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Lebenszielanalyse und Lebenszielplanung: in Therapie und Beratung. Mit CD-ROM
 
 
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Lebenszielanalyse und Lebenszielplanung: in Therapie und Beratung. Mit CD-ROM [Gebundene Ausgabe]

Harlich H. Stavemann
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Harlich H. Stavemann
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Kaum eine Psychotherapie oder Lebensberatung, in deren Verlauf nicht irgendwann die Frage nach dem Sinn des Lebens im Raum steht. - Weil Lebensziele verloren gegangen sind. Weil einem plötzlich bewusst wird, dass man sich eigentlich nie getraut hat, Lebensziele zu formulieren. Weil das Lebensziel, für das man sich auspowert, krank macht.

In Therapie oder seelsorgerlicher Beratung ist man leicht bei lebensphilosophischen Fragen: Was ist eigentlich der Sinn des Ganzen? Oder: Was ist ein erfülltes Leben? Therapeuten sind aber von ihrer Ausbildung her meist zu wenig auf derartige Fragestellungen ihrer Patienten vorbereitet. Hier setzt das Buch an. Es zeigt Therapeuten, Beratern, Seelsorgern Möglichkeiten auf, wie sie ihre Klientel bei der Beantwortung lebensphilosophischer Fragen non-direktiv unterstützen können. Lebendig und sehr anwendungsbezogen beschreibt Stavemann anhand vieler Fallbeispiele und Beispieldialoge, wie das geht: Lebenszielanalyse und Lebenszielplanung.

Über den Autor

Dipl.-Psych., Dipl.-Kfm. Dr. Harlich H. Stavemann ist Lehrtherapeut und Supervisor für Kognitive Verhaltenstherapie und als niedergelassener Psychotherapeut praktisch tätig. Er leitet das Institut für Integrative Verhaltenstherapie (IVT) in Hamburg.


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
30 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von trufo
Format:Gebundene Ausgabe
Wie alle Bücher von Harlich H. Stavemann, Dipl. Psych., Verhaltenstherapeut, Autor mehrerer erfolgreicher Bücher, besticht auch dieses durch Klarheit und Struktur. Viele Therapeuten beschäftigen sich selbst wenig mit Lebenssinn-Fragen, mit metaphysischen Fragestellungen, die durch eine naturwissenschaftliche Herangehensweise nicht hilfreich beantwortet werden können. Hier haben philosophisch, ethisch und theologisch ausgebildete Menschen (Pfarrer, Schulseelsorger, Religionslehrer, pastoralpsychologich ausgebildete Menschen)eindeutig Vorteile, können aber von der analytischen Herangehensweise dieses Buches sehr profitieren.

Dieses Buch schließt hier eine Lücke: wie kann man Klienten bei lebensphilosophischen Fragestellungen helfen, sie nicht direktiv unterstützen.

Das Buch ist in sechs nochmals in sich gegliederte Kapitel eingeteilt:
1. Grundlegende Glaubensgrundsätze erheben und reflektieren.
2. Lebenszielanalyse: Den Ist-Zustand erheben und prüfen.
3. Art, Ursache und Konsequenzen der Lebenszielproblematik diagnostizieren. (z.B. Ziellosigkeit, zu viele Ziele, irrationale und widersprüchliche Ziele)
4. Lebenszielplanung: Den Soll-Zustand erarbeiten (Zielplanung bei fehlenden, zu vielen etc. Zielen, Strategien bei Widerständen).
5. Gesprächsführung bei lebensphilosophischen Fragestellungen.
(natürlich mit einem Kapitel zum sokratischen Dialogverfahren (über das es ebenfalls von Stavemann ein sehr gutes Buch gibt); Fragetechniken allgemeiner Art)
6. Falldarstellungen mit Beispieldialogen.

Auf einer beiliegenden CD-Rom finden sich Arbeitsblätter zu den Kapiteln 1, 2 und 4.

Auch wenn sich manche lebenszielorientierte Fragestellungen, metaphysiche Fragen nicht immer so eindeutig strukturieren lassen und weit über "trainierbare" Fragestellungen hinausgehen bzw. auch manchmal nur ein Aushalten verlangen, ist dieses Buch eine ungemeine Hilfe, um Ist- und Sollzustand und die Zwischenstufen deutlicher zu sehen.
Sehr empfehlenswert! Sehr gut geschrieben!
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50 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Das Joch des Ziels 11. August 2008
Format:Gebundene Ausgabe
Stavemann stellt den aktuell tatsächlich vermissen lassenden Bezug der Psychologie zur Philosophie her. Bei metaphysischen Themen, wie dem 'Sinn des Lebens' vermag die modern empirisch-naturwissenschaftlich geprägte Psychologie keine Antworten zu geben.

Der Verfasser holt mit Alfred Adler einen, heutzutage in der universitären Wissenschaft vernachlässigten Autoren und Ideengeber in die Diskussion, der sich schon vor 70 Jahren in seinem Buch mit dem Sinn des Lebens auseinander setzte und versuchte diesen v.a. evolutionär abzuleiten, wie es später noch weit differenzierter Klaus Holzkamp (1983) tat.

Doch gerade und vor allem aus empirischer Perspektive kann die Psychologie zum nämlich nicht ausschließlich metaphysischen Thema 'Lebensziele' einen Beitrag leisten, sie kann durchaus eine Orientierung geben, ob ein Lebensziel 'gut oder schlecht' sein könnte (S.31). In den letzten Jahren rückte der Zusammenhang von Lebenszielen und Subjektivem Wohlbefinden und dessen Relevanz als pathogener Faktor in den Vordergrund. Es gibt zahlreiche Untersuchungen, die den Inhalt und die Eigenschaften verschiedener Lebensziele beleuchten und interessante Aspekte mit salutogenetischem Bezug herausarbeiten (Passung impliziter und expliziter Motivstrukturen; intrinsisch vs. extrinsisch motivierte Ziele; Annäherungs- vs. Vermeidungsziele; Diskrepanzen zwischen Wichtigkeit, Realisierbarkeit und Erfolg etc.).
Einige dieser Erkenntnisse hätten in diesem Buch mit philosophischer Rahmensetzung durchaus fruchtbar diskutiert werden können. Gerade die (Mit-) Abhängigkeit des Glückes von der Kongruenz impliziter und expliziter Motive (Lebensziele) hätte hier mit Bezugnahme auf die Psychoanalyse abseits vom universitären Mainstream näher beleuchtet werden können.
Angesichts dieser stabilen Befunde gibt es Autoren, darunter so namhafte wie Klaus Grawe (1998), die sich dafür aussprechen, den 'non-direktiven' therapeutischen Relativismus aufzuweichen und in der Reflektion mit den Patienten den aktuellen Wissensstand durchaus mit einzubringen, um die Patienten nicht ins 'offene Messer' laufen zu lassen.

Ohne theoretische Fundierung keine theoriegeleitete Intervention und damit leider auch Verzicht auf wichtiges psychotherapeutisches Potential. Selbst Arbeiten, die die Implementierung solcher Befunde im Rahmen von Interventionen untersuchten, erreichten höchstens moderate Effekte. Von einer Evaluation und Bewährung des eigenen Programms verliert der Autor kein Wort.

Die Vorschläge Stavemanns zur Diagnostik und Erarbeitung individueller Lebensziele halte ich für fruchtbar und praxistauglich. Mir fehlen jedoch Hinweise auf andere, sonst in diesem Bereich übliche Verfahren zur Erfassung (Fragebögen, Interviews, gemischt nomothetisch-idiographische Verfahren).

Für den Alltagstransfer der Interventionen hätte ich mir mehr Tipps gewünscht. Die Falldarstellungen im 2. Teil des Buches brechen spätestens kurz vor der ersten Erstellung eines Wochenplanes ab.Und auch bei sehr kritischen Themen, wie dem Verzicht auf Lebensziele, der ja nicht ohne weiters gelingt (Kenntnisstand 1977 [Klinger]), fehlen Hinweise auf zu erwartende Probleme (Trauer, Depressivität u.ä.), sowie auf konkrete therapeutische Strategien im Umgang mit diesen.

Speziell Kapitel 4 'Lebensziele: Den Soll-Zustand erarbeiten' hat neben dem kybernetischen Titel in diesem Zusammenhang teilweise sehr unangenehme Züge eines Programmier-Algorithmus à la: wenn Patient das nicht einsieht, dann keine Veränderungsmotivation, dann Therapie-Ende (Exit).

Das Buch stellt den sonst außen vor gelassenen philosophischen Bezug her und enthält praxistaugliche Elemente. Die psychologisch-theoretische Fundierung ist mangelhaft und die konkrete Umsetzung wird oft den Therapeuten überlassen. Ich erinnere nicht gern daran, aber in Zeiten des Effizienz-Diktats in der Gesundheitsversorgung sollte eine Angabe über die zu veranschlagende Dauer der Intervention nicht fehlen.

Ohne die Relevanz dieses wichtigen Themas schmälern zu wollen, scheint Staveman hier jedoch den Blick dafür zu verlieren, dass das menschliche Leben mehr ist, als ein ausschließliches Streben nach Lebenszielen. Den auf S. 89 von einem widerspenstigen Patienten antizipierten Ausspruch: 'Ich will mich nicht in so einen Plan pressen lassen, da geht ja jede Spontaneität flöten!' lässt ihn diesen als 'Vermeidungskünstler', 'Frustrationsphobiker' oder 'Kurzfristhedonisten' bezeichnen. Dieses Lebensziel- Joch in seiner Absolutheit wirkt abschreckend. Eine Relativierung beispielsweise mit Bezug auf achtsamkeitsbasierte Ansätze hätte der Grundaussage des Buches gut getan.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Seefahrer
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Für mich ist ein Wunder geschehen, es gibt ein Buch in der Beratungs- und Lebenshilfeliteratur, das mich anspricht. Endlich.
Hab' die Lieferung heute bekommen, mich sofort auf dieses Buch gestürzt und ein für mich ziemlich gut passendes Beispiel gefunden und es gelesen. Ja, diese Methode passt. Auch wenn es Arbeit und Aufwand erfodert. Aber so wie bisher geht es nicht weiter.
Selbst wenn einer meiner Vorredner von "Lebenszielzwang" (nicht wörtlich zitiert) spricht, denke ich, daß jeder Lebensziele hat, bewußt, oder nicht. Auch der "kybernetische Ansatz" ist exakt das, was ich brauche, eine Anleiung, ein Pfad, an dem ich mich zur Analyse und Eruierung entlanghandeln kann. Nach der Stelle, wo (sinngemäß) steht: "Wenn der Patient hier bockt, lassen wir's halt ..." muß ich noch suchen. Ich konnte sie bisher nicht entdecken. In den sehr ausführlichen, nicht trivialen Beispielen wird erklärt, wie mit den typischen Widerständen umzugehen ist.
Die Inhalte dieses Buches gehören in Grundausbildungen und Weiterbildungen für ALLE Psychotherapeuten.
Einziger Minuspunkt, der aber die Bewertung nicht verschlechtert, sind die Formulare. Nein, ich habe da keine "Tests" etc a la Yellow Press erwartet, sondern ein paar mehr Fragen zur Exploration. Aber OK, zu viel hängt auch von den Antworten ab. Deswegen fünf Sterne.
So ein Buch habe ich gebraucht.
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