Song, der durch Plants improvisierten Text und einem Boogiepiano Ian Stewarts komplettiert wurde. "The Battle Of Evermore" (3) war ein Duett von Robert Plant und Sandy Denny, das von Pages Spiel auf einer Mandoline (!) begleitet wurde. Zunächst als eine Art altenglisches Instrumental gedacht, wurde es zu einer modernen Form angelsächsischer Schlachtenepik, da Plant zur gleichen Zeit mit der Lektüre der schottischen Grenzkriege befasst war.

Mit seinem dichten Bluesriff und Bonhams zarten, aber prägnanten Schlagzeugspiel, bietet "Misty Mountain Hop" (5) die Darstellung einer walisischen Bilderwelt. "Four Sticks" (6) ist eine Boogiepiano-Jam, mit dem Ur-Rolling Stone Ian Stewart, dessen Takt an Bo Diddley erinnern lässt. Die Melodie von "Going To California" (7) hatte sich Page für die akustische Gitarre ausgedacht. Der Song war Tribut und Hommage an die kanadische Sängerin Joni Mitchel, die sowohl für Page als auch Plant schlechthin das Idol war. Daneben spiegelte das Stück die Sehnsucht der Gruppenmitglieder nach dem amerikanischen Sonnenstaat mit all seinen Exzessen. "When The Leeves Break" (8) hatte Jimmy Page auf einer alten Schellackplatte von Memphis Minnie und Kansas McCoy aus dem Jahre 1928 gehört. Page baute den klassischen Zwölftakt-Blues mit gephasten Vocals und einem Mundharmonikasolo mit Backward Echo vollkommen um, so dass dem Hörer das Bluesgefühl der Gruppe vermittelt wird.

Die 1971er "Return to the Clubs" Tour startete am 5. März in dem von Bürgerkrieg zwischen Katholiken und Protestanten zerrissenen Belfast. Als Led Zeppelin "Stairway to Heaven" - für das sich Page eigens eine Gitarre mit zwei Hälsen (zwölf Saiten am oberen, sechs auf den unteren Hals) hatte anfertigen lassen - anstimmte, herrschte eine kurze Friedensphase.

Das schließlich am 8. November 1971 erschienene Album trug weder einen Titel, noch zeigte es den Bandnamen, wartete im Inneren statt dessen mit vier geheimnisvollen Zeichen auf; eine Feder im Kreis für Robert, drei ineinander verwobene Kreise für Bonzo, drei ineinander verwobene Ovale, die wiederum in einen Kreis verwoben sind für John Paul Jones und eine mystische Glyphe mit dem Wort "Zoso" für Jimmy Page. Das als "Untitled" oder "Zoso" in die Rockgeschichte eingegangene Album ist das absolute Highlight der Gruppe, das mit "Stairway To Heaven" eines der berühmtesten und einflussreichsten Songs des 20. Jahrhunderts bringt. Unzählige Male, u.a. 2002 von Dolly Parton mit einem Gospelchor gecovert, erklingt er seit 2007 auch als neues Glockenspiel des Fürther Rathausturmes.

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. Oktober 2009
Gevatter Keith Moon von den Who (andere Quellen sprechen das Zitat Entwistle zu, wieder eine meint, es wäre Townshend gewesen, einigen wir uns auf einer von The Who) soll die Chancen einer Band um Jimmy Page als die eines "Lead Zeppelin", also eines bleiernen Luftschiffes bezeichnet haben. So geht die Legende um den Namen der Band, die für mich zu den Gottvätern des Rock gehört. "Four Symbols" oder "Led Zeppelin IV" ist ein weiteres Meisterwerk in der Geschichte der Band wie auch in der Rockgeschichte.
Hätte ich nur noch Geld, um mir eine Scheibe zu kaufen, würde ich vermutlich diese nehmen. Wahrscheinlicher ist allerdings, dass ich lügen, stehlen und betrügen würde, um mir die restlichen LZ-Platten auch noch kaufen zu können.

Vom Start mit "Black Dog" weg packt einen die Musik, "Rock and Roll" geht ab wie ein Zäpfchen und "Stairway to Heaven" hat zurecht Kultstatus unter den Balladen.

Nix gegen die Rockmusik der jüngeren Zeit, aber ohne Led Zeppelin gäbe es vieles von heute gar nicht. So wenig man sich Rock'n'Roll ohne Elvis vorstellen kann, so absurd ist der Gedanke an Rockmusik ohne Led Zeppelin.

Und Led Zeppelin ohne diese CD geht gar nicht!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. Dezember 2007
geiles album, keine frage, warum nur wird dieses album als heavy metal, bzw.
als vorreiter des heavy metal bezeichnet ? das album hat keine harten riffs
oder solis, es ist experimentieller und etwas folkiger, als das ,für mich
härtere, LZ II.
wie schon beschrieben, macht dieses album süchtig und darauf bestehe ich.
besser kann guter rock`n`roll nicht sein. wenn man in der heutigen zeit
noch sowas hinbekommen würde (was ich nie im leben glaube), kann man davon ausgehen, das es einen GOTT gibt.
8 songs, die es wirklich in sich haben. auf der englischen amazon website
gibt es sage und schreibe 69 1-sterne rezensionen. unverständlich, wie ich finde. wer beim ersten hören der platte enttäuscht war oder ist, sollte
mehrmals reinhören, dann ergibt sich das ganze. wem`s dann immer noch
nicht gefällt, sollte weiterhin tokio hotel oder bushido hören, aber
sollte nicht auf die idee kommen eine negative rezension über "LZ IV" zu schreiben !!!
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43 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. Januar 2009
Es gibt wenige Alben, die derart durchgängig überzeugen:
"Thriller" von Michael Jackson, "Sgt. Pepper" der Beatles, "Ray Of Light" von Madonna, um nur einige zu nennen.

Und dieses Album.

Bereits bei Durchsicht der Rezensionen wird klar, dass hier Außergewöhnliches vorliegen muss: durchgängig Maximalpunkte, kein Kritikpunkt! Und das quer durch alle Genres und Alterklassen...

Dies ist allerdings leicht zu erklären: das vierte, "namenlose" Langwerk der Gruppe ist tatsächlich ein "Monolith", wie der Vorrezensent plastisch angemerkt hat, der keinen Vergleich duldet.

Wenige handverlesene Kompositionen, alles Standards.
"Black Dog": (erstmals) trademarkig heulender Plant; losbrettender Page mit (wieder einmal) einem der berühmtesten Gitarrensoli ever;
"Rock And Roll": nomen est omen. Bill Haley zum Quadrat. Markstein.
"The Battle Of Evermore": Atmosphäre: Sumpf. Abgehackte Köpfe, aufgeschlitzte Leiber, Beschwörung der Totendämonen.
"Misty Mountain Hop": Kult. Ungewöhnliche Melodieführung: Melodiös, aber zutiefst schräg. Sympathisch.
"Four Sticks". All-Time-Favourite.
"Going To California": Angenehm, zurückhaltend, sinnierend.

Und über allem zwei Kracher:
1. "When The Levee Breaks". Donnernde Drums, atemberaubend aufgenommen. Bonham at his best. Page spielt den Blues mit links. Derart unspektakulär, dass man die Wirkung unterschätzt (und erst nach dem Song zu fragen beginnt: wie hat er das gespielt?).
Und:
2. "Stairway To Heaven". Was kann man zu diesem Titel noch sagen, was nicht bereits tausende Male gesagt wurde? Keine Ahnung. Daher mein persönlicher Zugang: Zunächst nicht zu kategorisieren (etwa als "Ballade"). Der Song entzieht sich einer derartigen Schubladisierung. Was gewiss ist: Gefragt nach dem ultimativen Song aller Zeiten, wird wohl beinahe jeder diesen Titel nennen. Perfekt dargeboten, geniale Komposition (hebt unspektakulär, ja bescheiden an; steigert sich mit den einsetzenden Drums, um im Gitarrensolo - DEM Gitarrensolo - zu explodieren - und dankenswerter Weise zum Abschluss noch die Möglichkeit zu bieten, sich wieder zu erfangen; Höchste Emotion in Gesang und Instrumentierung). Ein Song mit regelrecht karthatischer Wirkung. Nach dem Hören ist man ein besserer Mensch.
Und, ja: Natürlich probiert jeder (angehende) Gitarrist, diesen Meilenstein nachzuspielen - meist mit deprimierendem Ergebnis.
Eine der besten Kompositionen aller Zeiten.

Und eines der besten Alben aller Zeiten.
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