Als Einsteigerbuch finde ich es ganz gut - wenn man sich mal einen Überblick über die wichtigsten Punkte verschaffen möchte: Wichtige Inhaltsstoffe, deren Bedeutung, wo sie drin vorkommen. Mangelerscheinungen. Rasse-, & Lebensphasenspezifische Bedürfnisse. Checkliste: Beim Futterkauf beachten. Rezepte (extra große Mengen zum einfrieren - wobei sich hier ja auch schon wieder die Geister scheiden, denn tiefgefrorenes Essen verliert an Energie). Problemfälle (Allergie, Durchfall, Erbrechen, Fell, Nieren, Leber, Harnwege, Zahnfleisch...) mit dazu passenden Ernährungstipps.
Da ich mich mit dem Thema intensiv auseinandergesetzt habe (ich bin Verhaltenstherapeutin für Katzen und habe selbst 4 Katzen) und meine Katzen nicht nur mit hochwertigem Fertigfutter, sondern auch naturnah (frisch) ernähren möchte, habe ich quer Beet Bücher zu diesem Thema gelesen. (Wenn ich es ja über mich brächte, würde ich täglich Mäuse verfüttern...). Dieses Buch hat mir im Vergleich zu anderen jedoch nicht gereicht - also wenn ich es als Einzigstes gelesen hätte. Da blieben noch Fragen offen oder schienen zu kurz abgehakt. Auch die Autorin gab mir zuwenig von sich preis, als das ich ihrer Meinung vollständig vertrauen wollte - nur im Anhang gibt es 2 pauschale Sätze: sie studierte Katzenernährung (welcher Katzenbesitzer macht das nicht oder soll das ein staatlich anerkanntes Studium sein?) und betreibt die Homepage CATS COUNTRY (doch auch dort, erfahre ich irgendwie nichts Zufriedenstellendes).
Zusammen mit den Büchern Katzen naturnah ernähren von Angela Münchberg und Katzen würden Mäuse kaufen Schwarzbuch Tierfutter von Hans-Ulrich Grimm ist es jedoch dann eine runde Sache.
Letztendlich muss man in einigen Punkten halt doch selbst entscheiden, wie man es machen will, da jeder etwas anderes dazu sagt z.B. Trockenfutter zum snacken ständig da stehen haben oder grundsätzlich nur 2-3 x am Tag füttern.
Für beide Situation kenne ich positive (kein Heißhunger, meine Katzen laufen eigentlich da auch nicht ständig hin, sondern nur zu den festen Fleischfütterungszeiten, die dadurch auch mal etwas variieren können, Katzen wissen bei gutem Futter schon selbst was, wann und wie viel sie fressen müssen, in freier Wildbahn gibt es ja auch nicht nur 1-2 Mäuse am Tag, sondern zwischendurch auch mal ein Insekt, etwas Gras/Kräuter o.ä.)
und negative Argumente (bei jedem Fressen wird der Urin alkalisch und es kann sich eher Harngrieß bilden, bei minderwertigem Futter gibt es kaum ein kein-Hunger-mehr-Gefühl oder zu viel schlecht verdauliche Elemente die dick machen) und alle sind gleichgewichtig...