Amüsant, lehrreich und voller Begeisterung klärt uns der Autor über dieses lebendige Material auf. Wer das Buch gelesen hat, wird mit ganz anderen Augen durch den Wald gehen, seinen absterbenden Apfelbaum betrachten oder sein Brennholz aufschichten. Wir lernen etwas über die Wälder unserer Vorfahren, den Aufbau des Holzes, das Leben im Verborgenen und die Verwendung "toten" Holzes im eigenen Garten. Wir lernen die vielen Pilze, Pflanzen und Tiere kennen, die auf, im und vom Totholz leben und wie der Naturkreislauf funktioniert. Und das in amüsanter Sprache bei hohem fachlichem Niveau!
Mit diesem Buch ist dem Verlag (wie schon öfter) gelungen, ein bisher vernachlässigtes Naturthema aus einer verborgenen Nische ins rechte Licht zu rücken. Das (öfter monierte) Fehlen von Fotos finde ich sehr gut: Es verleitet, sofort in den Garten zu gehen und nach Totholz Ausschau zu halten. Sie finden keines? Dann wird es höchste Zeit, mit einem der vielen guten Gestaltungsvorschläge zu beginnen und dem Holz beim Besiedelt- und Zersetzwerden zuzuschauen. Wie wäre es, dabei seine eigenen Fotos zu machen?