...in das Phänomen der philosophischen Praxis.
Philosophische Praxis? Was soll das denn sein? Braucht man das überhaupt - gibt doch Psychologen und Seelsorger?
Fragen dieser Art verdeutlichen, dass viele Leute keine klare Vorstellung davon haben, was denn philosophische Praxis sei...
Der Begriff an sich ist recht jung (wurde zu Beginn der 80er von Gerd B. Achenbach geprägt) und beginnt erst sich im allgemeinen Verständnis zu entfalten und zu etablieren.
Genau an dieser Stelle setzt "Lebendiges Philosophieren - Über philosophische Praxis im Alltag" an. Das Buch ist ein Autorenprojekt der "Gesellschaft für praktisches Philosophieren" und möchte ein wenig Einblick geben in die unterschiedlichsten Facetten philosophischer Praxis.
Inhaltlich gliedert sich das Buch in die vier Hauptkapitel "Formen philosophischer Praxis", "Philosophieren mit bestimmten Zielgruppen", "Inhalte philosophischer Praxis" und "Philosophische/r Praktiker/in werden und sein". Dort versuchen die elf Autoren den Begriff der philosophischen Praxis mit Leben zu füllen (oder auch: sein Leben zu beschreiben), indem sie eigene Erfahrungen und Gedanken zur Sprache bringen:
Philosophische Reisen, Philosophieren mit Führungskräften, philosophische Cafes, die Frage nach (Nicht-)Lehrbarkeit der philosophischen Praxis, Philosophie und Arbeit sind nur einige der behandelten Inhalte.
So erfährt der Leser einiges aus der phil. Praxis, was sie sein könnte, wie sie sich äußert und wie das Philosophieren mit dem Leben wirkt und bereichernd sein kann. Die unterschiedlichen, allesamt soweit verständlich geschriebenen praktischen Erfahrungsschilderungen der Autoren sind für diesen Schnupperkurs sehr schön geeignet und wecken beim Leser Lust und Interesse.