Akrea sind eine junge, talentierte Band aus Bayern, die sich düsterem Melodic Death Metal verschrieben haben, was angesichts der derzeit wie Unkraut überall auftauchenden Metalcorebands eine sehr erfrischende und lobenswerte Abwechselung ist.
Zunächst möchte ich das Äußere dieses Albums beschreiben: Das Cover ist meiner Meinung nach sehr originell und passt wunderbar zum Titel/ Gesamtkonzept des Albums. Es ist sehr metaphernreich, detailliert und wirkt sehr authentisch.
Zur Musik: Beim ersten Hören erscheinen Akrea als eine Symbiose aus Amon Amarth (vor allem die Gitarrenläufe), Dark Tranquillity und In Flames (alte). Beim mehrmaligen Hören erkennt man jedoch ihre Eigenständigkeit: Akrea gehen rauher/ roher ans Werk als genannte Bands. Besonders angetan bin ich von den deutschen Texten, welche dem Album ein besonderes Flair verleihen: Es unterstreicht die Düsterheit und Rauheit (unsere Sprache klingt nunmal rauher als Englisch)und außerdem lassen sich mit unserer Muttersprache die Metaphern der Texte doch viel schöner und treffender ausdrücken, als es mit Englisch als Fremdsprache der Fall wäre. Die Stimme des Sängers ist sehr variabel: Mal tiefe Death-Growls, mal Black-Metal-artiges Keifen, mal Knurren und Flüstern. Die Stimmvariationen driften jedoch nie ins Belanglose/ Beliebige ab, sondern werden stets passend zur Stimmung der jeweiligen Songpassagen eingesetzt.
Die Gitarrenarbeit ist vom feinsten: Fette Riffs, schneidende Leads (auch Twin-Leads), epische Melodiebögen (zT mit Tremolopicking)....alles dabei und sehr sauber gespielt. Soli sind ebenfalls keine Mangelware.
Der Drummer zeigt ebenfalls Talent: Blastbeats, Doublebasspassagen, Triolen auf der Bassdrum, schöne Fills und ein immer passender Groove.
Der Gesamtsound des Albums ist transparent. Jedes Instrument kommt gut zur Geltung ohne, dass es glattpoliert/ überproduziert klingt.
Insgesamt ein schönes, überzeugendes Debut einer offenbar talentierten, jungen Melodic Death Metal Band.