Gerhard Schönes Lieder besitzten soetwas wie Zeitlosigkeit, bieten für jeden etwas, etwas, in dem er sich mit seinen Sorgen, Problemen, Gedanken wiederfindet. Diese CD entstand um die Wendezeit und in ihm empfinde ich Gerhard Schöne von seiner intimsten Seite. Eine Selbstreflektion, wie man sie sonst in seinen Liedern nicht so offen findet. Es spricht aber auch eine Stimmung der Rat- und Hilflosigkeit aus diesen Liedern; Fragen über die Zukunft. Beeindruckend hier sind die sprachliche Gewandheit eingebunden in seine vielfältige, anspruchsvolle Musik. Diese CD ist ein Gewinn, deren Aktualität nicht verloren gegangen ist: " An manchen Autos weht heute ein schneeweißes Band.- Das ist das Zeichen der Leute, die nichts hält mehr im Land.- Die sich gern mit uns stritten,- mit uns lachten und litten,- die das Fernweh fortwehte,- die der Wohlstand verdrehte,- die 'ne Lippe riskierten- irgendwann resignierten.- Ich schwöre mir heimlich und leis' nie hisse ich weiß. (...)"