Pressestimmen
"Grimmelshausen zeigt sich auch hier als sprachmächtiger, fabulierfreudiger und, was die Konstruktion der Romane angeht, geradezu moderner Autor. Wer schon einmal einen Abend lang Kaiser bei einer Lesung gelauscht hat, der weiß, dass er reich beschenkt nach Hause gehen wird." (Frankfurter Rundschau, 12. Oktober 2010)
"Erneut ein Wunderwerk der Adaption eines jahrhundertealten literarischen Werkes für die Gegenwart." (Butzbacher Zeitung, 12. Oktober 2010)
" (...) wichtig ist dem Übersetzer und Wortkünstler Kaiser, dem modernen Leser Freude bei der Lektüre zu schenken und ihm Einsichten zu vermitteln, die zeitlos sind und von Grimmelshausen zur Bewältigung auch moderner Probleme angeboten werden." (Gelnhäuser Tagblatt, 6. Oktober 2010)
"Äußerst vergnüglich." (Badische Neueste Nachrichten, 01. April 2011)
Kurzbeschreibung
Die stärkste Frau der deutschen Literatur - und ein Gaukler mit Stelzfuß aus dem "Deutschen Krieg" So eine Frau kann man lange suchen: wild, unabhängig, wagemutig - und für jeden derben Spaß zu haben. Reinhard Kaiser holt "die Courage" ins Hier und Jetzt zurück - und vergisst auch den seltsamen Herrn Springinsfeld nicht. Ein Jahr nach dem gewaltigen Erfolg seines "Abenteuerlichen Simplicissimus Deutsch" ließ Hans Jacob Christoffel von Grimmelshausen 1669/70 seinem großen Buch zwei kürzere Romane folgen, deren Protagonisten es in sich haben wie der Simplicissimus: der gelernte Gaukler und Tierstimmenimitator Springinsfeld, der sich zuerst als Soldat und später als Bettler durch die verkehrte Welt seiner Zeit schlägt, und die Landstreicherin, Soldatin, Marketenderin, Hure, siebenmalige Ehefrau und spätere Zigeunerkönigin Courage. Packend und präzis in jedem Detail erzählen sie von ihrem wüsten Leben und listenreichen Überleben in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges. Eine atemberaubende Wucht entwickelt hierbei vor allem die Courage, die ohne jede Scheu, Anstoß zu erregen, dem Verfasser in die Feder diktiert, wie es ihr im Kampf der Geschlechter, der sich inmitten des großen Krieges abspielt, ergangen ist. Wer nur das Stück von Brecht gesehen hat, weiß über diese Frau noch lange nicht Bescheid.