Dass Armut ein mentaler Zustand ist, belegt Martin Kämpchen aufgrund seiner 30-jährigen Erfahrung in Indien. Armen fehlt es nicht nur an Materiellem, sondern auch an den intellektuellen, praktischen und technischen Fähigkeiten, einen Weg zu existenzieller Sicherheit zu finden. Analphabeten z.B. sind auf ihre sinnliche Wahrnehmung begrenzt; sie können ihre Gedanken und Wünsche meist nicht geordnet ausdrücken. Der Mangel an Schulbildung schlägt Erwachsene mit Stummheit. Das Geld von Helfern ist also nicht immer das Entscheidende und einzige Mittel für Hilfe. Wege aus der Armut bedürfen der Beratung und achtsamen Begleitung im Prozess eines konstruktiven Gebens. "Hilfe zur Selbsthilfe" ist ein komplexer Weg, der ganzheitlich erfolgen und die Intelligenz, die Gefühle, Wertvorstellungen und die praktischen Fähigkeiten der Menschen berücksichtigen sollte. Jeder "Spender", der Hilfe als Selbsthilfe verstehen möchte und wirklich helfen will, sollte dieses Buch gelesen haben.
Leben ohne Armut: Wie Hilfe wirklich helfen kann. Ein Erfahrungsbericht aus Indien: Wie Hilfe wirklich helfen kann. Meine Erfahrungen in Indien