In den 80-iger Jahren hing ein Kalender mit Aktfotos von Günter Rössler in
der Wohnung. Ich mochte und mag noch heute seine natürliche Art und Weise der
Fotografie. In seinen Buch schreibt er sehr unterhaltsam und kurzweilig
über viele lustige aber auch ernste Episoden aus seinem Leben und zeichnet
nebenbei ein Bild über die DDR, wie sie wirklich existierte.
Er war mit vielen Sachen nicht einverstanden, aber er hat gern in dem kleinen
Land gelebt, wie er schreibt. Es tut gut so etwas zu lesen.
Verträge wurden damals mit Handschlag besiegelt und jeder konnte sich auf den
anderen verlassen. Nach 1989 war das nicht mehr selbstverständlich.
Im Buch kommen die Fotos nicht zu kurz. Neben den Aktfotos sind
auch viele Bilder aus seiner Zeit als Modefotograf abgebildet.
Die Fotos beeindrucken durch einen frischen und ungekünstelten,
sympathischen Aufnahmestil.
Das Buch ist ein literarischer und visueller Leckerbissen.