Man findet die Leiche einer Frau, doch außer ihrem Namen und ihrer Herkunft gelingt es Wexford und Burden nicht, an weitere Informationen über ihre Adresse, ihren Beruf und ihr Lebensumfeld zu kommen. Der einzige Anhaltspunkt: Eine teure, relativ neue Brieftasche, die die Tote bei sich trug.
Hat jemand hinter Ruth Rendell gestanden, der sie angetrieben hat, während sie dieses Buch schrieb? Er wirkt, als hätte sie keine Zeit gehabt, ihre Stärken auszuspielen, die psychologisch genaue Charakterisierung ihrer Figuren, die diesen das unverwechselbare Gesicht gibt. Oder die sich langsam steigernde, immer fesselndere Spannung? Bedurfte es einer banalen Ehekrise-Story, die Wexfords Tochter Sylvia bewältigt, um zumindest 160 Seiten zu füllen?
Der Knüller der Auflösung ist Rendell zweifelsfrei gelungen, aber Wexfords Weg zu der Erkenntnis beruht auf Zufall und einer Assoziationskette, die es dem Leser schwer macht, einen schlüssigen Gedankengang zu verfolgen.
Ein Krimi mit der Ermittlungsarbeit für eine kurze Erzählung, aber einer Lösung, die einen ausgefeilten Plot verdient hätte.