Bei dem vorliegenden Buch handelt es sich um die englische Übersetzung von Forsters Buch „Riemannsche Flächen". Abgesehen von dem etwas größeren Format sind im Vergleich zur deutschen Ausgabe nun nach jedem Kapitel Übungsaufgaben eingestreut (allerdings ohne Lösungen) und kleinere Fehler ausgemerzt.
Es handelt sich um eine Einführung in die Theorie der Riemannschen Flächen. Dabei ist das Buch so konzipiert, das es auch zum Selbststudium geeignet ist. Die Hilfsmittel werden im Buch selbst soweit entwickelt, wie sie für das Verständnis notwendig sind. Zudem gibt es einen Anhang über die „Teilungen der Eins" und „Topologische Vektorräume" und etwas Funktionalanalysis. Vorausgesetzt werden aber Kenntnisse in Funktionentheorie, Topologie und Algebra, so dass ein Mathematik-Student ab dem 3. bzw. 4. Semester das nötige Wissen mitbringen müsste. Der Stil der Darstellung ist - wie man es vielleicht schon von Forsters Büchern „Analysis 1 - 3" her kennt - sehr kompakt, aber präzise. So kommt der dargestellte Stoff zuweilen etwas trocken daher: Das häufig auftretende Schema „Satz - Beweis" wird nur zu Beginn es jeden Kapitels durch einen Überblick bzw. Gesamteinordnung des Stoffes und den knappen Bemerkungen aufgelockert. Dies mag als Vor- oder auch als Nachteil aufgefasst werden; man kommt ohne große Umschweife auf den Punkt, allerdings fragt man sich gelegentlich wofür man den dargestellten Stoff überhaupt braucht.
Insgesamt kann das Buch aber als Einführung in die Theorie der Riemannschen Flächen gut empfohlen werden.